Hebammenwissenschaft studieren: Zugang, Studienaufbau und Praxis

Hebammenwissenschaft studieren: Zugang, Aufbau, Beruf

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 5. Oktober 2026 · Medizin und Gesundheit

Hebammenwissenschaft studieren heißt, ein duales Bachelorstudium mit Vertrag bei einer Klinik zu absolvieren. Der Zugang verlangt vier Voraussetzungen zugleich: einen Schulabschluss oder eine Pflegeausbildung, persönliche Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und Deutschkenntnisse. Das Studium führt über eine staatliche Prüfung zur Berufsbezeichnung Hebamme. Dieser Ratgeber erklärt dir Schritt für Schritt, was dabei gilt.

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Zugang nach dem Hebammengesetz: vier Voraussetzungen

Der Zugang zum Hebammenstudium hängt nicht nur vom Schulabschluss ab, denn das Hebammengesetz verlangt vier Voraussetzungen zugleich. § 10 HebG nennt als erste Voraussetzung einen Abschluss: entweder eine mindestens zwölfjährige allgemeine Schulausbildung oder eine erfolgreich absolvierte Pflegeausbildung. Als zweite Voraussetzung darf kein Verhalten vorliegen, aus dem sich Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit für das Studium ergibt, das Gesetz spricht hier von persönlicher Zuverlässigkeit. Drittens darf die Person nicht gesundheitlich ungeeignet für das Studium sein, also muss die gesundheitliche Eignung gegeben sein. Viertens braucht sie die für das Studium erforderlichen Deutschkenntnisse.

Schulabschluss oder Pflegeausbildung sind damit nur die erste von vier Voraussetzungen und genügen allein nicht. Das Gesetz nennt an dieser Stelle kein bestimmtes Sprachniveau, C1 steht nirgends als gesetzliche Voraussetzung. Wer sich nur an Abitur und einem Sprachniveau orientiert, übersieht die anderen drei Punkte, die ebenso erfüllt sein müssen.

Nach § 10 Absatz 2 HebG können die Länder weitere Voraussetzungen festlegen, und Hochschulen verlangen in der Praxis zusätzlich Nachweise wie ein Gesundheitszeugnis oder ein erweitertes Führungszeugnis. Der Deutsche Hebammenverband beschreibt für Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mindestens das Niveau B2 und nennt C1 als sehr hilfreich für das Studium. Als Praktikum erwarten viele Hochschulen mindestens vier Wochen im Berufsfeld, allerdings nicht alle in gleichem Umfang. Wer tiefer in verwandte Studienrichtungen schauen möchte, findet dazu einen eigenen Ratgeber zu Pflegewissenschaft studieren: Orientierung und Prüfung, der diesen Punkt vertieft. Zum vollständigen Zugang gehört zudem der Vertrag mit einer Praxiseinrichtung, den der nächste Abschnitt erklärt.

Hebammenwissenschaft studieren im Überblick: der Ablauf in drei Schritten

Der Vertrag mit einer Praxiseinrichtung

Zum Hebammenstudium gehört ein Vertrag mit einer Klinik, weil das Studium dual aufgebaut ist. Die verantwortliche Praxiseinrichtung übernimmt die Verantwortung für den berufspraktischen Teil des Studiums und schließt mit der studierenden Person für die Dauer des Studiums einen Vertrag. Als Praxiseinrichtung kommt dabei nur ein Krankenhaus in Frage, das zur Versorgung nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch zugelassen ist, nicht jede Einrichtung erfüllt diese Voraussetzung.

Der Deutsche Hebammenverband beschreibt, dass Bewerberinnen und Bewerber mit einer Klinik einen Studienvertrag schließen. Der Vertrag gehört deshalb zum Weg ins Studium und sollte nicht erst nach einer Zusage der Hochschule geklärt werden, eine für alle Hochschulen einheitliche Reihenfolge lässt sich daraus aber nicht ableiten. Wie die Abläufe beim Vertrag je Hochschule ausgestaltet sind, zeigen die beiden Beispiele im nächsten Abschnitt.

