Gendern Verwandter: Doppelnennung, Verwandte*r und Doppelpunkt
Alle geschlechtergerechten Schreibweisen für Verwandte im Überblick
Gendern Verwandter lässt sich durch Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen mit Sonderzeichen oder eine geschlechtsneutrale Umschreibung gestalten. Weil „Verwandter“ grammatisch ein Adjektiv ist wie „Angestellter“ oder „Vorsitzender“, wird die weibliche Standardform anders als bei vielen Berufsbezeichnungen über die Adjektivendung gebildet: Sie lautet „Verwandte“, nicht „Verwandtin“. Möglich sind die Doppelnennung „der Verwandte oder die Verwandte“, verkürzte Formen wie Verwandte*r, Verwandte:r und Verwandte_r sowie neutrale Alternativen wie „Familienmitglied“. Im bestimmten Nominativ Plural lautet die Form „die Verwandten“. Für wissenschaftliche Arbeiten lohnt sich vorab ein Blick in die Vorgaben der eigenen Hochschule.
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Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen
Egal ob klassisches Generikum, getrenntgeschlechtliche Schreibweise, neutrale Alternativen oder lediglich eine kurze Erläuterung: Auf Seite zwei sind vier Anwendungshinweise enthalten, inklusive der korrekten Positionierung im Schriftstück und einem Glossar mit drei Optionen. Diese Vorlage deckt alle Anforderungen für Studienarbeiten aller Art ab.
Kurz erklärt: Gendern Verwandter
Beim Gendern Verwandter kommen Doppelnennung, Sonderzeichen oder neutrale Umschreibungen infrage. Als substantiviertes Adjektiv gleicht „Verwandter“ Begriffen wie „Angestellter“ oder „Vorsitzender“. Das Femininum ist „Verwandte“, das Maskulinum „Verwandter“; der Artikel bestimmt die jeweilige Endung. Im bestimmten Nominativ Plural heißt es „die Verwandten“. Sonderzeichen im Wortinneren gehören nicht zum Kernbestand der amtlichen Rechtschreibung; welche Schreibweise passt, hängt daher besonders vom Kontext und den Vorgaben ab. In wissenschaftlichen Arbeiten richten sich diese häufig nach Hochschule oder Fachrichtung.

Mögliche Schreibweisen für „Verwandter“
Es bieten sich folgende Möglichkeiten für „Verwandter“:
- Doppelnennung: der Verwandte oder die Verwandte (im bestimmten Nominativ Plural: „die Verwandten“)
- Gendersternchen: Verwandte*r
- Doppelpunkt: Verwandte:r
- Unterstrich (Gender-Gap): Verwandte_r
- Binnen-I: „VerwandtIn“ bildet die Grundformen „Verwandter“ und „Verwandte“ nicht eindeutig ab.
Diese Kurzformen beziehen sich nur auf den Singular. Im bestimmten Nominativ Plural lautet die Form „die Verwandten“. Ob eine zusätzliche Kennzeichnung grammatisch erforderlich ist, richtet sich nach der gewählten Stilvorgabe.
Geschlechtsneutrale Alternativen lassen sich finden
Je nach Kontext können „verwandte Person“ oder „Familienmitglied“ als geschlechtsneutrale Alternativen zu „Verwandter“ passen. Im Plural eignet sich „Angehörige“; im Singular ist „angehörige Person“ möglich. Die Begriffe sind nicht in jedem Kontext bedeutungsgleich. Im bestimmten Nominativ Plural lautet die Form „die Verwandten“. Wer neutrale Formulierungen bevorzugt, findet im Ratgeber zum Thema gendergerechte Sprache weiterführende Strategien und Beispiele, etwa Umschreibungen mit Partizipien oder Sammelbegriffen für andere Personengruppen.
Beispielsatz: Verwandter im Studienkontext
Im akademischen Fließtext lässt sich die Doppelnennung beispielsweise so einsetzen: „Die befragte Person berichtete, dass der Verwandte oder die Verwandte regelmäßig Unterstützung leistete.“ Für eine einzelne Person lautet eine vollständige Formulierung: „Als Ansprechperson wurde jeweils ein Verwandter oder eine Verwandte benannt.“ Im bestimmten Nominativ Plural lautet die Form „Insgesamt wurden zwölf Verwandte der Studienteilnehmenden befragt.“ Welche Variante passt, hängt von den Schreibkonventionen der jeweiligen Hochschule und des Fachbereichs ab. Ein Blick in den eigenen Leitfaden ist vor dem Schreiben sinnvoll.

Häufige Fehler beim Gendern von Verwandter vermeiden
Die standardsprachliche feminine Form lautet „Verwandte“, nicht „Verwandtin“. Sonderzeichen im Plural können zu uneinheitlichen Formen führen; maßgeblich ist die gewählte Stilvorgabe. Ein uneinheitlicher Wechsel zwischen Doppelnennung, Sonderzeichen und neutraler Form innerhalb eines Textes erschwert die Lesbarkeit. Für eine wissenschaftliche Arbeit empfiehlt es sich daher, vorab die Vorgaben der Hochschule zu prüfen und anschließend konsequent bei einer Variante zu bleiben. Weiterführende Hinweise zum einheitlichen Vorgehen bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit: Gendern von Verwandter richtig anwenden
Für „Verwandter“ kommen die Doppelnennung „der Verwandte oder die Verwandte“, verkürzte Schreibweisen wie Verwandte*r, Verwandte:r und Verwandte_r sowie neutrale Alternativen wie „verwandte Person“ und „Familienmitglied“ infrage. Da die weibliche Standardform „Verwandte“ heißt und nicht „Verwandtin“, unterscheidet sich dieses Wort von vielen anderen Personenbezeichnungen. Im bestimmten Nominativ Plural lautet die Form „die Verwandten“. Entscheidend ist eine konsequente Anwendung der gewählten Form über den gesamten Text hinweg, abgestimmt auf die jeweiligen Vorgaben von Hochschule, Fachbereich oder Redaktion. Im Zweifel hilft ein kurzer Abgleich mit der Betreuungsperson, bevor die Arbeit endgültig formatiert wird.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Gast gendern, Klient gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.