Gendern Winzer: Formen und Alternativen im Überblick
Winzer geschlechtergerecht formulieren: ein Überblick für Studium und Praxis
Gendern Winzer bedeutet, die Berufsbezeichnung wahlweise durch Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen oder eine neutrale Umschreibung geschlechtergerecht zu formulieren. Die weibliche Form lautet Winzerin, der Plural Winzerinnen, die Doppelnennung entsprechend Winzerinnen und Winzer. Verkürzt sind Winzer*innen, Winzer:innen, Winzer_innen und WinzerInnen gebräuchlich. Eine ebenso kurze neutrale Form existiert für dieses Wort nicht, weshalb Umschreibungen wie im Weinbau tätige Person nötig sind. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Hochschulvorgaben prüfen, sonst Doppelnennung oder neutrale Formulierung konsequent nutzen.
Gendern Winzer: die kurze Antwort
Wer gendern Winzer sucht, möchte wissen, wie sich die Berufsbezeichnung geschlechtergerecht formulieren lässt. Die kurze Antwort: Es gibt mehrere korrekte Wege. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung Winzerinnen und Winzer, bei der beide Formen ausgeschrieben nebeneinanderstehen. Wer Platz sparen möchte, greift zu verkürzten Schreibweisen wie Winzer*innen, Winzer:innen oder Winzer_innen. Die weibliche Einzelform lautet Winzerin, der zugehörige Plural Winzerinnen. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab: In Fließtexten wirkt die Doppelnennung am unauffälligsten, in Tabellen oder Stellenanzeigen kommen die verkürzten Formen häufiger zum Einsatz. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt grundsätzlich, sich an den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Fachzeitschrift zu orientieren und die gewählte Form im gesamten Text einheitlich zu verwenden.

Alle Genderformen von Winzer im Überblick
Für die Berufsbezeichnung Winzer existieren mehrere gängige Genderformen, die sich in Ausschreibung und Kürze unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Varianten auf einen Blick:
- Doppelnennung (ausgeschrieben): Winzerinnen und Winzer
- Gendersternchen: Winzer*innen
- Doppelpunkt: Winzer:innen
- Unterstrich (Gender-Gap): Winzer_innen
- Binnen-I: WinzerInnen
Alle verkürzten Formen setzen die weibliche Endung innen an den männlichen Wortstamm Winzer an und sollen so alle Geschlechter gleichermaßen ansprechen. Welche Schreibweise passend ist, richtet sich nach Textsorte, Hausstil und, im akademischen Umfeld, nach den Vorgaben der Hochschule. Wichtig ist vor allem, sich innerhalb eines Dokuments für eine Form zu entscheiden und diese durchgehend beizubehalten, damit der Text einheitlich und gut lesbar bleibt.
Gibt es eine neutrale Alternative zu Winzer?
Eine ebenso kurze geschlechtsneutrale Alternative wie bei Verben auf en, aus denen sich Partizipien wie Studierende oder Reisende bilden lassen, existiert für Winzer nicht. Das Wort geht auf einen historischen Berufsnamen zurück, zu dem es keine gebräuchliche substantivierte Verbform gibt. Wer dennoch neutral formulieren möchte, weicht deshalb auf Umschreibungen aus, etwa im Weinbau tätige Person, Beschäftigte im Weinbau oder Fachkraft für Weinbau. Diese Varianten sind zwar länger als die verkürzten Genderformen, umgehen aber jede Festlegung auf ein Geschlecht und eignen sich besonders für Definitionen, Stellenprofile oder allgemeine Aussagen über die Berufsgruppe. Mehr zu den Grundprinzipien liefert unser Beitrag zu gendergerechte Sprache. In Fließtexten über konkrete Personen bleiben die Doppelnennung oder eine verkürzte Form meist die praktikablere Lösung.
Beispielsatz für die wissenschaftliche Arbeit
Im Studien und Uniumfeld taucht die Berufsbezeichnung häufig in Arbeiten zu Weinbau, Önologie oder Agrarwissenschaft auf. Ein Beispiel für eine geschlechtergerechte Formulierung in einer wissenschaftlichen Arbeit lautet: Die befragten Winzerinnen und Winzer gaben an, dass sich die Erntebedingungen in den vergangenen Jahren verändert haben. Alternativ, mit verkürzter Schreibweise: Von den befragten Winzer:innen nannten 60 Prozent den Klimawandel als größte Herausforderung. Beide Varianten sind fachlich korrekt, sofern die Hochschule keine abweichende Vorgabe macht. Wichtig ist, die gewählte Schreibweise ab der ersten Nennung konsequent durchzuhalten, auch in Tabellen, Grafikbeschriftungen und im Literaturverzeichnis, damit der wissenschaftliche Text stilistisch einheitlich bleibt.

Gendern Winzer: häufige Fehler vermeiden
Beim Versuch, gendern Winzer korrekt umzusetzen, passieren einige typische Fehler. Ein häufiger Fehler ist die falsche Pluralbildung der weiblichen Form, etwa Winzerinen statt Winzerinnen. Ebenso problematisch ist das Mischen mehrerer Schreibweisen innerhalb eines Textes, etwa wenn im selben Kapitel Winzer*innen und Winzer:innen abwechselnd auftauchen. Auch die Verwendung des generischen Maskulinums Winzer als vermeintlich neutrale Bezeichnung für alle Geschlechter gilt in vielen wissenschaftlichen Kontexten inzwischen als unpräzise. Für die eigene Abschluss oder Seminararbeit empfiehlt es sich daher, zunächst in der Prüfungsordnung oder beim Betreuer nachzufragen, ob eine bestimmte Form vorgeschrieben ist. Weitere Hinweise liefert unser Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Gibt es keine Vorgabe, sind Doppelnennung oder neutrale Umschreibung die sachlich sichersten Optionen.
Fazit zu Winzerin, Winzer und Co.
Winzer lässt sich auf mehreren fachlich anerkannten Wegen geschlechtergerecht formulieren: durch die Doppelnennung Winzerinnen und Winzer, durch verkürzte Schreibweisen wie Winzer*innen oder Winzer:innen sowie, sofern der Kontext es zulässt, durch eine neutrale Umschreibung. Eine einzelne, für alle Textsorten gültige Lösung gibt es nicht, da amtliche Regelwerke die verkürzten Formen bislang nicht als Standard führen, viele Hochschulen sie aber ausdrücklich zulassen oder sogar verlangen. Für wissenschaftliche Arbeiten bleibt deshalb der Blick in die eigenen Vorgaben unverzichtbar. Wo diese fehlen, sind Doppelnennung oder neutrale Formulierung die verlässlichste Wahl, weil sie unabhängig von Sonderzeichen funktionieren und in jedem Fachbereich verständlich bleiben.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Förster gendern, Jäger gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.