Als Beispiel einer einzelnen Hochschule verlangt die Charité neben der Hochschulzugangsberechtigung den Nachweis eines Vertrags für das duale Studium mit der Charité oder mit einem kooperierenden Krankenhaus. Als zweites Beispiel läuft die Bewerbung an der Universität zu Lübeck über die Praxiseinrichtungen und die Universität zugleich, danach stellt die Praxiseinrichtung den Vertrag aus, der im Bewerbungsportal hochgeladen wird. Beide Beispiele zeigen, dass der Vertrag praktisch organisiert werden muss, wie viele Kliniken solche Verträge anbieten oder wie viele Plätze es gibt, lässt sich aus den Quellen nicht ableiten, ebenso wenig feste Bewerbungsfristen. Ein eigener Ratgeber zu Physiotherapie studieren: Inhalte und Orientierung stellt ein weiteres Studium im Gesundheitsbereich vor.

Studienaufbau, Dauer und staatliche Prüfung

Das Hebammenstudium ist ein duales Studium, das Hochschule und Praxis fest miteinander verbindet. Es dauert in Vollzeit mindestens sechs und höchstens acht Semester und besteht aus einem berufspraktischen und einem hochschulischen Teil. Beide Teile umfassen je mindestens 2 200 Stunden, insgesamt mindestens 4 600 Stunden für die Erlaubnis zur Berufsbezeichnung.

Der Deutsche Hebammenverband ergänzt, dass alle derzeit angebotenen Studiengänge auf mindestens dreieinhalb Jahre ausgerichtet sind. Die Praxis findet in Kliniken und im außerklinischen Bereich bei freiberuflichen Hebammen statt, an manchen Hochschulen gibt es auch ein Teilzeitmodell. Ein eigener Ratgeber zu Gesundheitsmanagement studieren: Orientierung stellt ein verwandtes, aber anders aufgebautes Studium vor.

Die staatliche Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil und wird im Rahmen von Modulprüfungen durchgeführt. Damit zielt das Studium zugleich auf den akademischen Bachelorabschluss und auf die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung Hebamme. Die folgende Tabelle fasst die Bestandteile zusammen.

Tabelle: Teil, Umfang, Inhalt
TeilUmfangInhalt
Hochschulischer Teilmindestens 2 200 Stundenwissenschaftliche Ausbildung an der Hochschule
Berufspraktischer Teilmindestens 2 200 Stundenpraktische Ausbildung bei der verantwortlichen Praxiseinrichtung
Staatliche Prüfungim Rahmen von Modulprüfungenschriftlicher, mündlicher und praktischer Teil

Semesterlagen, Prüfungstermine und die genaue Zahl der Praxiseinsätze regelt die jeweilige Hochschule in ihrer eigenen Prüfungsordnung.

Beispiele: Zugang an der Charité und in Lübeck

Zwei Beispiele zeigen, dass die gesetzlichen Voraussetzungen von den Hochschulen unterschiedlich umgesetzt werden. Andere Hochschulen können wiederum andere Anforderungen stellen, die beiden Beispiele stehen daher nicht für alle Studienorte.

Am Bachelorstudiengang Angewandte Hebammenwissenschaft der Charité zählen in der Hauptquote neben der Hochschulzugangsberechtigung und dem Vertrag mit der Charité oder einem kooperierenden Krankenhaus unter anderem die Durchschnittsnote, ein mindestens dreimonatiges Praktikum in der Geburtshilfe, ein sozialer Dienst oder ein ehrenamtliches Engagement und eine bilinguale Sprachkompetenz auf dem Niveau C1. C1 ist dort also ein Auswahlkriterium für die Hauptquote und kein gesetzlicher Zugangsnachweis. Die zugrunde liegende Lesefassung trägt den Stand April 2022, Punktzahlen oder Quotenanteile über die Hauptquote hinaus lassen sich daraus nicht ableiten.

