Literaturverzeichnis erstellen
Literaturverzeichnis der Bachelorarbeit – Aufbau und Beispiele
Das Literaturverzeichnis steht am Ende deiner Bachelorarbeit und enthält jede Quelle, die du im Text zitiert hast. Es ist alphabetisch sortiert, hängend eingerückt und in einem konsistenten Zitierstil formatiert. Klingt simpel – ist es im Prinzip auch. Die Tücken liegen darin, dass jede Inline-Zitation einen Eintrag im Verzeichnis braucht und umgekehrt. Jede Inkonsistenz fällt sofort auf. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du das Literaturverzeichnis erstellen kannst, was rein muss, wie du es sauber sortierst und welche typischen Fehler du vermeiden solltest.
Was kommt ins Literaturverzeichnis?
Ins Literaturverzeichnis kommt jede Quelle, die du im Text zitiert hast. Quellen, die du gelesen, aber nicht zitiert hast, gehören nicht hinein. Auch nicht: persönliche Mitteilungen, E-Mails, mündliche Auskünfte (die werden im Text als Fußnote erwähnt, aber nicht im Verzeichnis).
Sortierung – immer alphabetisch
Sortiert wird alphabetisch nach Nachname der ersten Autorin. Bei mehreren Werken einer Autorin: chronologisch (älteste zuerst, in einigen Stilen aktuellste zuerst). Bei gleichem Jahr: a, b, c (Schmidt 2022a, Schmidt 2022b).
Hängende Einrückung
Standard ist hängende Einrückung: erste Zeile linksbündig, alle weiteren Zeilen 1,27 cm eingerückt. So sieht das Verzeichnis übersichtlich aus.
Schmidt, A. (2022). Lernen mit Gefühl: Emotion und Kognition im Studium (3. Aufl.). Beltz.
Becker, L., & Klein, M. (2023). Prüfungsangst im Lehramtsstudium. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 37(1), 5–22. https://doi.org/10.1024/1010-0652/a000345
Beispiel APA 7
Becker, L., & Klein, M. (2023). Prüfungsangst im Lehramtsstudium. Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 37(1), 5–22. https://doi.org/10.1024/1010-0652/a000345
Müller, P. (2021). Selbstreguliertes Lernen. In B. Weber (Hrsg.), Hochschuldidaktik in der Praxis (S. 112–134). Springer VS.
Schmidt, A. (2022). Lernen mit Gefühl: Emotion und Kognition im Studium (3. Aufl.). Beltz.
Mehr Beispiele in unserer APA-Anleitung.
Beispiel Harvard
Becker, L./Klein, M. (2023): Prüfungsangst im Lehramtsstudium. In: Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, Jg. 37, H. 1, S. 5–22.
Müller, P. (2021): Selbstreguliertes Lernen. In: Weber, B. (Hrsg.): Hochschuldidaktik in der Praxis, S. 112–134, Wiesbaden: Springer VS.
Schmidt, A. (2022): Lernen mit Gefühl: Emotion und Kognition im Studium. 3. Aufl., Weinheim: Beltz.
Mehr Beispiele in unserer Harvard-Anleitung.
Untergliederung des Literaturverzeichnisses
Manche Lehrstühle verlangen eine Untergliederung – meist nach Quellengattung:
- Monografien (Bücher)
- Sammelband-Beiträge
- Zeitschriftenartikel
- Internetquellen
- Gesetzestexte und Urteile (in Jura-Arbeiten)
Innerhalb jeder Gattung wieder alphabetisch. Die Untergliederung ist vor allem in Geschichte, Jura und einigen Geisteswissenschaften Standard. Schau im Leitfaden nach.
Tools für die Verwaltung
- Citavi – an vielen deutschen Unis kostenlos lizenziert, sehr mächtig.
- Zotero – Open Source, plattformübergreifend, viele Stile.
- Mendeley – kostenlos, mit Cloud-Sync, gut für PDFs.
- EndNote – kommerziell, viel in den Naturwissenschaften.
Word hat einen eigenen Quellenmanager (Reiter „Verweise"), der für eine Hausarbeit reicht. Für Bachelor- und Masterarbeit lohnt sich Citavi oder Zotero. Mehr in unserem Vergleich von Zitationsgeneratoren.
Häufige Fehler im Literaturverzeichnis
- Quelle im Text zitiert, aber nicht im Verzeichnis – häufigster Fehler.
- Quelle im Verzeichnis, aber nicht im Text zitiert – wirkt wie überflüssiger Eintrag.
- Inkonsistente Formatierung – mal mit Klammer, mal ohne; mal kursiv, mal nicht.
- Hängende Einrückung fehlt – wirkt unprofessionell.
Mehr typische Stolperfallen findest du in unserem Beitrag zu häufigen Fehlern in Bachelorarbeit und Masterarbeit. Der Abgleich Text–Verzeichnis ist Standard im professionellen Lektorat – wir markieren jede Inkonsistenz.