Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich & der Schweiz
Hochschulen & Universitäten in DACH
Der DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) zählt zu den hochschulreichsten Regionen Europas: Insgesamt rund 600 Hochschulen bilden mehr als 3,5 Millionen Studierende aus. Diese Übersichtsseite ordnet die Hochschullandschaft in allen drei Ländern – Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen sowie private und staatliche Träger – und erklärt Akkreditierung, Rankings und Spitzenförderung.
Hochschullandschaft DACH in Zahlen
- Deutschland: ~423 Hochschulen / 2,87 Mio. Studierende (HRK & destatis 2024)
- Österreich: ~75 Hochschulen / ~380.000 Studierende (uniko & FHK 2024)
- Schweiz: ~50 Hochschulen / ~270.000 Studierende (BFS / swissuniversities 2024)
- DACH gesamt: über 600 Hochschulen, rund 3,5 Mio. Studierende
- Hochschulreichste Städte: Berlin, München, Wien, Zürich, Hamburg, Köln
- Sprachen: Deutsch (D, A, Teile der CH), Französisch & Italienisch (CH), Englisch (zunehmend in Master-Programmen)
Hochschultypen im Überblick
| Typ | Schwerpunkt | Promotionsrecht |
|---|---|---|
| Universität | Forschung & Lehre, breites Fächerspektrum | ja |
| Technische Universität (TU) | Ingenieur- & Naturwissenschaften | ja |
| Fachhochschule / HAW | anwendungsorientierte Lehre | teilweise (kooperativ) |
| Kunst-/Musikhochschule | künstlerische Ausbildung | teilweise |
| Pädagogische Hochschule | Lehrerbildung (v. a. BW) | ja |
| Duale Hochschule | Studium + Berufsausbildung | teilweise |
| Theologische Hochschule | Theologie/Religion | teilweise |
Universität vs. Fachhochschule (HAW): Universitäten setzen auf forschungsorientierte Lehre und das volle Promotionsrecht. Fachhochschulen, heute meist als „Hochschule für Angewandte Wissenschaften" (HAW) bezeichnet, sind stärker praxisorientiert mit Pflichtpraktika und engerer Wirtschaftsanbindung. Beide Typen verleihen Bachelor- und Master-Abschlüsse von gleichem Wert.
Trägerschaft: staatlich, kirchlich oder privat
- Staatliche Hochschulen: in DE ~88 %, in AT ~85 %, in CH ~95 % der Studierenden – meist gebührenfrei oder mit moderaten Semestergebühren
- Kirchliche Hochschulen: in DE ~17 (z. B. KU Eichstätt-Ingolstadt), in AT z. B. KU Linz und Theologische Privatuniversitäten
- Private Hochschulen: in DE ~120 Einrichtungen (5.000–15.000 € / Jahr, z. B. WHU, EBS, IU, FOM), in AT ~16 Privatuniversitäten (z. B. MODUL, Webster), in CH wenige (z. B. Universität der italienischen Schweiz USI als öffentlich; Privatuniversitäten selten)
Hochschulen in Österreich
Österreich verfügt über eine vergleichsweise kompakte, aber leistungsstarke Hochschullandschaft mit rund 75 Hochschulen und ~380.000 Studierenden (uniko & FHK 2024). Die Studiengebühren an öffentlichen Universitäten betragen für EU-Bürger maximal 363,36 € pro Semester (oft entfallend bei Studienerfolg).
- 22 öffentliche Universitäten – darunter Universität Wien (älteste: 1365), TU Wien, Med Uni Wien, Universität Innsbruck, Universität Graz, TU Graz, Universität Salzburg, JKU Linz, Universität Klagenfurt
- 16 Privatuniversitäten – z. B. MODUL University Vienna, Webster Vienna
- 21 Fachhochschulen – z. B. FH Wien, FH Campus Wien, FH JOANNEUM, FH Salzburg, FH Vorarlberg
- 14 Pädagogische Hochschulen für Lehrer:innenbildung
- 3 Spezialhochschulen – Akademie der bildenden Künste Wien, Universität für angewandte Kunst Wien, mdw
Spitzenuniversität in Forschung & Lehre ist die Universität Wien (~90.000 Studierende, älteste Universität im deutschsprachigen Raum). Alle Studiengänge sind über die studienwahl.at der OeAD recherchierbar.
Hochschulen in der Schweiz
Die Schweizer Hochschullandschaft ist trinational geprägt (Deutsch, Französisch, Italienisch) und im internationalen Vergleich auf Spitzenniveau – ~50 Hochschulen mit ca. 270.000 Studierenden (BFS 2024). Studiengebühren liegen meist zwischen 1.000–2.000 CHF pro Semester (Ausnahme: USI Lugano höher).
