Gendergerechte Sprache

Gendergerechte Sprache in der Bachelorarbeit

Lesezeit ca. 5 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. April 2026 · alle Genderformen

Gendergerechte Sprache umfasst mehr als nur Sternchen oder Doppelpunkt. Wer wirklich elegant gendert, nutzt eine Mischung aus geschlechtsneutralen Begriffen, Doppelnennungen und – wo nötig – Sonderzeichen. Wir zeigen dir, wie du gendergerechte Sprache in deiner Bachelorarbeit verwendest, ohne den Lesefluss zu stören.

Drei Grundstrategien

  1. Neutrale Begriffe: „Studierende" statt „Studenten/Studentinnen", „Lehrkraft" statt „Lehrer", „Person" statt „Mann/Frau".
  2. Doppelnennungen: „Studentinnen und Studenten" – funktioniert, wirkt aber bei häufiger Verwendung schwerfällig.
  3. Sonderzeichen-Formen: Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I etc. – schließen alle Geschlechter ein.

Wann welche Strategie?

Eine Empfehlung: Beginne mit neutralen Begriffen, wo möglich. Verwende Doppelnennungen oder Sonderzeichen nur an Stellen, wo keine neutrale Form existiert. Das macht den Text natürlicher lesbar.

Beispiele für neutrale Begriffe

Beispielsätze

Schwerfällig: „Die Studentinnen und Studenten der Universität waren mit den Lehrerinnen und Lehrern unzufrieden, weil die Forscherinnen und Forscher Probleme nicht ernst nahmen."

Elegant: „Die Studierenden der Universität waren mit den Lehrkräften unzufrieden, weil das Forschungspersonal Probleme nicht ernst nahm."

Stilistische Tricks

Wann Sonderzeichen?

Wenn keine neutrale Form existiert und Doppelnennung zu schwerfällig wirkt:

Ressourcen

Online-Wörterbücher wie geschicktgendern.de oder das Genderwörterbuch des Duden bieten neutrale Alternativen für viele Begriffe. Sehr hilfreich beim Schreiben.

Häufige Fehler

Mehr im Hub Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit. Stilistische Konsistenz wird im professionellen Lektorat geprüft.

Du willst, dass deine gendergerechte Sprache konsistent und elegant ist? Lektorat ab 0,29 € pro Normseite.

Datei hochladen

Häufige Fragen zur gendergerechten Sprache

Was ist die eleganteste Genderform?

Neutrale Begriffe – wo verfügbar. „Studierende" liest sich besser als „Student*innen", „Lehrkraft" besser als „Lehrer*in".

Wie schreibe ich „Bewerber"?

Neutrale Alternativen: „Bewerbende" (Partizip), „Bewerbung" (Sache statt Person). „Bewerber*innen" wenn Sonderzeichen passt.

Was bei Berufen wie „Krankenschwester"?

Hier wird oft die neutrale Form „Pflegekraft" oder „Pflegepersonal" empfohlen. „Krankenschwester / Krankenpfleger" ist die Doppelnennung.

Brauche ich gendergerechte Sprache auch in Fußnoten und Tabellen?

Ja, konsequent. Wenn der Haupttext gegendert ist, sollten auch Tabellen, Diagramm-Beschriftungen und Fußnoten gegendert sein.

Was, wenn ich aus Originalliteratur zitiere, die nicht gendert?

Das Zitat bleibt original – auch mit generischem Maskulinum. Im Anschluss kannst du im eigenen Text gendergerecht schreiben. Manchmal lohnt eine kurze Erläuterung in der Fußnote.