Am dualen Bachelor Hebammenwissenschaft der Universität zu Lübeck gelten als Zugang eine Hochschulzugangsberechtigung, ein gültiger Studienvertrag mit einer Praxiseinrichtung, ein mindestens vierwöchiges Praktikum, deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau C1, die gesundheitliche Eignung durch den betriebsärztlichen Dienst und die charakterliche Eignung durch ein erweitertes Führungszeugnis. Diese Punkte entsprechen in ihrer Struktur den vier Voraussetzungen aus § 10 HebG: Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und Sprachkenntnisse finden sich hier wieder, nur mit hochschuleigener Ausgestaltung.

Tabelle: Hochschule als Beispiel, Vertrag, Weitere Anforderungen
Hochschule als BeispielVertragWeitere Anforderungen
CharitéVertrag mit der Charité oder einem kooperierenden KrankenhausDurchschnittsnote, dreimonatiges Praktikum Geburtshilfe, sozialer Dienst oder Ehrenamt, Sprachniveau C1
Universität zu Lübeckgültiger Studienvertrag mit einer Praxiseinrichtungvierwöchiges Praktikum, Sprachniveau C1, betriebsärztliche Eignung, erweitertes Führungszeugnis

Ein eigener Ratgeber zu Duales Studium: Überblick erklärt allgemein, wie ein solches Modell aus Hochschule und Praxis aufgebaut ist.

Vergütung im Studium

Anders als bei vielen anderen Studiengängen erhalten Studierende der Hebammenwissenschaft während des Studiums eine Vergütung. Die verantwortliche Praxiseinrichtung zahlt vom Beginn des Studiums bis zum Ende des Vertrags eine angemessene monatliche Vergütung. Diese Zahlung ist an den Vertrag gebunden, den die studierende Person mit der Praxiseinrichtung schließt: Beginn und Ende der Zahlungspflicht folgen also dem Beginn und dem Ende dieses Vertragsverhältnisses, nicht einem festen Kalenderdatum. Sachbezüge können angerechnet werden, wenn der Vertrag dies ausdrücklich vorsieht, dabei dürfen sie höchstens bis zu 75 Prozent der Bruttovergütung ausmachen. Auch der Deutsche Hebammenverband nennt diese Studienvergütung als Teil des dualen Modells.

Was angemessen bedeutet, legt das Gesetz nicht mit einer festen Zahl fest. Die konkrete Höhe steht im jeweiligen Vertrag mit der Praxiseinrichtung, nicht im Gesetzestext selbst. Ein kurzes Beispiel macht den Mechanismus der Anrechnung greifbar, ohne einen Betrag zu nennen: Stellt eine Praxiseinrichtung etwa eine Unterkunft als Sachbezug zur Verfügung und ist das im Vertrag so vereinbart, darf dieser Sachbezug bei der Berechnung angerechnet werden, solange sein Wert die genannte Obergrenze von 75 Prozent der Bruttovergütung nicht überschreitet. Ohne eine solche vertragliche Vereinbarung ist eine Anrechnung nicht zulässig. Wer sich auf eine Stelle bewirbt, findet die konkrete Ausgestaltung also im eigenen Vertrag, nicht in einer allgemeinen gesetzlichen Vorgabe.

Diese Vergütung bleibt in jedem Fall an den Vertrag mit der Praxiseinrichtung gebunden, von der ersten bis zur letzten Vertragswoche. Ein eigener Ratgeber zu Medizinstudium vertieft diesen Punkt. Wie hoch die Vergütung in welchem Studienjahr ausfällt, steht im eigenen Vertrag mit der jeweiligen Praxiseinrichtung.

