Endlich oder entlich: Welche Schreibweise stimmt?
Entlich endlich: richtige Schreibweise
Die richtige Schreibweise lautet endlich. Die Form entlich entsteht durch die Aussprache, ist nach der belegten Erklärung aber nicht korrekt.
Die richtige Schreibweise lautet endlich
Die korrekte Schreibweise ist endlich. Die Form entlich ist die fehlerhafte Variante. Wer zwischen beiden Schreibweisen schwankt, sollte deshalb im eigenen Text die Form mit d verwenden.
Die Verwechslung entsteht durch den gesprochenen Laut. In endlich klingt das geschriebene d wie ein stimmloser t-Laut. Beim Schreiben bleibt es trotzdem bei d. Die Aussprache allein liefert daher nicht die richtige Buchstabenfolge.
Eine kurze Anwendung sieht so aus: Die Suche hat endlich ein Ende. In diesem Satz steht die richtige Form. Die Schreibweise entlich wäre an dieser Stelle nicht korrekt.
Die Entscheidung lässt sich direkt am Wort selbst festmachen: endlich besteht aus den Silben end und lich. Das d steht am Ende der ersten Silbe. Genau dort wird es zwar wie ein t-Laut gesprochen, aber weiterhin als d geschrieben.
Merke dir für die unmittelbare Korrektur: endlich mit d, entlich nicht als richtige Schreibweise verwenden. Diese Antwort klärt die Form, bevor die nähere Regel betrachtet wird.

Warum endlich mit d geschrieben wird
Die Erklärung zur Schreibweise knüpft an das Nomen Ende an: endlich wird von diesem Wort abgeleitet. Damit ist endlich die richtige Form, entlich die fehlerhafte.
Die Aussprache kann die Entscheidung erschweren. Das d in endlich wird wie ein stimmloser t-Laut gesprochen; geschrieben wird das Wort dennoch mit d.
Das Wort setzt sich aus den Silben end und lich zusammen. Das d steht am Schluss der ersten Silbe und klingt dort stimmlos. Die Ableitung von Ende zeigt die passende Buchstabenfolge.
So steht im Satz: Endlich beginnt der freie Nachmittag. Auch in Wir haben endlich eine Lösung gefunden bleibt es bei endlich mit d. Die Form entlich ist in beiden Beispielen falsch.
Die Lautschrift [ˈɛntlɪç] bildet den t-Laut der Aussprache ab. Für die orthografische Form gilt weiterhin endlich.
Richtig und falsch im Satz vergleichen
Bei den folgenden Paaren steht der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Schreibregel. Entscheidend ist jeweils das Wort endlich, nicht die Position am Anfang oder innerhalb des Satzes.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Endlich ist der Brief angekommen. | Entlich ist der Brief angekommen. |
| Wir können endlich beginnen. | Wir können entlich beginnen. |
| Nach langer Suche war das Ziel endlich sichtbar. | Nach langer Suche war das Ziel entlich sichtbar. |
Im ersten Paar steht das fragliche Wort am Satzanfang. Der große Anfangsbuchstabe ändert nichts an der Entscheidung: Es heißt Endlich, nicht Entlich. Der Satzanfang ist also von der Regel für den Buchstaben in der Wortmitte zu trennen.
Im zweiten Paar steht das Wort nach einem Pronomen und einem Verb. Auch dort lautet die Form endlich. Die Stellung im Satz führt nicht zu einer anderen Schreibweise.
Im dritten Paar steht endlich im späteren Teil des Satzes. Wieder bleibt das d erhalten. Die drei Beispiele zeigen damit dieselbe Regel in unterschiedlichen Satzpositionen.
Falsch ist jeweils die Variante mit t nach dem n. Sie folgt zwar dem gehörten Laut, nicht aber der belegten Schreibweise. Richtig ist die Form mit d, weil sie auf Ende zurückgeführt wird.
Typische Stolperstellen bei endlich
Die wichtigste Stolperstelle liegt zwischen Hören und Schreiben. In endlich klingt das d wie ein t-Laut. Wer den Laut unmittelbar in Buchstaben überträgt, gelangt zur Form entlich. Diese Ableitung allein aus der Aussprache ist jedoch nicht ausreichend.
Auch die Silbengrenze kann zur Verwechslung beitragen. Das Wort wird als end und lich beschrieben. Das d steht am Ende der ersten Silbe und wird dort stimmlos gesprochen. Diese Lautung darf nicht als Beleg für ein geschriebenes t verstanden werden.
Eine weitere Stolperfalle ist die getrennte Betrachtung von Laut und Herkunft. Der gehörte Laut erklärt, warum die falsche Form naheliegen kann. Die Herleitung vom Nomen Ende erklärt dagegen, warum die richtige Schreibung ein d enthält. Beide Beobachtungen gehören zusammen, führen aber nicht zur gleichen Schreibweise.
Leite keine Variante allein aus Umgangssprache oder aus dem eigenen Hören ab. Prüfe stattdessen die Buchstabenfolge und die Herleitung über Ende. Angaben zur Häufigkeit der Verwechslung sind für diese Schreibentscheidung nicht nötig.
Wenn du beim Korrekturlesen entlich siehst, prüfe zunächst die Buchstabenfolge und danach die Herleitung über Ende. So bleibt die Entscheidung an der belegten Erklärung orientiert und wird nicht aus einer bloßen Lautwahrnehmung abgeleitet.

Der schnelle Merkcheck für die richtige Form
Für die Prüfung im eigenen Text genügt ein kurzer Weg. Suche zuerst die fragliche Buchstabenfolge: Steht dort entlich oder endlich? Die richtige Form wird mit d geschrieben.
- Schreibweise prüfen: Vergleiche das Wort mit der Form endlich. Die Variante entlich ist die falsche Form.
- Regel prüfen: Beziehe das Wort auf Ende. Die Herleitung erklärt das geschriebene d.
- Aussprache einordnen: Beachte, dass das d wie ein stimmloser t-Laut klingen kann. Tausche den Buchstaben deshalb nicht einfach aus.
- Beispielsatz prüfen: Setze die Form in einen Satz ein, etwa: Endlich ist die Aufgabe beendet. Kontrolliere dabei, ob weiterhin d geschrieben wird.
- Verwechslung prüfen: Suche gezielt nach entlich. Wenn diese Form im Text steht, ersetze sie durch endlich.
Der Merkpunkt lautet: Das d hört sich wie t an, bleibt beim Schreiben aber d. Die Schreibweise lässt sich zusätzlich über Ende erinnern. Damit verbindet der Prüfweg Form, Regel, Beispielsatz und die mögliche Verwechslung.
Wenn die eigene Prüfung keine eindeutige Entscheidung ergibt, vergleiche die konkrete Stelle erneut mit der belegten Form endlich und mit der Herleitung über Ende. Ergänze keine weitere Regel aus der bloßen Aussprache.
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Quellen und Stand
- Fachquelle: wortwuchs.net (geprüft am 2026-08-15)