Lehramt studieren: Schulformen, Fächer, Karriere

Lehramt studieren: Schulformen und Wege

Lesezeit ca. 4 Min. · aktualisiert: 11. Juli 2026 · zurück zum Blog

Lehramt zu studieren führt in den Schuldienst und macht dich zur Lehrkraft an einer Schule. Wer Lehramt studieren will, legt sich zunächst auf eine Schulform fest (Grund-, Haupt-, Realschule, Gymnasium, berufsbildende Schule, Förderschule) und verbindet zwei oder drei Fächer miteinander. Dieser Hub bündelt das Lehramts-Studium als kompakte Übersicht: Schulformen, Fächerkombinationen, Referendariat und die Karrierewege, die nach dem Lehramts-Studium offenstehen.

Lehramt studieren: was diesen Weg besonders macht

Wer Lehramt studieren will, bereitet sich gezielt auf den Schuldienst vor. Anders als ein klassisches BA/MA-Studium schließt Lehramt in den meisten Bundesländern mit dem Ersten Staatsexamen ab (oder einem gleichwertigen Master of Education). Im Anschluss folgt das Referendariat, also der Vorbereitungsdienst, der mit dem Zweiten Staatsexamen endet.

Wer Lehramt studieren möchte, wählt eine Schulform (Grundschule, Haupt-, Real- oder Sekundarschule, Gymnasium, berufsbildende Schule, Förderschule) sowie eine Fächerkombination: in der Sekundarstufe meist zwei Fächer, an der Grundschule oft drei. Fachlich verwandt sind die Pädagogik und, je nach Wahl, etwa Germanistik, Mathematik, Anglistik oder Geschichte.

Im Lehramts-Studium verzahnst du Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Bildungswissenschaften (Pädagogik, Pädagogische Psychologie, Soziologie der Erziehung), ergänzt durch Schulpraktika. Wer Lehramt studieren will, sollte dabei bedenken, dass die Bundesländer eigene Regelungen setzen: Was in Bayern gilt, überträgt sich nicht automatisch auf NRW. Eine erste Orientierung liefern unsere Studienbereiche-Übersicht und die Tipps unter Studi-Tipps.

Schulformen: von der Grundschule bis zur Förderschule

Wer Lehramt studieren möchte, entscheidet sich zuerst für die passende Schulform. Das Lehramt Grundschule betreut die Klassen 1–4 mit meist drei Fächern, wobei Deutsch und Mathe häufig gesetzt sind. An Haupt-, Real- und Sekundarschulen (Sek I) reicht der Unterricht über die Klassen 5–10. Am Gymnasium (Sek II) geht es fachlich am tiefsten bis zum Abitur, dafür fällt der Pädagogik-Anteil kleiner aus.

Das Lehramt an berufsbildenden Schulen (BS) koppelt eine berufliche Fachrichtung (Elektrotechnik, Pflege, Wirtschaft) an ein allgemeinbildendes Fach. Das Lehramt Förderschule (Sonderpädagogik) begleitet Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf; typische Profile sind Lernen, Sprache, emotional-sozial oder geistige Entwicklung.

Welche Schulform passt, hängt von der eigenen Persönlichkeit, der fachlichen Tiefe und dem Berufswunsch ab. Wer Lehramt studieren will und noch schwankt, sammelt am besten Praktika in mindestens zwei Schulformen. Nachbardisziplinen wie der Sozialarbeit-Hub oder der Pädagogik-Hub steuern gerade für angehende Förderschul-Lehrkräfte wertvolle Querbezüge bei.

Fächerkombinationen und die Rolle der Fachdidaktik

Wer Lehramt studieren möchte, koppelt üblicherweise zwei Unterrichtsfächer (Sek I/II) oder drei an der Grundschule. Gefragt sind Kombinationen wie Deutsch-Englisch, Mathe-Physik, Geschichte-Sozialkunde oder Biologie-Chemie. Die Mangelfächer (Informatik, Physik, Chemie, MINT allgemein, Förderpädagogik, Berufsschule) eröffnen die besten Einstellungschancen: wer beruflich auf Nummer sicher gehen will, sollte das von Anfang an mitdenken.

Als Orientierung dienen unsere Fach-Hubs zu Mathematik, Informatik, Physik, Chemie und Biologie.