Berufsfelder nach dem Studium

Nach dem Studium arbeiten Hebammen angestellt oder freiberuflich, oft auch beides nebeneinander. Angestellt arbeiten sie in Kreißsälen und auf Wochenbettstationen der Kliniken, in Hebammenpraxen, in Lehre und Wissenschaft als Hebammenwissenschaftlerinnen und Pädagoginnen oder bei sozialen Trägern und im öffentlichen Dienst als Familienhebammen. Freiberuflich übernehmen Hebammen unter anderem Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitung, Hausgeburts- und Beleghebammenarbeit, Arbeit in Geburtshäusern, Wochenbettbetreuung und Begleitung während der Stillzeit.

Nach dem Hebammengesetz kann eine Hebamme eine normal verlaufende Geburt allein leiten, das ist ein zentraler Teil der vorbehaltenen Tätigkeiten. Mit dem Bachelorabschluss ist laut Deutschem Hebammenverband zudem die Arbeit in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union möglich.

Angestellte Tätigkeit, freiberufliche Tätigkeit und eine Mischung aus beiden bilden damit drei Grundformen des Berufsalltags. Wer sich für die korrekte Schreibweise der Berufsbezeichnung interessiert, findet in einem eigenen Ratgeber zu Hebamme richtig gendern: die gesetzliche Form die passende Einordnung.

Hebammenwissenschaft studieren im Überblick: Prüfliste mit vier Punkten

Passt Hebammenwissenschaft zu mir?

Ob Hebammenwissenschaft passt, zeigt sich an der Mischung aus Wissenschaft, praktischer Arbeit an der Seite von Frauen und Familien und den formalen Voraussetzungen. Die folgende Liste verdichtet die Punkte aus den vorherigen Abschnitten zu einer Orientierung.

  • Wenn ein Abitur, ein Fachabitur oder eine abgeschlossene Pflegeausbildung vorliegt und zugleich persönliche Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und die erforderlichen Deutschkenntnisse gegeben sind, dann erfüllt eine Person die vier gesetzlichen Voraussetzungen nach § 10 HebG.
  • Wenn die Bereitschaft besteht, für die Dauer des Studiums einen Vertrag mit einer Klinik als verantwortlicher Praxiseinrichtung zu schließen, dann passt das duale Modell des Studiums eher.
  • Wenn jemand Freude an einem dualen Studium mit einem hohen Praxisanteil von mindestens 2 200 Stunden hat, dann passt der Studienaufbau mit hochschulischem und berufspraktischem Teil eher.
  • Wenn jemand bereit ist, sich auf schriftliche, mündliche und praktische Prüfungsteile einzulassen, dann passt die Struktur der staatlichen Prüfung eher.
  • Wenn das Interesse sowohl an angestellter Arbeit in der Klinik als auch an freiberuflicher Tätigkeit besteht, dann passen die späteren Berufsfelder eher.
  • Wenn der eigene Schwerpunkt stärker auf allgemeiner Pflege oder auf Bewegungstherapie liegt, dann lohnt ein Blick auf Nachbarfächer wie Pflegewissenschaft oder Physiotherapie als Alternative.

Für die Entscheidung bietet sich eine Reihenfolge an: zuerst das Interesse am Fach und am Beruf der Hebamme, dann die vier gesetzlichen Voraussetzungen, danach der Vertrag mit einer Klinik und erst zuletzt die Wahl der Hochschule. Wer sich auf einen dualen Studienplatz bewirbt, findet in einem eigenen Ratgeber zu Motivationsschreiben fürs duale Studium Hinweise zur Bewerbung. Diese Seite entscheidet nicht über Gehalt, Schwierigkeit des Studiums, Notengrenzen oder Wartezeiten, dazu liegen keine gesicherten Angaben vor.

Quellen und Stand

„Hebammenwissenschaft studieren: Zugang, Studienaufbau und Praxis“ erscheint auf dieser Seite unter dem Titel „Hebammenwissenschaft studieren: Zugang und Ablauf“.

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Häufige Fragen zum Hebammenstudium

Welche Voraussetzungen gelten für den Zugang zum Hebammenstudium?