- 10 kantonale Universitäten – Basel, Bern, Freiburg/Fribourg, Genf, Lausanne, Luzern, Neuenburg/Neuchâtel, St. Gallen (HSG), USI Lugano, Zürich
- 2 ETH (Eidgenössische Technische Hochschulen) – ETH Zürich und EPFL Lausanne (Bundeszuständigkeit, Spitzenforschung)
- 9 Fachhochschulen – z. B. ZHAW, BFH, FHNW, HES-SO, OST, FHGR, SUPSI
- ~20 Pädagogische Hochschulen für Lehrer:innenbildung in den Kantonen
- Privathochschulen nur ergänzend (z. B. Franklin University Switzerland, EHL Lausanne)
Die ETH Zürich ist die führende Universität im DACH-Raum (QS World 2025: Platz 7) und gehört konstant zu den globalen Top-10. Die EPFL Lausanne ist die französischsprachige Schwester-ETH. Übersicht aller Studiengänge: swissuniversities.ch.
Top-Universitäten DACH (Rankings 2024/25)
| Universität | Land / Region | QS World 2025 | THE 2025 |
|---|---|---|---|
| ETH Zürich | 🇨🇭 Schweiz / Zürich | 7 | 11 |
| EPFL Lausanne | 🇨🇭 Schweiz / Waadt | 26 | 33 |
| TU München (TUM) | 🇩🇪 Deutschland / Bayern | 28 | 26 |
| LMU München | 🇩🇪 Deutschland / Bayern | 59 | 38 |
| Universität Zürich | 🇨🇭 Schweiz / Zürich | 92 | 80 |
| Universität Heidelberg | 🇩🇪 Deutschland / BW | 84 | 47 |
| FU Berlin | 🇩🇪 Deutschland / Berlin | 98 | 76 |
| RWTH Aachen | 🇩🇪 Deutschland / NRW | 99 | 99 |
| Humboldt-Universität Berlin | 🇩🇪 Deutschland / Berlin | 120 | 87 |
| KIT Karlsruhe | 🇩🇪 Deutschland / BW | 119 | 114 |
| Universität Genf | 🇨🇭 Schweiz / Genf | 125 | 155 |
| Universität Wien | 🇦🇹 Österreich / Wien | 137 | 119 |
| Universität Bern | 🇨🇭 Schweiz / Bern | 142 | 114 |
| Universität Lausanne | 🇨🇭 Schweiz / Waadt | 200 | 182 |
| Universität Basel | 🇨🇭 Schweiz / Basel-Stadt | 125 | 93 |
| Universität Tübingen | 🇩🇪 Deutschland / BW | 213 | 95 |
| Universität Innsbruck | 🇦🇹 Österreich / Tirol | 336 | 201–250 |
| TU Wien | 🇦🇹 Österreich / Wien | 192 | 401–500 |
Quellen: QS World University Rankings, Times Higher Education. Die ETH Zürich liegt traditionell in der globalen Top-10 und ist die führende Universität im DACH-Raum.
Spitzenförderung im DACH-Raum
Deutschland – Exzellenzstrategie: Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern fördert seit 2019 elf Universitäten als „Exzellenzuniversitäten" (ab 2026 mit erweiterter Förderlinie):
- RWTH Aachen, FU Berlin, HU Berlin, Charité, Universität Bonn, TU Dresden, Universität Hamburg, Universität Heidelberg, Universität Konstanz, KIT Karlsruhe, LMU München, TU München, Universität Tübingen
Förderhöhe: bis zu 15 Mio. € pro Jahr und Universität für sieben Jahre (Quelle: DFG).
Österreich – excellent=austria: Der FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) fördert seit 2023 fünf Cluster of Excellence in Quantenphysik, Mikrobiom-Forschung, Materialien für die Energiewende, Mensch-Maschine-Interaktion und Eurasian Transformations.
Schweiz – ETH-Bereich & SNF: Die ETH Zürich und EPFL Lausanne bilden zusammen mit den vier Forschungsanstalten PSI, Empa, Eawag und WSL den ETH-Bereich (Bundesfinanzierung). Forschungsförderung läuft über den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einem Jahresbudget von ~1,2 Mrd. CHF.
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Zum KI-DetektorAkkreditierung & Qualitätssicherung in DACH
Deutschland: zentral der Akkreditierungsrat über externe Agenturen wie ZEvA (Hannover), ASIIN (Düsseldorf, technisch-naturwissenschaftlich), FIBAA (Wirtschaft, Recht, Sozialwissenschaften), AHPGS (Pädagogik & Gesundheit), ACQUIN (Bayreuth), evalag (Mannheim).
Österreich: Akkreditierung über AQ Austria (Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria) – zuständig für Privatuniversitäten und Fachhochschulen.
Schweiz: akkreditiert wird durch die AAQ (Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung) im Auftrag des Schweizerischen Akkreditierungsrates.
Alle drei Stellen sind im European Quality Assurance Register (EQAR) gelistet, sodass Abschlüsse europaweit anerkannt werden.
