Duales Studium – Vorteile, Nachteile, Anbieter

Duales Studium – Theorie und Praxis kombinieren

Lesezeit ca. 7 Min. · aktualisiert: 5. April 2026 · zurück zum Blog

Das duale Studium kombiniert ein Hochschulstudium mit Praxisphasen in einem Unternehmen. Es ist die Antwort auf eine alte Klage: Studierende kommen mit theoretischem Wissen aus dem Hörsaal, aber ohne praktische Erfahrung. Im dualen Studium gehst du Bachelor-Niveau im Hörsaal und parallel arbeitest du beim Praxispartner – mit Gehalt vom ersten Tag an. Dieser Beitrag erklärt die verschiedenen Modelle, Vor- und Nachteile, beliebte Anbieter und worauf du bei der Bewerbung achten solltest.

Was ist ein duales Studium?

Ein duales Studium ist ein Studiengang, in dem Theoriephasen an einer Hochschule mit Praxisphasen in einem Unternehmen verzahnt sind. Du hast einen Studienvertrag mit der Hochschule und einen Arbeitsvertrag mit einem Praxispartner. Das Unternehmen zahlt dir ein monatliches Gehalt, oft auch Studiengebühren, und stellt dir eine Stelle für die Praxisphasen.

Drei Hauptmodelle

Vorteile

Nachteile

Beliebte Anbieter und Hochschulen

Beliebte Studienfächer

BWL, Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Soziale Arbeit und IT/Informatik sind die häufigsten dualen Studiengänge. Praxispartner sind oft Konzerne (DAX-Unternehmen) oder solide Mittelständler.

Bewerbungsablauf

  1. Praxispartner finden – das ist der entscheidende Schritt. Bewerbung 12–18 Monate vor Studienbeginn beim Unternehmen.
  2. Auswahlverfahren (oft ähnlich zu Ausbildungsbewerbungen mit Tests und Assessment-Center).
  3. Studienvertrag mit der Hochschule – das geht meist über das Unternehmen.
  4. Doppelimmatrikulation und Vertragsabschluss.

Gehalt im dualen Studium

Übliche Bandbreite: 800–1.500 € brutto monatlich. In Konzernen wie BMW, Bosch, Siemens 1.200–1.700 €. Im Mittelstand oft niedriger. Steigerung jedes Studienjahr ist üblich. Plus Übernahme der Studiengebühren (an staatlichen Hochschulen meist sowieso 0 €, an privaten ein erheblicher Wert).

Wer ist der typische duale Studierende?

Schulnoten gut bis sehr gut, klares Berufsbild, hohe Belastbarkeit, soziale Kompetenz. Die Auswahlverfahren der Konzerne sind anspruchsvoll. Wer nicht weiß, was er beruflich will, ist im regulären Studium oft besser aufgehoben – im dualen Studium musst du dich früh festlegen.

Tipps für die Bewerbung

Häufige Fragen vor der Entscheidung

Anbieter, Vergütung und Erfahrungsberichte zum dualen Studium besprechen wir im Studi-Tipps-Blog.

Häufige Fragen zum dualen Studium

Wie viel verdient man im dualen Studium?

Üblich sind 800–1.500 € brutto monatlich, in Konzernen oft 1.200–1.700 €. Plus Übernahme von Studiengebühren bei privaten Hochschulen. Steigerung pro Studienjahr ist Standard.

Wann muss ich mich bewerben?

12–18 Monate vor Studienbeginn beim Praxispartner. Manche Konzerne haben Bewerbungsfristen schon im November für ein Studium im folgenden Oktober. Frühzeitig anfangen lohnt sich.

Bin ich nach dem Studium an das Unternehmen gebunden?

Häufig ja, mit einer Übernahme-Verpflichtung von 1–2 Jahren oder einer Rückzahlung von Studiengebühren bei Kündigung. Steht im Studienvertrag – vor Unterschrift genau lesen.

Was passiert bei Kündigung des Praxisvertrags?

Die meisten Studienverträge sind an den Arbeitsvertrag gekoppelt – ohne Praxispartner kein Studienplatz. Ausnahmen gibt es, sind aber selten. Vor Studienbeginn klären, was bei einem Wechsel passiert.

Ist ein duales Studium gleichwertig zu einem regulären?

Der Bachelor-Abschluss ist gleichwertig. Inhaltlich ist die Theorietiefe oft etwas geringer (weniger Vorlesungszeit), dafür mehr Praxis. Für Master-Bewerbungen werden duale Bachelor-Abschlüsse fast überall akzeptiert.

Bekomme ich BAföG im dualen Studium?

In der Regel nicht – das Gehalt vom Praxispartner schließt BAföG meist aus, weil das Einkommen die Freigrenzen übersteigt. Stipendien (z. B. Deutschlandstipendium) sind aber möglich. Mehr zu Studienfinanzierung unter BAföG-Antrag.