Apostroph kopieren: Welche Schreibweise stimmt?
Apostroph kopieren: richtige Schreibweise
Die abgefragte Wortfolge lautet „Apostroph kopieren“. Entscheidend ist, das Apostroph nicht allein nach Aussprache oder Umgangssprache einzusetzen, sondern seine belegten Funktionen zu prüfen.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die richtige Schreibweise der Wortfolge lautet: Apostroph kopieren. Das Substantiv wird dabei Apostroph geschrieben. Wer das Zeichen kopieren möchte, verwendet die Wortfolge ohne ein zusätzliches Zeichen am Wort „Apostroph“.
Ein Apostroph ist ein Zeichen mit bestimmten Aufgaben. Es kann eine Auslassung innerhalb eines Wortes markieren, den Genitiv bei Wörtern mit der Endung s, ß, z oder x kennzeichnen oder bestimmte Ableitungen von Eigennamen markieren. Allein weil über das Zeichen gesprochen wird, gehört es nicht in die Wortfolge „Apostroph kopieren“.
Für die Rechtschreibung hilft eine kurze Prüfung: Soll an der fraglichen Stelle eine dieser Zeichenaufgaben gezeigt werden? Wenn nicht, bleibt die Bezeichnung des Zeichens unverändert: „Apostroph kopieren“. Der Ausdruck benennt eine Handlung mit dem Zeichen als Gegenstand.
Für den eigenen Text kann die Wortfolge daher direkt übernommen werden. Bei einem anderen Wort ist gesondert zu prüfen, ob dort eine Auslassung, ein Genitiv bei einer passenden Endung oder eine bestimmte Eigennamenableitung markiert werden soll. Die Entscheidung für diese Wortfolge ersetzt diese Prüfung nicht.

Welche Zeichenfunktion trägt die Entscheidung?
Der Regelbezug folgt aus den belegten Aufgaben des Apostrophs. Es kann eine Auslassung in einem Wort sichtbar machen, den Genitiv bei Wörtern mit s, ß, z oder x am Ende kennzeichnen und bestimmte Ableitungen von Eigennamen markieren. Diese drei Funktionen geben den Prüfmaßstab vor.
Die drei genannten Aufgaben lassen sich getrennt prüfen. Zuerst ist festzustellen, ob innerhalb eines Wortes eine Auslassung markiert wird. Anschließend ist zu klären, ob es um den Genitiv eines Wortes geht, das auf s, ß, z oder x endet. Schließlich ist zu prüfen, ob eine bestimmte Ableitung eines Eigennamens vorliegt. Ergibt keine dieser Prüfungen einen Bezug, folgt daraus keine zusätzliche Markierung in der Wortfolge „Apostroph kopieren“.
Die Wortfolge „Apostroph kopieren“ benennt das Zeichen und eine Handlung damit. In ihr wird weder eine Auslassung innerhalb eines Wortes gezeigt noch ein Genitiv nach einer passenden Endung markiert; auch eine bestimmte Eigennamenableitung liegt nicht vor. Deshalb wird der Name des Zeichens ohne angehängtes Zeichen geschrieben.
Für weitere Rechtschreibregeln ist die konkrete Stelle getrennt zu prüfen. Die hier belegte Aussage handelt vom Apostroph und seinen beschriebenen Funktionen. Sie liefert keine zusätzliche Regel zu Groß- und Kleinschreibung, zu Getrennt- und Zusammenschreibung oder zur Kommasetzung. Auch die allgemeine Zeichensetzung darf nicht mit einer unbelegten Zusatzbehauptung erweitert werden.
Eine Rechtschreibreform wird im Quellenmaterial nicht behandelt. Ebenso enthält die Quelle keine Aussage über Rechtschreibprogramme. Für wissenschaftliches Schreiben lässt sich aus dem vorhandenen Material nur ableiten, dass die konkrete Zeichenfunktion sauber geprüft werden sollte. Weitere fachliche Empfehlungen wären mit diesem Quellenumfang nicht belegt.
Richtig und falsch im Satz vergleichen
Bei jedem Paar bleibt der Satzanfang von der eigentlichen Entscheidung getrennt. Formulierungen wie „Bitte“, „Ich möchte“ und „Kannst du“ bestimmen nicht, wie das Substantiv geschrieben wird. Entscheidend ist allein, ob an der betreffenden Stelle eine belegte Zeichenfunktion vorliegt.
