Abendstudium und Fernstudium – Anbieter und Vergleich
Abend- & Fernstudium – flexibel studieren neben dem Beruf
Abendstudium und Fernstudium sind die beiden Hauptmodelle, um neben dem Beruf zu studieren. Beide ermöglichen flexible Zeiten, haben aber Unterschiede in Präsenzanteilen, Anbietern und Kosten. Dieser Beitrag erklärt die Modelle, vergleicht die wichtigsten Anbieter und zeigt, worauf bei der Wahl zu achten ist.
Abendstudium
Beim Abendstudium besuchst du Vorlesungen und Seminare abends (typischerweise 18–22 Uhr) oder am Wochenende. Du bist regelmäßig in der Hochschule. Vorteile: persönlicher Kontakt zu Dozierenden und Kommilitonen, klare Zeitstruktur. Nachteile: Anfahrtszeiten, weniger Flexibilität bei beruflichen Terminen.
Fernstudium
Im Fernstudium lernst du selbstständig mit Studienheften, Online-Kursen, Webinaren. Präsenzphasen gibt es nur wenige (Klausurtermine, Workshops). Vorteile: maximale Flexibilität, keine festen Termine, ortsunabhängig. Nachteile: hohe Selbstdisziplin nötig, weniger sozialer Kontakt.
Hybrid-Modelle
Viele moderne Anbieter mischen beides: viel Online, einige Präsenztermine. Beispiel: Module asynchron online, monatlich ein Wochenend-Workshop. Das vereint Flexibilität und sozialen Austausch.
Anbieter im Vergleich
- Fernuni Hagen: staatlich, breitstes Studienangebot, sehr günstig (1.500–3.000 € pro Bachelor). Selbstdisziplin nötig.
- IU Internationale Hochschule: privat, sehr breites Angebot, hohe Flexibilität, ca. 13.000–16.000 € pro Bachelor.
- AKAD University: Fernstudium mit Präsenzphasen, ca. 13.000–16.000 €.
- FOM Hochschule: berufsbegleitend, viele Standorte, ca. 13.000–14.000 €.
- WBH (Wilhelm Büchner Hochschule): spezialisiert auf Technik, ca. 12.000 €.
- HFH Hamburger Fernhochschule: ca. 12.000–14.000 €.
Anerkennung und Qualität
Akkreditierte Bachelor- und Masterabschlüsse sind in Deutschland gleichwertig – ob staatliche Hochschule, FH oder private Anbieter. Wichtig ist, dass der Abschluss von einer akkreditierten Stelle anerkannt ist. Auf das Akkreditierungssiegel achten.
Kosten im Vergleich
- Fernuni Hagen: ca. 1.500–3.000 € (Bachelor, 6 Semester).
- Private Hochschulen: 12.000–16.000 € (Bachelor).
- Hinzu kommen Lernmaterial, Klausurgebühren, Anfahrt zu Präsenzphasen.
Finanzierung
- BAföG ist auch im Fernstudium möglich, mit Einschränkungen (Teilzeitstudium meistens nicht förderfähig).
- Steuerliche Absetzbarkeit – Studienkosten als Werbungskosten oder Sonderausgaben.
- Arbeitgeber-Beteiligung – viele Unternehmen unterstützen berufsbegleitendes Studium.
- Bildungskredit oder Aufstiegsstipendium für beruflich Qualifizierte.
Wer ist der typische Fern-/Abendstudent?
Älter (Durchschnitt 33 Jahre), oft schon mit Berufserfahrung, manche mit Kind oder familiären Verpflichtungen. Hohe Motivation, hohe Selbstdisziplin. Studienabbruchsquote ist höher als im Vollzeitstudium – wer nicht durchhält, scheitert oft.
Tipps für den Erfolg
- Klare Zeitplanung – mind. 15–20 Stunden pro Woche einplanen.
- Lerngruppe gründen, auch online.
- Prüfungen früh anmelden, nicht aufschieben.
- Mit Arbeitgeber abstimmen – Klausur-Tage, evtl. Reduktion der Stunden.
- Pausen einplanen – Burnout ist ein reales Risiko.
Häufige Fehler
- Anbieter ohne Akkreditierung wählen.
- Lernzeit unterschätzen.
- Bei der Anmeldung nicht auf Kostenstaffelung achten.
- Studienabbruch ohne Plan B.