Natur- und Lebenswissenschaften: Fächer mit Labor, Formel und Feld
Kurze Sätze, feste Gliederung und Ergebnisse, die reproduzierbar sind
Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Geo- und Umweltfächer: Hier schreibt man knapp und nach festem Aufbau. Diese Seite sammelt alle natur- und lebenswissenschaftlichen Studiengänge bei korrektur.de, dazu die Schreib-Hubs mit den Konventionen des Fachs und die Seiten zum Berufseinstieg. Ob Labor, Formel oder Feld: Der Aufbau einer Arbeit bleibt derselbe.
Die Fächer in Natur- und Lebenswissenschaften
Naturwissenschaftliche Fächer schreiben knapper und formalisierter. Der Text folgt oft strikt dem Aufbau Einleitung, Material und Methoden, Ergebnisse, Diskussion. Sprachlich fällt hier vor allem auf, wenn Zeitformen springen oder wenn in den Ergebnissen schon interpretiert wird, was erst in die Diskussion gehört.
Biologie (Schreib-Hub)
Labor, Feldarbeit und Auswertung, 12 Seiten
Chemie (Schreib-Hub)
Versuchsprotokolle und Syntheseberichte, 2 Seiten
Physik (Schreib-Hub)
Messreihen und Fehlerrechnung, 1 Seiten
Mathematik (Schreib-Hub)
Beweise und formale Notation, 2 Seiten
Biologie
Von der Zelle bis zum Ökosystem
Biochemie
Chemie der lebenden Systeme
Biotechnologie
Labor, Verfahren und Anwendung
Neurowissenschaften
Gehirn und Verhalten erforschen
Chemie
Praktika, Synthese und Analytik
Physik
Theorie, Experiment und viel Mathematik
Mathematik
Beweisen statt rechnen
Geographie
Physische und Humangeographie
Geowissenschaften
Erde, Gestein und Geländearbeit
Umweltwissenschaften
Fachübergreifend zu Klima und Ressourcen
Agrarwissenschaft
Pflanze, Tier und Betrieb
Forstwissenschaft
Wald zwischen Oekologie und Nutzung
Ernährungswissenschaft
Stoffwechsel, Studienlage und Beratung
Lebensmitteltechnologie
Produktion, Sicherheit und Verfahren
Berufseinstieg nach dem Studium: Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Geographie.
Der Aufbau ist vorgegeben, nicht frei gewählt
Arbeiten in dieser Gruppe folgen fast immer demselben Gerüst: Einleitung, Material und Methoden, Ergebnisse, Diskussion. Das ist keine Formsache. Der Methodenteil muss so genau sein, dass jemand anders den Versuch wiederholen kann, und der Ergebnisteil enthält nur, was gemessen wurde, nicht was es bedeutet.
Die Deutung gehört in die Diskussion. Diese Trennung ist der häufigste Anlass für Rückfragen der Betreuung, weil sie im Schreiben ganz natürlich verrutscht: Man beschreibt eine Kurve und erklärt sie im selben Satz.
Dazu kommt das Rechnen mit Unsicherheit. Ein Messwert ohne Fehler ist in der Physik keine Angabe, sondern eine Behauptung. Signifikante Stellen, Einheiten und Fehlerfortpflanzung gehören zur Bewertung, nicht zum Feinschliff.
Worauf wir beim Lektorat besonders achten
Zuerst auf Einheiten und Zahlenformate: Leerzeichen vor der Einheit, Dezimalkomma im deutschen Text, einheitliche Schreibweise von Zehnerpotenzen. Das klingt kleinlich und ist im Gutachten ein Punktabzug.
Dann auf Abbildungen und Tabellen. Jede Abbildung braucht eine Bildunterschrift, die für sich verständlich ist, jede Achse eine Beschriftung mit Einheit. Wir prüfen, ob jede Abbildung im Text erwähnt wird und ob die Nummerierung durchläuft.
Und auf die Zeitform. Methoden und Ergebnisse stehen im Präteritum, allgemein Gültiges im Präsens. Wer beides mischt, liest sich unsicher, obwohl die Arbeit sauber ist.
Andere Fachgruppen und die Gesamtübersicht
Andere Fachgruppen: Sprach- und Geisteswissenschaften, Kunst, Musik und Medien, Sozial- und Bildungswissenschaften, Recht, Wirtschaft und Verwaltung, Medizin und Gesundheit, Technik und Informatik. Alle Fächer zusammen stehen auf der Übersicht der Studiengänge. Wer noch unschlüssig ist, was sich studieren lässt, vergleicht dort die Inhalte aller Fächer nebeneinander.