| Richtig | Falsch | Prüfpunkt |
|---|---|---|
| Bitte den Apostroph kopieren. | Bitte den Apostroph’ kopieren. | Die Wortgruppe benennt das Zeichen als Gegenstand einer Handlung. |
| Ich möchte einen Apostroph kopieren. | Ich möchte einen Apostroph’ kopieren. | Der Artikel macht den Satz vollständig, ändert aber nicht die Schreibung des Substantivs. |
| Kannst du den Apostroph kopieren? | Kannst du den Apostroph’ kopieren? | Die Frageform gibt dem Zeichen keine zusätzliche Aufgabe. |
Die drei Paare sind vollständige Sätze. In der richtigen Spalte steht das Substantiv jeweils als „Apostroph“. In der anderen Spalte wird ein Zeichen angehängt, obwohl die Wortgruppe weder eine Auslassung innerhalb eines Wortes, noch einen Genitiv bei einer passenden Endung oder eine bestimmte Eigennamenableitung zeigt. Der Satzanfang und der Artikel bleiben von dieser Prüfung getrennt.
Anders ist die Prüfung, wenn das Zeichen tatsächlich innerhalb eines Wortes eine Auslassung sichtbar macht, einen Genitiv nach s, ß, z oder x kennzeichnet oder eine bestimmte Ableitung von einem Eigennamen markiert. Diese Funktionen betreffen die jeweilige Schreibstelle. Sie sind keine Begründung dafür, an die Bezeichnung „Apostroph“ ein Zeichen anzuhängen.
Die Wortfolge kann außerdem in einem Text stehen, der andere Fragen aufwirft. Für Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen enthält das Quellenmaterial keine eigene Regel. Diese Themen dürfen daher nicht als Begründung für ein zusätzliches Apostroph verwendet werden.
Typische Verwechslungen gezielt vermeiden
Leite die Schreibweise nicht allein aus der Aussprache ab. Übernimm auch keine umgangssprachliche Form allein deshalb, weil sie vertraut klingt. Prüfe stattdessen, welche Funktion das Zeichen an der konkreten Stelle haben soll.
Vergleiche bei der abgefragten Wortfolge „Apostroph kopieren“ mit „Apostroph' kopieren“. Das zusätzliche Zeichen ist nicht schon dadurch begründet, dass das Wort „Apostroph“ selbst genannt wird. Prüfe, ob an der jeweiligen Stelle eine Auslassung innerhalb eines Wortes, ein Genitiv bei einer genannten Endung oder eine bestimmte Ableitung von einem Eigennamen markiert wird.
Trenne außerdem den Satzanfang von der eigentlichen Zeichenprüfung. Ob ein Satz mit „Bitte“, „Ich“ oder „Kannst du“ beginnt, verändert die abgefragte Wortfolge nicht. Lies zuerst den Satzanfang und untersuche danach die Zeichenstelle.
Die Wörterbuchbeschreibung betrifft das Apostroph. Für eine andere Stelle prüfe die dortige Wortform und die beabsichtigte Zeichenfunktion gesondert.
Übertrage die Entscheidung nicht auf andere sprachliche Fragen. Prüfe Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung und Kommasetzung jeweils mit einer dafür passenden Regel. Fehlt eine passende Begründung, ermittle die Zeichenfunktion anhand einer geeigneten Wörterbuchangabe.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
- Schreibweise prüfen: Bei der abgefragten Wortfolge lautet die sichtbare Form „Apostroph kopieren“. Prüfe zuerst, ob versehentlich ein zusätzliches Apostroph angehängt wurde.
- Regel prüfen: Frage, ob das Zeichen eine Auslassung innerhalb eines Wortes, einen Genitiv bei einer genannten Endung oder eine bestimmte Ableitung von einem Eigennamen markiert. Diese drei Funktionen sind im Quellenmaterial ausdrücklich beschrieben.
- Beispielsatz prüfen: Lies den vollständigen Satz. Trenne den Satzanfang von der Zeichenstelle und vergleiche die Form mit den Beispielen „Bitte Apostroph kopieren“, „Ich soll Apostroph kopieren“ und „Kannst du Apostroph kopieren?“.
- Verwechslung prüfen: Vergleiche „Apostroph kopieren“ mit „Apostroph' kopieren“. Leite die zweite Variante nicht allein aus Aussprache oder Umgangssprache ab.
- Andere Themen abgrenzen: Wenn die Unsicherheit tatsächlich Rechtschreibung im weiteren Sinn betrifft, können Rechtschreibregeln nachgeschlagen werden. Für eine andere sprachliche Frage sind die jeweils passenden Themen wie Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme oder Textformen gesondert zu prüfen.
Der anwendbare Merksatz lautet: Erst die sichtbare Schreibweise feststellen, dann die belegte Funktion des Zeichens suchen, anschließend den ganzen Satz und die Verwechslung mit der angehängten Form prüfen. Für die vorliegende Wortfolge bleibt das Ergebnis „Apostroph kopieren“.
Quellen und Stand
- Apostroph, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
Die Einordnung „Apostroph kopieren: Welche Schreibweise stimmt?“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.