Studiengänge: alle Fächer und die Wahl des richtigen Studiums

Fachspezifische Anforderungen statt allgemeiner Schreibtipps

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 5. August 2026 · zur Akademie

Was in einer Bachelorarbeit gut ist, entscheidet dein Fach. Eine Germanistik-Arbeit wird an der Belegdichte gemessen, eine Physik-Arbeit an der Fehlerrechnung, eine Pflege-Arbeit an der Fallanalyse. Diese Übersicht führt zu den Fach-Hubs mit den jeweils geltenden Konventionen und zu den Seiten, die bei der Studienwahl helfen.

Sprach- und Geisteswissenschaften

Sprach- und geisteswissenschaftliche Arbeiten leben von der Auseinandersetzung mit Texten. Bewertet wird weniger, ob du das richtige Ergebnis hast, sondern ob deine Deutung am Material belegt ist. Entsprechend streng sind die Anforderungen an Zitate, Belegstellen und die saubere Trennung zwischen Referat und eigener Argumentation.

Sozial- und Bildungswissenschaften

In den Sozial- und Bildungswissenschaften mischen sich Theorie und Praxis. Fast jede Arbeit verbindet einen theoretischen Rahmen mit eigenen Beobachtungen, Interviews oder Praxisberichten. Die häufigste Schwachstelle ist der Übergang zwischen beidem: Theorie und Empirie stehen nebeneinander, statt aufeinander bezogen zu sein.

Natur-, Lebens- und Gesundheitswissenschaften

Naturwissenschaftliche und medizinische Fächer schreiben knapper und formalisierter. Der Text folgt oft strikt dem Aufbau Einleitung, Material und Methoden, Ergebnisse, Diskussion. Sprachlich fällt hier vor allem auf, wenn Zeitformen springen oder wenn in den Ergebnissen schon interpretiert wird, was erst in die Diskussion gehört.

Technik, Wirtschaft und Informatik

Technische und wirtschaftliche Fächer arbeiten mit Modellen, Kennzahlen und Code. Der typische Fehler ist nicht sprachlich, sondern strukturell: Ein Modell wird angewendet, ohne dass begründet wird, warum gerade dieses. Dazu kommen uneinheitliche Fachbegriffe, sobald englische und deutsche Terminologie gemischt werden.

Studienwahl und Orientierung

Wenn die Fachwahl noch offen ist oder du über einen Wechsel nachdenkst, helfen diese Seiten bei der Einordnung. Sie ersetzen keine Studienberatung, geben aber die Kriterien an die Hand, nach denen sich Studiengänge sinnvoll vergleichen lassen.

Wenn dein Thema zwischen zwei Fächern liegt

Immer mehr Arbeiten sitzen zwischen den Stühlen: eine Studie zu digitaler Lehre gehört halb in die Pädagogik und halb in die Informatik, eine Analyse von Gesundheitskommunikation halb in die Pflege und halb in die Sprachwissenschaft. Bewertet wird sie trotzdem von einem Lehrstuhl, und der erwartet seine Konventionen.

Die praktische Regel lautet deshalb: Die Zitierweise und der Aufbau richten sich nach dem Fach, in dem du eingeschrieben bist und das die Note vergibt. Das zweite Fach steuert Literatur und Fachbegriffe bei, nicht die Form. Wer beide Formate mischt, produziert genau die Uneinheitlichkeit, die in Gutachten zuerst auffällt.

Bei der Fachterminologie lohnt sich eine kurze Liste am Textrand: Welcher Begriff wird in welcher Bedeutung verwendet, wenn beide Disziplinen dasselbe Wort unterschiedlich benutzen. Modell, Evaluation und Intervention meinen in der Informatik etwas anderes als in der Pädagogik. Genau solche Doppelbelegungen markieren wir im Lektorat, statt sie stillschweigend zu vereinheitlichen.

Was Fächer beim Schreiben wirklich unterscheidet

Die Unterschiede zwischen den Fächern betreffen vor allem drei Dinge. Erstens die Belegkultur: In den Geisteswissenschaften wird nahezu jede Aussage belegt, in technischen Fächern reicht oft ein Verweis auf die Norm oder die Bibliothek. Zweitens die Zitierweise: Deutsche Fußnotenzitation, APA und IEEE führen zu völlig unterschiedlichen Textbildern, und Mischformen fallen sofort auf.

Drittens die Rolle der eigenen Stimme. In einer Interpretation ist die eigene Deutung das Ziel, in einem Laborbericht stört sie. Wer aus der Schule kommt, überträgt oft den essayistischen Ton in ein Fach, das nüchterne Protokolle erwartet, oder umgekehrt.

Für das Lektorat heißt das: Wir korrigieren nicht gegen eine allgemeine Norm, sondern gegen die Konvention deines Fachs. Deshalb ist die Angabe des Studiengangs bei der Bestellung mehr als Statistik, sie entscheidet darüber, wer den Text bearbeitet.

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Häufige Fragen

Mein Fach hat keinen eigenen Hub. Und jetzt?

Die Hubs gibt es für die Fächer, zu denen wir genug fachspezifische Inhalte haben. Für alle anderen gelten die allgemeinen Seiten zum wissenschaftlichen Arbeiten in der Akademie, und lektorieren tun wir ohnehin jedes Fach.

Bearbeitet jemand mit Fachkenntnis meine Arbeit?

Wir teilen nach Fachgebiet zu. Eine juristische Arbeit geht an jemanden, der die Zitierweise kennt, eine statistische an jemanden, der mit SPSS-Ausgaben umgehen kann.

Unterscheiden sich die Preise je nach Fach?

Nein. Abgerechnet wird nach Normseiten zu 1.800 Zeichen und nach der gewählten Leistung, nicht nach Fachgebiet.

Helfen die Fach-Hubs auch bei einer Hausarbeit?

Ja. Die Konventionen zu Aufbau, Zitierweise und Fachsprache gelten unabhängig von der Textlänge, nur der Umfang der Literaturarbeit unterscheidet sich.

Was fasst „Studiengänge: alle Fächer und die Wahl des richtigen Studiums“ zusammen?

In „Studiengänge: alle Fächer und die Wahl des richtigen Studiums“ werden die zentralen Punkte gebündelt.

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