Der Punkt in der Zeichensetzung

Satzende, Abkürzungen und Ordnungszahlen richtig setzen

Lesezeit ca. 5 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Der Punkt wirkt einfach, hat aber mehr Aufgaben als nur das Satzende. Er steht nach vielen Abkürzungen, hinter Ordnungszahlen und in den Auslassungspunkten. Diese Übersicht erklärt alle Regeln zum Punkt in der Zeichensetzung mit Beispielen und zeigt die häufigsten Fehler, damit du ihn überall sicher setzt.

Wann steht der Punkt am Satzende?

Der Punkt kennzeichnet vor allem das Ende eines Aussagesatzes. Ein typisches Beispiel lautet: Die Untersuchung ist abgeschlossen. Danach folgt ein neuer Satz, dessen erstes Wort mit einem Großbuchstaben beginnt. Bei Überschriften, Titeln und einzelnen Bildunterschriften setzt du dagegen keinen abschließenden Punkt. Endet ein Satz bereits mit einem Frage- oder Ausrufezeichen, ist ebenfalls kein zusätzlicher Punkt nötig. So lässt sich die Grundregel leicht anwenden: Aussagesätze erhalten einen Schlusspunkt, andere eindeutige Satzschlusszeichen werden nicht durch einen weiteren Punkt ergänzt.

Abkürzungen mit und ohne Punkt unterscheiden

Ob eine Abkürzung einen Punkt braucht, hängt von ihrer Art ab. Häufig steht der Abkürzungspunkt bei Formen, die beim Vorlesen ausgesprochen werden, zum Beispiel z. B., u. a., usw. und d. h. Auch bzw. wird gesprochen und trotzdem mit einem Punkt geschrieben. Anders sieht es bei Maßeinheiten und Währungskürzeln wie kg, cm und EUR aus: Sie bleiben ohne Punkt. Das gilt ebenso für Abkürzungen, die als Buchstabenfolge gesprochen werden, darunter EU und USB. Besonders wichtig für das Satzende: Schließt eine punktierte Abkürzung den Satz ab, übernimmt ihr Abkürzungspunkt zugleich die Funktion des Schlusspunkts. Ein weiterer Punkt wäre deshalb doppelt.

Ordnungszahlen und Datumsangaben korrekt schreiben

Nach einer Ziffer macht der Punkt deutlich, dass eine Ordnungszahl gemeint ist. Das zeigen Formulierungen wie der 1. Platz, im 21. Jahrhundert oder Kapitel 3. Auch bei einer Datumsangabe gehört der Punkt zur Schreibweise, etwa in am 5. Mai 2026. Achte dabei auf den schmalen Zwischenraum, den viele Textprogramme automatisch einfügen. Von Ordnungszahlen zu unterscheiden sind nummerierte Gliederungsebenen: Bei einer Gliederung ohne nachfolgende Zahl, beispielsweise 3.2, setzt du hinter die letzte Ziffer keinen Punkt.

Uhrzeiten, Gliederungen und Verzeichnisse formatieren

In einer Uhrzeit kann der Punkt Stunden und Minuten voneinander trennen: Der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr. Die Schreibweise mit einem Doppelpunkt, also 14:30, ist ebenfalls zulässig. In Gliederungen hat der Punkt eine andere Aufgabe. Dort trennt er die einzelnen Ebenen, wie die Beispiele 2.1 und 2.1.3 zeigen. Nach der letzten Ziffer der Gliederungsnummer folgt jedoch kein Punkt. Wer Uhrzeit und Gliederung auseinanderhält, erkennt somit schnell, welche Funktion das Zeichen jeweils erfüllt.

In Inhaltsverzeichnissen und anderen Verzeichnissen erscheinen häufig Füllpunkte zwischen einer Überschrift und der zugehörigen Seitenzahl. Diese Punktreihe lässt du am besten vom Textprogramm erzeugen, statt sie einzeln von Hand einzutippen. Für Abkürzungen wie z. B. ist außerdem ein geschützter Zwischenraum sinnvoll. Er verhindert, dass die zusammengehörenden Bestandteile durch einen Zeilenumbruch getrennt werden. In gängigen Programmen lässt sich das geschützte Leerzeichen über eine Tastenkombination einfügen.

Auslassungspunkte setzen und typische Fehler vermeiden

Drei Punkte (…) stehen für eine Auslassung oder einen Gedanken, der abgebrochen wird. Vor diesem Zeichen steht meistens kein Abstand, danach folgt ein normaler Wortabstand. Verwechsle die Auslassungspunkte nicht mit einem mehrfach gesetzten Schlusspunkt. Ein besonders häufiger Punktfehler entsteht am Ende eines Satzes mit usw.: Nach dem bereits vorhandenen Abkürzungspunkt setzt du kein zweites Satzschlusszeichen. Auch Überschriften werden nicht mit einem Punkt abgeschlossen. Mit diesen beiden Kontrollen lassen sich typische doppelte oder überflüssige Punkte schnell finden.

Wenn du weitere Fälle der Zeichensetzung nachschlagen möchtest, findest du zusätzliche Beispiele in den Rechtschreibregeln. Für eine Prüfung des gesamten Textes kannst du außerdem den gratis KI-Grammatikcheck verwenden.

Prüfe vor der Abgabe nicht nur einzelne Sätze, sondern den vollständigen Text auf falsch gesetzte oder doppelte Punkte. Einen schnellen Überblick bietet der gratis KI-Grammatikcheck. Die sichere Variante ist das Korrekturlesen ab 1,90 € pro Normseite.

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Häufige Fragen zu den Regeln für den Punkt

Braucht eine Überschrift einen Punkt?

Nein. Nach Überschriften, Titeln und einzelnen Bildunterschriften setzt du keinen abschließenden Punkt.

Folgt nach usw. am Satzende noch ein Punkt?

Nein. Der Punkt der Abkürzung übernimmt zugleich die Aufgabe des Schlusspunkts. Ein zusätzlicher Punkt ist deshalb falsch.

In welchen Fällen steht ein Punkt nach einer Zahl?

Der Punkt folgt bei Ordnungszahlen wie der 1. Platz, bei Datumsangaben wie 5. Mai und innerhalb von Gliederungen, wenn sich eine weitere Ebene anschließt.

Welche Abkürzungen schreibt man ohne Punkt?

Ohne Punkt bleiben Maßeinheiten und Währungen wie kg, cm und EUR. Das gilt auch für Abkürzungen wie EU und USB, die als Buchstabenfolge gesprochen werden.

Aus wie vielen Punkten besteht eine Auslassung?

Eine Auslassung besteht aus genau drei (…). Gängige Textprogramme bieten dafür ein eigenes Zeichen an. Drei einzeln eingegebene Punkte sind ebenfalls zulässig und stehen mit normalem Wortabstand.

Endet ein Eintrag im Literaturverzeichnis mit einem Punkt?

Das richtet sich nach dem verwendeten Zitierstil. In vielen Stilen endet jeder Quelleneintrag mit einem Punkt. Entscheidend ist eine einheitliche Schreibweise im gesamten Verzeichnis.

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