Einfache Anführungszeichen korrekt verwenden
Einfache Anführungszeichen: richtige Schreibweise
Als Paar gesetzte Anführungszeichen können insbesondere Beginn und Ende einer angeführten Rede kennzeichnen.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die Wortgruppe wird so geschrieben: einfache Anführungszeichen. Gemeint sind Anführungszeichen, die bei einem Zitat innerhalb eines schon angeführten Zitats verwendet werden. Das äußere Zitat erhält doppelte Anführungszeichen, das innere einfache.
Eine neutrale Darstellung der Einbettung ist: „Der Text enthält ‚einen inneren Wortlaut‘.“ Damit wird sichtbar, welche Ebene außen liegt und welche innerhalb des äußeren Zitats erscheint. Die Quellen beschreiben Anführungszeichen als paarweise gesetzte Satzzeichen und nennen einfache sowie doppelte Anführungszeichen als verschiedene Formen.
Für die konkrete Zeichenform lohnt sich ein Blick auf den verwendeten Text oder die jeweiligen Vorgaben. Die Quellen halten fest, dass Anführungszeichen in unterschiedlichen grafischen Formen vorkommen können. Entscheidend für die hier erklärte Anwendung ist daher nicht eine behauptete allgemeine Gestalt, sondern die Zuordnung: außen doppelte, innerhalb davon einfache Anführungszeichen.
Für die Rechtschreibung der Benennung hilft ein ganzer Beispielsatz: Im Manuskript stehen einfache Anführungszeichen innerhalb eines äußeren Zitats. So lassen sich Wortgruppe und Funktion getrennt prüfen.

Welche Regel die Schreibweise trägt
Die belegte Einordnung unterscheidet doppelte von einfachen Anführungszeichen. Bei einem Zitat innerhalb eines Zitats werden für die innere Ebene einfache Anführungszeichen verwendet. Dadurch lässt sich die Zeichenfolge in einem Beispiel klar gliedern: „Die Notiz lautet: ‚Bitte prüfen.‘“
Die äußere Ebene steht hier in doppelten Anführungszeichen „…“. Innerhalb dieser Ebene stehen die einfachen Zeichen ‚…‘. Richtig ist daher eine abgestufte Darstellung wie „… ‚…‘ …“. Nicht dieselbe Form wäre „… „…“ …“, weil die innere Ebene dort erneut mit doppelten Zeichen erscheint.
Die Unterscheidung betrifft die Verwendung der Zeichen, nicht eine zusätzliche Aussage über die Groß- oder Kleinschreibung der Wortgruppe. Ein neutraler Satz kann lauten: Im Text erscheinen einfache Anführungszeichen. Steht die Wortgruppe am Anfang eines Satzes, kann sie dort beginnen; diese Positionsfrage ist von der typografischen Entscheidung für ‚…‘ getrennt zu betrachten.
Wer weitere Rechtschreibregeln nachschlägt, kann die beiden Ebenen im konkreten Satz einzeln ansehen: außen doppelte Zeichen, innen einfache Zeichen. Für Groß- und Kleinschreibung liefert diese Unterscheidung keine eigene zusätzliche Regel.
Richtig und falsch im Satzvergleich
Die Gegenüberstellung betrifft die belegte Funktion bei einer Einbettung. Die Frage des Satzanfangs bleibt davon getrennt: Sie betrifft das erste Wort eines Satzes, während hier die Ebene eines Zitats geprüft wird.
| Passend | Nicht passend |
|---|---|
| „Sie sagte: ‚Der Termin bleibt bestehen.‘“ | „Sie sagte: „Der Termin bleibt bestehen.““ |
| „Im Protokoll steht: ‚Die Sitzung beginnt später.‘“ | „Im Protokoll steht: „Die Sitzung beginnt später.““ |
| „Der Bericht zitiert: ‚Die Daten werden ergänzt.‘“ | „Der Bericht zitiert: „Die Daten werden ergänzt.““ |
Jedes Paar zeigt ein Zitat innerhalb eines äußeren Zitats. Die Quellen tragen die Unterscheidung: Das äußere Zitat erhält doppelte, das innere einfache Anführungszeichen. Die konkreten Sätze dienen nur dazu, beide Ebenen unmittelbar sichtbar zu machen.
Die konkrete grafische Ausführung der Zeichen wird dadurch nicht festgelegt. Anführungszeichen können in verschiedenen graphischen Formen gebildet werden. Prüfe deshalb für einen vorhandenen Text die dort verlangte Zeichenform, ohne aus der Funktionsregel eine unbelegte Aussage über die Position oder Gestalt einzelner Zeichen abzuleiten.
