Journalismus studieren und das Fach richtig einordnen
Journalismus studieren
Ein Journalismusstudium verbindet journalistische Praxis, Publizistik und die wissenschaftliche Untersuchung des Journalismus. Mit „Journalismus studieren“ ist dieser Studienbereich gemeint. Hier erfährst du, was das Fach ausmacht, welche Voraussetzungen hilfreich sind und wie du weitermachst.
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Das Studium des Journalismus plus sieben Prüfpunkte für den Fächervergleich: Module, Methoden, Zugang, Praxis, Prüfungsformen, Berufsbilder, Anschluss. Ein Raster zum Ausfüllen gehört dazu, belastbare Quellen ebenfalls, und am Ende die Denkfehler vor der Wahl.
Journalismus studieren fachlich einordnen
Journalismus studieren lässt sich fachlich dem Studienbereich Journalistik, Publizistik zuordnen. Die Journalistik untersucht wissenschaftlich verschiedene Aspekte von Veröffentlichungen in Medien; der Studienbereich steht in enger Beziehung zur Publizistik und gehört zur Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften. Journalistische Arbeit behandelt dabei Information, Aufklärung und die Bildung der öffentlichen Meinung.
Ein Studium in diesem Bereich besteht daher nicht nur aus dem Verfassen journalistischer Beiträge. Es verbindet die wissenschaftliche Untersuchung des Journalismus mit Themen der Publizistik. Diese befasst sich mit Massenmedien wie Radio, Fernsehen, Magazinen und Zeitungen. Dazu kommen der Aufbau von Reportagen, die Darstellung einer Radioproduktion sowie Veröffentlichungen von Schriftstellern und Autoren.
Dieser Ratgeber hilft dir, wenn du den Studienbereich verstehen und deine Studienentscheidung mit seinen Merkmalen abgleichen möchtest. Für weitere Studium-Tipps findest du anschließend passende Orientierungshilfen. Wenn du verschiedene Studiengänge vergleichst, lies die Beschreibung des jeweiligen Angebots noch einmal genau.
Für eine konkrete Entscheidung hilft dir diese fachliche Einordnung allein nicht weiter: Zulassung, Kosten, Fristen und die Studienstruktur vor Ort stehen hier nicht drin. Dafür siehst du, welche Berufswege offenstehen, etwa in Redaktionen, Produktionsfirmen, Presseagenturen, Medienmanagement, Marktforschung, Verlagsmarketing, PR sowie Forschung und Lehre. Konkrete Anforderungen des jeweiligen Angebots findest du ausschließlich in dessen offiziellen Unterlagen.

Voraussetzungen und offene Fragen
Wenn dich Journalistik interessiert, helfen dir diese Voraussetzungen und Anknüpfungspunkte: eine gute Allgemeinbildung und Interesse an gesellschaftspolitischen Themen, außerdem einwandfreie Rechtschreibung, ein gutes Sprachgefühl und gute Kommunikationsfähigkeit. Für Publizistik kommen großes Interesse an Sprachen und an der Vermittlung von Geschichten dazu.
- Überlege, ob du dich mit gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen möchtest.
- Prüfe deine Rechtschreibung und dein Sprachgefühl anhand einer eigenen kurzen Schreibprobe.
- Ordne deine Kommunikationsfähigkeit selbst ein, ohne daraus eine Zulassungsentscheidung abzuleiten.
- Prüfe dein Interesse an Sprachen und an der Vermittlung von Geschichten.
- Prüfe, ob dich Internet und Fernsehen thematisch ansprechen, denn eine Affinität dazu gilt als Vorteil.
- Prüfe dein Interesse an empirischer Forschung und Statistik, denn Datenerhebung und -analyse gehören zu den Fächern. Ob diese Inhalte im konkreten Studiengang vorkommen, zeigt das Modulhandbuch.
- Verwende Noten aus Mathematik und Informatik nur als möglichen Anhaltspunkt, nicht als allgemeines Auswahlkriterium.