Internationale Hochschulrankings
- Times Higher Education (THE) World University Rankings
- QS World University Rankings
- Academic Ranking of World Universities (Shanghai-Ranking / ARWU)
- CHE Hochschulranking – Fachgenau, deutscher Sprachraum
Auswahlverfahren & Zugang in DACH
Deutschland:
- Numerus Clausus (NC): Zulassungsbeschränkung in stark nachgefragten Studiengängen
- Auswahlverfahren der Hochschule (AdH): hochschuleigene Kriterien (Note, Test, Motivation)
- TestAS (internationale Studierende), TMS (Medizin), SAT / GRE bei einigen Studiengängen
- Bundesweite Vergabe (Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie) über hochschulstart.de
Österreich:
- Großteil der Studiengänge offen (Open Access) – Voraussetzung: Matura/Abitur oder Studienberechtigungsprüfung
- Aufnahmeverfahren in Medizin (MedAT), Psychologie, Publizistik, Wirtschaft (Wien) und an FHs
- Anmeldung über oead.at/studieren
Schweiz:
- Zulassungsfreie Universitätsstudien (Voraussetzung: gymnasiale Matura oder eidg. Berufsmaturität)
- Eignungstest Medizin (EMS) – zentral für alle CH-Universitäten
- Eignungsabklärungen an ETH/EPFL für ausländische Bewerber:innen
- Anmeldung & Infos: swissuniversities.ch
Externe Ressourcen zu Hochschulen in DACH
🇩🇪 Deutschland:
- hochschulkompass.de – HRK-Datenbank aller Hochschulen & Studiengänge
- hrk.de – Hochschulrektorenkonferenz
- dfg.de – Deutsche Forschungsgemeinschaft
- akkreditierungsrat.de – Akkreditierungsstellen
- studienwahl.de – BMBF-Studienorientierung
- daad.de – DAAD: internationale Hochschulen & Stipendien
🇦🇹 Österreich:
- studienwahl.at – Studienangebot aller österreichischen Hochschulen
- oead.at/studieren – offizielle OeAD-Plattform für Studienbeginn
- uniko.ac.at – Universitätenkonferenz Österreich
- fhk.ac.at – Fachhochschulkonferenz
- oead.at – Österreichische Agentur für Bildung und Internationalisierung
- fwf.ac.at – FWF: Wissenschaftsfonds
🇨🇭 Schweiz:
- swissuniversities.ch – Dachverband aller Schweizer Hochschulen
- snf.ch – Schweizerischer Nationalfonds (SNF)
- aaq.ch – Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung
- studyinswitzerland.plus – Plattform für internationale Studierende
- movetia.ch – nationale Agentur für Austausch & Mobilität
- ethrat.ch – ETH-Rat (ETH-Bereich: ETH Zürich, EPFL, PSI, Empa, Eawag, WSL)
Häufige Fragen zu Hochschulen & Universitäten
Was ist der Unterschied zwischen Universität und Fachhochschule?+
Universitäten sind forschungsorientiert und verleihen das volle Promotionsrecht. Fachhochschulen / HAWs sind anwendungsorientiert mit Pflichtpraktika und enger Industriebindung. Bachelor- und Master-Abschlüsse beider Typen sind gleichwertig.
Wie viele Universitäten gibt es im DACH-Raum?+
In Deutschland gibt es etwa 109 Universitäten (rund 423 Hochschulen insgesamt), in Österreich 22 öffentliche und 16 Privatuniversitäten (75 Hochschulen insgesamt), in der Schweiz 12 Universitäten inkl. ETH und EPFL (50 Hochschulen insgesamt). DACH-weit also rund 159 Universitäten und über 600 Hochschulen.
Welche Universität ist die beste im DACH-Raum?+
Im internationalen Vergleich (QS, THE) liegt die ETH Zürich in der globalen Top-10 und damit deutlich an der Spitze von DACH. Es folgen die EPFL Lausanne, TU München, LMU München, Universität Heidelberg und Universität Wien. Welche Hochschule am besten passt, hängt aber stark vom Studienfach ab – das CHE Hochschulranking (deutscher Sprachraum) liefert fachgenaue Vergleiche.
Was sind Exzellenzuniversitäten?+
Elf Universitäten erhalten im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern langfristige Sonderförderung für ihre Forschung – darunter die Charité Berlin, TUM, LMU, Heidelberg, RWTH Aachen und KIT.
Sind private Hochschulen in Deutschland anerkannt?+
Staatlich anerkannte private Hochschulen (z. B. WHU Vallendar, EBS Wiesbaden, IU Internationale Hochschule, FOM, Frankfurt School) verleihen vollwertige akademische Abschlüsse. Voraussetzung ist die Akkreditierung durch den Akkreditierungsrat.
Was kostet ein Studium an einer Privathochschule?+
Privathochschulen verlangen typischerweise 5.000–15.000 € pro Jahr. Spitzenreiter sind WHU, EBS und Bucerius Law School mit teilweise 20.000 € / Jahr und mehr.
Was ist die Hochschulrektorenkonferenz (HRK)?+
Die HRK ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Sie betreibt u. a. den hochschulkompass.de und vertritt die Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
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