Die Fachdidaktik ist der Baustein, der das Lehramt einzigartig macht. Sie führt das Fach mit der Leitfrage „Wie unterrichte ich es?" zusammen und umfasst Stoffanalyse, Lernzielplanung, Differenzierung und Diagnostik. Lehramt zu studieren bedeutet zu begreifen, dass Fachwissen für sich genommen nicht ausreicht. Wer eine Bachelorarbeit oder Zulassungsarbeit in der Fachdidaktik angeht, findet bei uns Unterstützung zu Forschungsfrage formulieren, Methodik und Exposé.

Praktika, Referendariat und das Staatsexamen

Wer Lehramt studieren will, durchläuft mehrere Praktika: ein Orientierungspraktikum, fachdidaktische Einsätze und in vielen Bundesländern ein Praxissemester. Nach dem Studium schließt sich das Referendariat an (18–24 Monate), das mit dem Zweiten Staatsexamen endet. Erst danach gilt man als voll qualifizierte Lehrkraft.

Im Vorbereitungsdienst unterrichtest du eigenverantwortlich, verfasst Unterrichtsentwürfe, hältst Lehrproben und schreibst in einigen Ländern eine Hausarbeit. Lehramt zu studieren heißt also, eine lange Ausbildung einzuplanen: bis zur Verbeamtung vergehen rund 7–8 Jahre.

Bei Zulassungs- oder Examensarbeiten zahlt sich ein Lektorat aus. Wer den eigenen Text vor der Abgabe absichern will, nutzt unsere Plagiatsprüfung, auf Wunsch zusammen mit dem KI-Detektor. Für den sprachlichen Feinschliff sorgt das Bachelorarbeit Korrekturlesen oder ein Lektorat: auch Examensarbeiten prüfen wir gerne fachlich.

Karriere, Verbeamtung und Gehalt im Lehramt

Wer Lehramt studieren will, blickt nach dem Referendariat auf solide Berufsaussichten. In vielen Bundesländern werden Lehrkräfte verbeamtet: A12 gilt inzwischen in den meisten Ländern für Grund- und Sek-I-Lehrkräfte, A13 für Gymnasium und BS sowie zunehmend auch für die Grundschule. Die Verbeamtung bietet Sicherheit, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und gute Pensionsansprüche, bindet aber zugleich an einen Standort.

Wer Lehramt studiert, macht sich deshalb früh mit den Regelungen des jeweiligen Landes vertraut. Die Frage Master oder Berufseinstieg stellt sich hier anders als sonst: Der Master of Education gehört für die meisten Schulformen zur Pflichtetappe.

Brauchst du neben dem Lehramts-Studium schon Bewerbungsunterlagen für einen Referendariats-Platz, zahlt sich ein klar strukturierter Lebenslauf aus. Und wenn das Studium zwischendurch schwer auf den Schultern liegt, unterstützt dich unser Beitrag zu Motivation und Mental Health sowie zu Prokrastination.

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Häufige Fragen rund um das Lehramts-Studium

Welche Schulform soll ich wählen?

Absolviere Praktika in mindestens zwei Schulformen. Die Grundschule verlangt andere Stärken (junge Kinder, viel Heterogenität) als das Gymnasium mit seiner fachlichen Tiefe.

Welche Fächerkombinationen sind besonders gefragt?

Derzeit gelten Mathematik, Physik, Chemie, Informatik, Förderpädagogik und berufsbildende Fachrichtungen als Mangelfächer und bringen entsprechend hohe Einstellungschancen mit.

Bekomme ich Verbeamtung in jedem Bundesland?

Nein: Berlin verbeamtet nur eingeschränkt, während andere Länder regulär verbeamten. Prüfe Höchstaltersgrenzen und den Gesundheitscheck rechtzeitig.

Wie lange dauert Lehramt insgesamt?

Auf BA und M.Ed. entfallen etwa 5 Jahre, auf das Referendariat 1,5–2 Jahre: zusammen rund 6,5–7 Jahre bis zur vollen Lehrbefähigung.

Was unterscheidet Lehramt von Pädagogik?

Lehramt bereitet gezielt auf die Schule vor, während die Pädagogik breiter angelegt und stärker außerschulisch ausgerichtet ist.

Welche Methoden brauche ich für die Zulassungsarbeit?

Oft bietet sich die qualitative Inhaltsanalyse an oder eine kleine quantitative Studie mit Schüler-Befragung.

Kann ich Lehramt auf Quereinstieg machen?

Ja, in Mangelfächern und an berufsbildenden Schulen ermöglichen viele Bundesländer einen Seiteneinstieg.

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