Recht, Wirtschaft und Verwaltung: Studiengänge mit festen Schemata
Gutachtenstil, Modelle und Kennzahlen statt freier Argumentation
Jura, Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Steuerlehre, Public Management: In diesen Fächern ist die Form ein Teil der Leistung. Diese Seite sammelt alle Studiengänge aus Recht, Wirtschaft und Verwaltung bei korrektur.de, dazu den Schreib-Hub zu BWL-Modellen und die Seiten zum Berufseinstieg.
Die Fächer in Recht, Wirtschaft und Verwaltung
Juristische und wirtschaftliche Fächer arbeiten mit festen Schemata: der Gutachtenstil hier, Modelle und Kennzahlen dort. Der typische Fehler ist nicht sprachlich, sondern strukturell. Ein Modell wird angewendet, ohne dass begründet wird, warum gerade dieses, oder ein Sachverhalt wird erzählt statt geprüft.
BWL-Modelle (Schreib-Hub)
Analysewerkzeuge für Fallstudien, 19 Seiten
Jura
Gutachtenstil, Staatsexamen und Schwerpunkt, 12 Seiten
Wirtschaftsrecht
Recht und Betriebswirtschaft verbunden
Kriminologie
Kriminalität empirisch erforschen
Betriebswirtschaftslehre
Der Klassiker und seine Schwerpunkte
Volkswirtschaftslehre
Märkte, Modelle und viel Mathematik
Finanzwirtschaft
Kapitalmärkte, Bewertung und Risiko
Steuerlehre
Steuerrecht als Studien- und Berufsweg
Marketing
Markt, Marke und Konsumentenverhalten
Personalmanagement
Personalarbeit zwischen Recht und Psychologie
Logistik
Lieferketten, Planung und Steuerung
Immobilienwirtschaft
Bewertung, Bestand und Projektentwicklung
Tourismusmanagement
Reisemarkt betriebswirtschaftlich denken
Gesundheitsmanagement
Kliniken und Kassen als Betriebe
Wirtschaftspsychologie
Psychologie in Unternehmen anwenden
Public Management
Verwaltung und öffentlicher Dienst
Berufseinstieg nach dem Studium: Jura, Wirtschaftsrecht, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre.
Die Form ist hier Teil der Leistung
In der Rechtswissenschaft trägt der Gutachtenstil die Note mit. Obersatz, Definition, Subsumtion, Ergebnis: Wer in einer Klausur das Ergebnis vorwegnimmt, verliert Punkte, obwohl das Ergebnis stimmt. Genauso streng ist die Zitierweise mit Fußnoten, Randnummern und Kommentarstellen.
In den wirtschaftlichen Fächern übernehmen Modelle diese Rolle. Eine Analyse ohne genannten Rahmen ist eine Meinung, eine Analyse mit Rahmen ist eine Arbeit. Kennzahlen brauchen Formel, Datenquelle und Stichtag, sonst sind sie nicht nachvollziehbar.
Die Verwaltungsfächer und das duale Studium im öffentlichen Dienst verbinden beides: juristische Grundlagen und betriebswirtschaftliche Steuerung, dazu Praxisphasen bei einer Behörde mit eigenen Berichtspflichten.
Worauf wir beim Lektorat besonders achten
In juristischen Arbeiten prüfen wir vor allem die Konsistenz des Stils und der Nachweise: Bleibt der Gutachtenstil durchgehend, sind Fundstellen einheitlich abgekürzt, stimmen Auflage und Randnummer. Ein Kommentar in der falschen Auflage zitiert im Zweifel eine Norm, die es so nicht mehr gibt.
In wirtschaftlichen Arbeiten geht es um Zahlen im Text. Wenn eine Tabelle 12,4 Prozent zeigt und der Fließtext von rund 12 Prozent spricht, ist das noch in Ordnung. Wenn er von einem Anstieg spricht, wo die Tabelle einen Rückgang zeigt, nicht. Solche Widersprüche zwischen Text, Tabelle und Abbildung markieren wir.
Dazu kommt der Umgang mit Unternehmensdaten. Wer mit einer Firma zusammenarbeitet, braucht eine Sperrvermerkregelung und eine saubere Anonymisierung. Beides gehört an den Anfang der Arbeit, nicht in eine Fußnote.
Andere Fachgruppen und die Gesamtübersicht
Andere Fachgruppen: Sprach- und Geisteswissenschaften, Kunst, Musik und Medien, Sozial- und Bildungswissenschaften, Natur- und Lebenswissenschaften, Medizin und Gesundheit, Technik und Informatik. Alle Fächer zusammen stehen auf der Übersicht der Studiengänge. Wer noch unschlüssig ist, was sich studieren lässt, vergleicht dort die Inhalte aller Fächer nebeneinander.