Nach § 10 HebG gelten vier Voraussetzungen gemeinsam: ein Abschluss (mindestens zwölfjährige allgemeine Schulausbildung oder eine erfolgreich absolvierte Pflegeausbildung), persönliche Zuverlässigkeit, gesundheitliche Eignung und die für das Studium erforderlichen Deutschkenntnisse. Dazu kommt der Vertrag mit einer verantwortlichen Praxiseinrichtung, ohne den das duale Studium nicht stattfindet. Die Länder können nach Absatz 2 weitere Voraussetzungen festlegen, einzelne Hochschulen wie die Charité oder die Universität zu Lübeck verlangen zusätzlich eigene Nachweise.

Ist ein Vertrag mit einer Klinik für das Studium zwingend nötig?

Ja, nach § 15 HebG übernimmt eine verantwortliche Praxiseinrichtung die Verantwortung für den berufspraktischen Teil und schließt dafür mit der studierenden Person für die Dauer des Studiums einen Vertrag. Als Praxiseinrichtung kommt nur ein zur Versorgung nach dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch zugelassenes Krankenhaus in Frage. An der Charité und an der Universität zu Lübeck ist dieser Vertrag ausdrücklich Teil des Bewerbungsprozesses.

Wie lange dauert das Hebammenstudium?

Nach § 11 HebG dauert das Studium in Vollzeit mindestens sechs und höchstens acht Semester. Der Deutsche Hebammenverband ergänzt, dass alle derzeit angebotenen Studiengänge auf mindestens dreieinhalb Jahre ausgerichtet sind und manche Hochschulen zusätzlich Teilzeit anbieten.

Wird das Studium bezahlt?

Ja, die verantwortliche Praxiseinrichtung zahlt vom Beginn des Studiums bis zum Ende des Vertragsverhältnisses eine angemessene monatliche Vergütung. Eine konkrete Höhe legt das Gesetz nicht fest, Sachbezüge können angerechnet werden, wenn der Vertrag es vorsieht, allerdings höchstens bis zu 75 Prozent der Bruttovergütung.

Ist das Sprachniveau C1 eine gesetzliche Pflicht für das Studium?

Nein, § 10 HebG verlangt lediglich die für das Studium erforderlichen Deutschkenntnisse, ohne ein bestimmtes Niveau zu nennen. Der Deutsche Hebammenverband nennt für Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, mindestens B2 und beschreibt C1 als sehr hilfreich. An der Charité ist C1 ein Auswahlkriterium für die bilinguale Sprachkompetenz in der Hauptquote, an der Universität zu Lübeck ist C1 als eigene Zugangsvoraussetzung der Hochschule genannt. Beide Beispiele zeigen eigene Festlegungen der jeweiligen Hochschule, keine einheitliche gesetzliche Regel.

Wo arbeiten Hebammen nach dem Studium?

Angestellt arbeiten Hebammen in Kreißsälen und auf Wochenbettstationen der Kliniken, in Hebammenpraxen, in Lehre und Wissenschaft oder bei sozialen Trägern und im öffentlichen Dienst. Freiberuflich übernehmen sie unter anderem Schwangerenvorsorge, Geburtsvorbereitung, Hausgeburts- und Beleghebammenarbeit, Arbeit in Geburtshäusern sowie Wochenbettbetreuung und Begleitung in der Stillzeit. Viele Hebammen bieten freiberufliche Leistungen parallel zu einer Festanstellung an.

Kann eine Hebamme mit Bachelorabschluss auch im EU-Ausland arbeiten?

Laut Deutschem Hebammenverband ist mit dem Bachelorabschluss die Arbeit in jedem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union möglich, da das Hebammenstudium europaweit ausgerichtet ist.

Darf eine Hebamme eine Geburt allein leiten?

Nach dem Hebammengesetz kann eine Hebamme eine normal verlaufende Geburt allein leiten, wie der Deutsche Hebammenverband beschreibt. Das gehört zu den vorbehaltenen Tätigkeiten des Berufs.

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