Website-Relaunch: alle Texte vor dem Livegang prüfen
Von der Navigation bis zur Fehlerseite nichts übersehen
Ein Relaunch ist der Moment, in dem sich Textfehler multiplizieren: Inhalte werden migriert, gekürzt, neu strukturiert, und niemand liest die Seite am Ende vollständig. Die Fehler stehen dabei selten im Haupttext. Sie stehen in den Rändern, und die gehören im Projekt niemandem.
Die Ränder gehören niemandem
Bei einem Relaunch verteilt sich Verantwortung: Die Agentur setzt um, das Unternehmen liefert Inhalte, das Marketing prüft die Startseite. Für Navigationslabels, Button-Texte, Formularhinweise, Bestätigungsseiten und Systemmeldungen ist niemand ausdrücklich zuständig.
Genau dort finden wir die meisten Fehler: Platzhaltertexte aus dem Layout, die auf Unterseiten stehen geblieben sind. Formularhinweise, die aus der alten Website übernommen wurden und auf Felder verweisen, die es nicht mehr gibt. Fehlerseiten, die den Namen des Vorgängerprojekts tragen.
Nach dem Livegang findet diese Stellen die Kundschaft, und sie meldet sie selten. Sie klickt weg.

Was wir vollständig durchgehen
- alle Seiten, auch selten aufgerufene Unterseiten und Archivinhalte
- Navigationslabels im Abgleich mit den jeweiligen Seitenüberschriften
- Buttons, Formularhinweise, Feldbeschriftungen und Fehlermeldungen
- Seitentitel und Beschreibungstexte für Suchmaschinen
- Bestätigungsseiten, automatische E-Mails und die Fehlerseite
- Rechtstexte auf Vollständigkeit der erkennbaren Bestandteile
Der Abgleich zwischen Navigationslabel und Seitenüberschrift lohnt besonders: Wenn der Menüpunkt „Leistungen“ heißt und die Seite mit „Unser Angebot“ überschrieben ist, wirkt das für Besuchende wie ein falscher Klick. Dasselbe gilt für Buttons, die je nach Seite „Anfragen“, „Kontakt aufnehmen“ oder „Jetzt starten“ heißen, obwohl dahinter dasselbe Formular liegt.
Ebenfalls regelmäßig übersehen: die Texte, die erst nach einer Handlung erscheinen. Bestätigungsseite nach dem Absenden, automatische Eingangsbestätigung per E-Mail, Hinweis bei einem leeren Suchergebnis. Sie werden im Abnahmetermin nicht angesehen, weil dort niemand ein Formular absendet, und stehen danach oft jahrelang unbemerkt falsch auf der Seite.
Ablauf und Lieferform
Sie geben uns Zugang zur Staging-Umgebung oder liefern einen Export der Inhalte. Einen Zugang zum Redaktionssystem brauchen wir nicht.
Zurück kommt eine strukturierte Liste mit URL, Fundstelle und Korrekturvorschlag, sortiert nach Seite. Damit lässt sich die Umsetzung direkt abarbeiten, ohne im Text nach der gemeinten Stelle zu suchen. Auf Wunsch prüfen wir nach dem Livegang eine zweite Runde zu reduziertem Umfang, weil bei der Umsetzung erfahrungsgemäß neue Fehler entstehen.

Migrierte Inhalte sind der zweite Problemherd
Beim Umzug alter Inhalte in ein neues System entstehen Fehler, die es vorher nicht gab. Umlaute und Anführungszeichen brechen, weil Quell- und Zielsystem unterschiedlich kodieren. Zeilenumbrüche aus dem alten Layout stehen mitten im Satz. Aufzählungen verlieren ihre Struktur und werden zu einem Absatz.
Solche Schäden fallen bei einer Stichprobe auf der Startseite nicht auf, weil sie sich auf die Tiefe der Seite verteilen. Wir gehen deshalb alle migrierten Inhalte durch, nicht nur die neu geschriebenen, und melden Kodierungsfehler gesondert, weil sie sich meist gesammelt und automatisiert beheben lassen.
Konditionen für Relaunch-Projekte
Abgerechnet wird über ein kostenloses Geschäftskonto: Korrektorat ab 1,90 €, Lektorat ab 4,90 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Ein Relaunch erreicht schnell mehrere hundert Normseiten, sodass die Staffel greift: ab 250 Seiten sieben Prozent, ab 500 Seiten neun Prozent im Korrektorat.
Wir prüfen keine technische Funktion und geben keine rechtliche Auskunft zu Impressum oder Datenschutzerklärung. Wir melden, wenn erkennbare Bestandteile fehlen, ersetzen aber keine Rechtsberatung.
Weiterführend: B2B-Konditionen, Produkttexte prüfen und Lektorat für Agenturen.