- Prüfe in den offiziellen Unterlagen des konkreten Studienangebots, ob ein Sprachniveau B1 in Englisch verlangt wird.
Frag deshalb bei der zuständigen Stelle nach, die du aus den offiziellen Unterlagen erfährst. Zur persönlichen Einordnung kannst du eine Studienberatung nutzen. Wenn du Hochschulen und Universitäten vergleichst, prüfe jede Information am jeweiligen Angebot und übertrage die Angaben nicht automatisch auf andere Einrichtungen.
Ob Universität oder Fachhochschule besser zu dir passt, lässt sich hier nicht entscheiden. Ermittle die fachliche Ausrichtung des ausgewählten Angebots aus dessen offiziellen Informationen. Ein Studienorientierungstest ist ein zusätzlicher Orientierungspunkt, ersetzt aber nicht den Blick in die Studienbeschreibung.
Schritt für Schritt: Begriff, Merkmale, Anwendung
- Begriff klären: Notiere zuerst, dass der Studienbereich Journalistik und Publizistik heißt und in enger Beziehung zur Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften steht.
- Wissenschaftlichen Schwerpunkt bestimmen: Halte fest, dass die wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens Journalismus im Mittelpunkt steht. Journalismus studieren ist also nicht nur praktisches Schreiben.
- Journalistische Arbeit einordnen: Beziehe die theoretischen Hintergründe ein und halte fest, dass journalistische Arbeit Information, Aufklärung und die Bildung der öffentlichen Meinung behandelt.
- Publizistik abgrenzen: Publizistik vermittelt Wissen, um die Massenmedien Radio, Fernsehen, Magazine und Zeitungen zu verstehen. Ergänze die Beispiele zum Aufbau von Reportagen, zur Darstellung einer Radioproduktion und zu Veröffentlichungen von Schriftstellern und Autoren. So hältst du die publizistischen Merkmale getrennt vom wissenschaftlichen Schwerpunkt fest.
- Eigene Ausgangslage prüfen: Vergleiche deine Interessen mit diesen Punkten: Allgemeinbildung, gesellschaftspolitische Themen, Rechtschreibung, Sprachgefühl, Kommunikation, Sprachen, Geschichten, Internet, Fernsehen, empirische Forschung und Statistik. Das ergibt eine persönliche Liste, aber keine Zulassungsentscheidung.
- Studienangebot nachlesen: Wenn du einen Studiengang wählen möchtest, ermittle die konkreten Inhalte aus den offiziellen Angebotsunterlagen. Lies dafür das Modulhandbuch und die Prüfungsordnung. Prüfe außerdem, wie das ECTS-System im jeweiligen Angebot beschrieben wird. So stützt sich deine Entscheidung auf die konkrete Studienbeschreibung und nicht nur auf die allgemeine Fachzuordnung.
- Formale Punkte getrennt halten: Prüfe Numerus Clausus sowie Immatrikulation und Rückmeldung ausschließlich in den offiziellen Unterlagen des konkreten Angebots. Fachliche Einordnung und formale Prüfung bleiben so getrennt.
- Ein kurzes Beispiel anwenden: Angenommen, du interessierst dich für Reportagen, gesellschaftspolitische Themen und Statistik. Ordne zuerst den Studienbereich Journalistik und Publizistik ein, markiere den wissenschaftlichen Schwerpunkt und gleiche deine Interessen mit den genannten Voraussetzungen ab. So bekommst du eine konkrete Anwendung, ohne zusätzliche Anforderungen zu erfinden.
Für die Organisation des Studienstarts kannst du Erstsemester-Tipps prüfen. Finanzielle Fragen behandelst du getrennt und ziehst dafür Informationen zu Stipendium im Studium sowie einen Studienkredit-Vergleich aus den jeweils zuständigen offiziellen Stellen heran.