Ein Satzanfang ist eine eigene Frage. Der Satz „Einfache Anführungszeichen markieren hier die innere Ebene.“ beginnt mit einem Wort am Satzanfang; die Einbettung wird davon nicht verändert. Die Kommasetzung und die Zeichensetzung können ebenfalls im Satz vorkommen. Für die Unterscheidung der Zitatebenen bleibt jedoch ausschlaggebend, ob ein Zitat innerhalb eines äußeren Zitats steht.
Typische Verwechslungen vermeiden
Eine Verwechslung kann zwischen typografischen Zeichen und dem geraden Zeichen entstehen. Anführungszeichen können in unterschiedlichen grafischen Formen erscheinen. Prüfe im konkreten Text daher, welche Zeichenform die verwendete Vorlage zeigt und welche Funktion das gerade Zeichen dort haben soll.
Auch die Ebenen eines verschachtelten Zitats können verwechselt werden. In „Die Nachricht lautet: ‚Bitte warten.‘“ markieren die doppelten Zeichen die äußere Ebene. Die einfachen Zeichen gehören zur inneren Ebene. Werden innen erneut doppelte Anführungszeichen gesetzt, ist die Unterscheidung der Ebenen nicht mehr sichtbar.
Die grafische Gestalt und die Benennung sind ebenfalls getrennt zu prüfen. Für einen konkreten Text lässt sich zunächst feststellen, ob ein Zitat in einem anderen Zitat steht; dann ist die innere Stelle der Punkt, an dem einfache Anführungszeichen relevant sind. Vergleiche anschließend die verwendeten Begrenzungszeichen mit der Vorlage.
Eine weitere Verwechslung betrifft die Funktion der Zeichen. Anführungszeichen können den Anfang und das Ende angeführter Rede kennzeichnen. Bei einem Zitat im Zitat kommt die zusätzliche innere Ebene hinzu. Die Beispiele zeigen nur diese Anordnung; sie treffen keine Aussage darüber, wie oft bestimmte Formen verwendet werden.
Die Anker Getrennt- und Zusammenschreibung und Rechtschreibreform betreffen andere Fragen als die hier gezeigte Zeichenform. Für diese Seite genügt die sichtbare Prüfung der beiden Zitatebenen und ihrer Begrenzungszeichen.

Der kurze Prüfweg
- Markiere zuerst den Wortlaut, der als äußeres Zitat behandelt wird.
- Prüfe dann, ob darin ein weiterer zitierter Wortlaut enthalten ist.
- Steht ein Zitat im Zitat, ordne dem äußeren Zitat doppelte und dem inneren Zitat einfache Anführungszeichen zu.
- Sieh dir beim inneren Zitat beide Begrenzungszeichen an: Bestimme im konkreten Text, welches Zeichen den Wortlaut eröffnet und welches ihn abschließt.
- Vergleiche die beiden Zeichen mit der verwendeten Vorlage oder den geltenden Vorgaben; Anführungszeichen können unterschiedliche grafische Formen haben.
- Kontrolliere außerdem, ob statt zweier passender Begrenzungszeichen nur gerade Tastaturzeichen eingesetzt wurden, und prüfe deren beabsichtigte Funktion im Text.
- Lies anschließend den vollständigen Satz, damit äußeres und inneres Zitat als zwei Ebenen erkennbar bleiben.
Ein Abgleich über Rechtschreibprogramme kann die Wortgruppe auffinden. Für die Entscheidung über die Zeichen reicht er allein nicht: Maßgeblich ist, ob im Satz ein Zitat innerhalb eines anderen Zitats vorliegt.
Beim Thema wissenschaftliches Schreiben ist die Aufgabenstellung des Zeichens vom behandelten Ausdruck zu trennen. Die Quelle nennt für Wörter, Syntagmen und Sätze als Gegenstand einer linguistischen Beschreibung oder Analyse Kursivsetzung statt Anführungszeichen. Prüfe deshalb zuerst, ob du zitierst oder einen Ausdruck untersuchst.
Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, passende Synonyme und verschiedene Textformen sind eigene Themen. Für diese Prüfung genügen die Zitatebenen, die Begrenzungszeichen und ein vollständiger Beispielsatz.
Quellen und Stand
- Anführungszeichen ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Anführungszeichen, Wiktionary: de.wiktionary.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Anführungszeichen, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
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