Website-Relaunch: alle Texte vor dem Livegang prüfen

Von der Navigation bis zur Fehlerseite nichts übersehen

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 28. Juli 2026 · zur Akademie

Ein Relaunch ist der Moment, in dem sich Textfehler multiplizieren: Inhalte werden migriert, gekürzt, neu strukturiert, und niemand liest die Seite am Ende vollständig. Die Fehler stehen dabei selten im Haupttext. Sie stehen in den Rändern, und die gehören im Projekt niemandem.

Die Ränder gehören niemandem

Bei einem Relaunch verteilt sich Verantwortung: Die Agentur setzt um, das Unternehmen liefert Inhalte, das Marketing prüft die Startseite. Für Navigationslabels, Button-Texte, Formularhinweise, Bestätigungsseiten und Systemmeldungen ist niemand ausdrücklich zuständig.

Genau dort finden wir die meisten Fehler: Platzhaltertexte aus dem Layout, die auf Unterseiten stehen geblieben sind. Formularhinweise, die aus der alten Website übernommen wurden und auf Felder verweisen, die es nicht mehr gibt. Fehlerseiten, die den Namen des Vorgängerprojekts tragen.

Nach dem Livegang findet diese Stellen die Kundschaft, und sie meldet sie selten. Sie klickt weg.

Website-Relaunch: typische Fundstellen
Website-Relaunch: alle Texte vor dem Livegang prüfen im Überblick.

Was wir vollständig durchgehen

  • alle Seiten, auch selten aufgerufene Unterseiten und Archivinhalte
  • Navigationslabels im Abgleich mit den jeweiligen Seitenüberschriften
  • Buttons, Formularhinweise, Feldbeschriftungen und Fehlermeldungen
  • Seitentitel und Beschreibungstexte für Suchmaschinen
  • Bestätigungsseiten, automatische E-Mails und die Fehlerseite
  • Rechtstexte auf Vollständigkeit der erkennbaren Bestandteile

Der Abgleich zwischen Navigationslabel und Seitenüberschrift lohnt besonders: Wenn der Menüpunkt „Leistungen“ heißt und die Seite mit „Unser Angebot“ überschrieben ist, wirkt das für Besuchende wie ein falscher Klick. Dasselbe gilt für Buttons, die je nach Seite „Anfragen“, „Kontakt aufnehmen“ oder „Jetzt starten“ heißen, obwohl dahinter dasselbe Formular liegt.

Ebenfalls regelmäßig übersehen: die Texte, die erst nach einer Handlung erscheinen. Bestätigungsseite nach dem Absenden, automatische Eingangsbestätigung per E-Mail, Hinweis bei einem leeren Suchergebnis. Sie werden im Abnahmetermin nicht angesehen, weil dort niemand ein Formular absendet, und stehen danach oft jahrelang unbemerkt falsch auf der Seite.

Ablauf und Lieferform

Sie geben uns Zugang zur Staging-Umgebung oder liefern einen Export der Inhalte. Einen Zugang zum Redaktionssystem brauchen wir nicht.

Zurück kommt eine strukturierte Liste mit URL, Fundstelle und Korrekturvorschlag, sortiert nach Seite. Damit lässt sich die Umsetzung direkt abarbeiten, ohne im Text nach der gemeinten Stelle zu suchen. Auf Wunsch prüfen wir nach dem Livegang eine zweite Runde zu reduziertem Umfang, weil bei der Umsetzung erfahrungsgemäß neue Fehler entstehen.

Website-Relaunch: Reihenfolge der Prüfung

Migrierte Inhalte sind der zweite Problemherd

Beim Umzug alter Inhalte in ein neues System entstehen Fehler, die es vorher nicht gab. Umlaute und Anführungszeichen brechen, weil Quell- und Zielsystem unterschiedlich kodieren. Zeilenumbrüche aus dem alten Layout stehen mitten im Satz. Aufzählungen verlieren ihre Struktur und werden zu einem Absatz.

Solche Schäden fallen bei einer Stichprobe auf der Startseite nicht auf, weil sie sich auf die Tiefe der Seite verteilen. Wir gehen deshalb alle migrierten Inhalte durch, nicht nur die neu geschriebenen, und melden Kodierungsfehler gesondert, weil sie sich meist gesammelt und automatisiert beheben lassen.

Konditionen für Relaunch-Projekte

Abgerechnet wird über ein kostenloses Geschäftskonto: Korrektorat ab 1,90 €, Lektorat ab 4,90 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen. Ein Relaunch erreicht schnell mehrere hundert Normseiten, sodass die Staffel greift: ab 250 Seiten sieben Prozent, ab 500 Seiten neun Prozent im Korrektorat.

Wir prüfen keine technische Funktion und geben keine rechtliche Auskunft zu Impressum oder Datenschutzerklärung. Wir melden, wenn erkennbare Bestandteile fehlen, ersetzen aber keine Rechtsberatung.

Weiterführend: B2B-Konditionen, Produkttexte prüfen und Lektorat für Agenturen.

Relaunch steht kurz bevor? Fordern Sie ein Angebot für die Textprüfung an.

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Häufige Fragen zum Relaunch

Brauchen Sie Zugang zum System?

Nicht zwingend. Ein Zugang zur Staging-Umgebung beschleunigt die Arbeit, ein Export der Inhalte genügt aber auch. Zugang zum Redaktionssystem brauchen wir nicht.

Prüfen Sie auch Seitentitel und Beschreibungen?

Ja. Titel und Beschreibungstexte gehören zu den am häufigsten fehlerhaften Elementen, weil sie oft zuletzt und nebenbei entstehen.

Wie liefern Sie die Ergebnisse?

Als Liste mit URL, Fundstelle und Vorschlag, sortiert nach Seite. Damit lässt sich die Umsetzung direkt abarbeiten.

Lohnt sich eine zweite Runde nach dem Livegang?

Häufig ja, weil bei der Umsetzung neue Fehler entstehen. Diese Nachprüfung bieten wir zu reduziertem Umfang an.

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