Was du selbst klären musst
Historische Phasen oder zeitliche Einordnungen gehören nicht zur Fachbeschreibung. Solche Schlussfolgerungen solltest du nicht allein aus dem Ausdruck Journalismus studieren ziehen.
Radio, Fernsehen, Magazin und Zeitung stammen aus dem Bereich der Publizistik. Daraus folgt keine Rangfolge, keine Vollständigkeit und keine Aussage zur aktuellen Bedeutung. Auch Reportagen, Radioproduktion und Veröffentlichungen von Schriftstellern und Autoren werden dadurch nicht zu zusätzlichen Studienpflichten.
Die genannten Voraussetzungen und Vorteile ersetzen keine vollständige Zulassungsordnung. Konkrete Angaben zu Numerus Clausus, Einschreibe- oder Rückmeldefristen, Kosten, Rechtsansprüchen oder Rechtsfolgen findest du in den offiziellen Unterlagen des jeweiligen Angebots. Frag dort auch nach der zuständigen Stelle, wenn ein Punkt nicht eindeutig ist.
Auch die Angabe B1 in Englisch gilt nicht überall. Prüfe, ob sie im konkreten Angebot ausdrücklich genannt wird. Schulnoten in Mathematik und Informatik sind eine mögliche Orientierung, aber keine zusätzliche Pflicht und keine Aussage über deine persönliche Eignung.
Wenn du Hochschulen und Universitäten oder Studiengänge vergleichst, übertrage keine lokale Studienstruktur auf andere Angebote. Prüfe jedes Angebot separat. Auch ob Universität oder Fachhochschule besser passt, lässt sich so nicht ableiten. Maßgeblich bleibt die Beschreibung des ausgewählten Angebots.

Zum Schluss: Definition und Unterlagen prüfen
Bevor du entscheidest, sollte dein Begriffsverständnis klar sein: Journalismus studieren gehört zum Studienbereich Journalistik, Publizistik, der in enger Beziehung zur Publizistik und zur Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften steht. Im Mittelpunkt bleibt die wissenschaftliche Untersuchung des Phänomens Journalismus.
- Ist der Fachkontext Journalistik und Publizistik klar?
- Ist der wissenschaftliche Schwerpunkt des Journalismus klar?
- Sind Information, Aufklärung und die Bildung der öffentlichen Meinung als Aufgabe journalistischer Arbeit eingeordnet?
- Sind die publizistischen Merkmale zu Massenmedien, Reportagen und Radioproduktion vom wissenschaftlichen Schwerpunkt getrennt?
- Prüfst du die genannten Ausgangspunkte wie Allgemeinbildung, gesellschaftspolitisches Interesse, Rechtschreibung, Sprachgefühl, Kommunikation, Sprachen sowie dein Interesse an empirischer Forschung und Statistik?
- Hast du das Beispiel angewendet, ohne eigene Zahlen, Fristen, Rechtsfolgen oder zusätzliche Voraussetzungen zu erfinden?
- Liegen aktuelle Angaben zum Modulhandbuch, zur Prüfungsordnung und zum ECTS-System des ausgewählten Studienangebots vor?
- Stammen Angaben zu Immatrikulation und Rückmeldung sowie zum Numerus Clausus direkt aus amtlichen Dokumenten?
Wenn eine Antwort fehlt, rate nicht. Frag bei der zuständigen Stelle nach, die du aus den offiziellen Unterlagen erfährst. Für die weitere Orientierung kannst du Studienberatung, Studiengang wählen und Studienorientierungstest getrennt betrachten. So bleiben Definition, zentrale Merkmale, Anwendung und Abgrenzung voneinander getrennt.
Quellen und Stand
- Journalistik, Publizistik studieren in Deutschland: Hochschulkompass: www.hochschulkompass.de (abgerufen am 2026-09-29)
- Studienbereiche kennenlernen: Hochschulkompass: www.hochschulkompass.de (abgerufen am 2026-09-29)
Das Thema „Journalismus studieren und das Fach richtig einordnen“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.