Einzelne richtig gendern: Diese Formen stehen zur Auswahl
Einzelne richtig gendern
Für „Einzelne“ nennt das Genderwörterbuch mehrere grammatisch vollständige Formen. Entscheidend sind die Ausgangsform, der Personenbezug, die Zielgruppe und die Lesbarkeit des konkreten Satzes.
Belegte Formen für „Einzelne“
Für „Einzelne“ sind männliche beziehungsweise generische sowie weibliche beziehungsweise movierte Flexionsformen verzeichnet. Im Singular steht im Nominativ „Einzelne“. Genitiv und Dativ lauten jeweils „Einzelnen“. Im Akkusativ steht bei der männlichen beziehungsweise generischen Form „Einzelnen“, bei der weiblichen Form „Einzelne“.
Im Plural ist „Einzelnen“ als Nominativform aufgeführt. Auch Genitiv, Dativ und Akkusativ im Plural lauten „Einzelnen“.
Als geschlechtlich berücksichtigende Schreibweisen sind Paarform, Schrägstrichschreibung und Klammerform aufgeführt. Daneben gibt es eine geschlechtsneutral verwendbare Partizipialform. Die Paarform im Singular lautet im Nominativ „die bzw. der Einzelne“ und im Akkusativ „die Einzelne bzw. den Einzelnen“. Für den Plural sind „die Einzelnen“ im Nominativ und „den Einzelnen“ im Dativ angegeben.
Für die Schrägstrichschreibung stehen im Nominativ Singular „der/die Einzelne“ und im Akkusativ Singular „den/die Einzelne/-n“. Im Plural sind „die Einzelnen“ im Nominativ sowie „den Einzelnen“ im Dativ verzeichnet. Die Klammerform ist im Nominativ Singular „der/die Einzelne“; im Akkusativ Singular lautet sie „den/die Einzelne(n)“.

Welche Form passt zum Satzkontext?
Mit bestimmtem Artikel ist „der/die Einzelne“ im Nominativ Singular schwach flektiert und für beide Geschlechter formgleich. Bei starker Flexion mit unbestimmtem Artikel oder ohne Artikel unterscheiden sich die Formen. Im Akkusativ Singular besteht grundsätzlich ebenfalls eine Unterscheidung.
Für den Nominativ Singular ist die Paarform „die bzw. der Einzelne“ verzeichnet. Im Akkusativ Singular lautet sie „die Einzelne bzw. den Einzelnen“. Die Schrägstrichform steht im Nominativ als „der/die Einzelne“ und im Akkusativ als „den/die Einzelne/-n“. Für den Akkusativ ist außerdem die Klammerform „den/die Einzelne(n)“ angegeben.
Im Plural sind „die Einzelnen“ für den Nominativ und „den Einzelnen“ für den Dativ ausgeschrieben. Ermittle im eigenen Satz den Kasus und gleiche ihn mit einer ausgeschriebenen Form ab.
Die Paarform und die geschlechtsneutral verwendbare Partizipialform sind unterschiedliche Einordnungen. „Einzelne“ ist eine adjektivisch flektierte Substantivierung. Als vollständige Formen sind etwa „die Einzelne“, „der Einzelne“, „die Einzelnen“ und „den Einzelnen“ aufgeführt.
Paarformen und neutrale Alternativen
Als direkt belegte Alternative zur einfachen Form nennt die Quelle die Paarform. Sie verbindet die weibliche und die männliche Form ausdrücklich. Im Nominativ Singular lautet sie „die bzw. der Einzelne“. Im Akkusativ Singular nennt die Quelle „die Einzelne bzw. den Einzelnen“. Für den Plural werden „die Einzelnen“ im Nominativ und „den Einzelnen“ im Dativ angegeben.
Eine weitere belegte Möglichkeit ist die Schrägstrichschreibung. Im Nominativ Singular steht „der/die Einzelne“. Im Akkusativ Singular lautet die angegebene Form „den/die Einzelne/-n“. Für den Nominativ Plural führt die Quelle „die Einzelnen“ auf, für den Dativ Plural „den Einzelnen“.
Die Klammerform ist ebenfalls direkt aus der Quelle ableitbar. Sie erscheint im Nominativ Singular als „der/die Einzelne“ und im Akkusativ Singular als „den/die Einzelne(n)“. Die Pluralformen lauten nach der Quelle „die Einzelnen“ im Nominativ und „den Einzelnen“ im Dativ.
Als geschlechtsneutrale Alternative nennt das Genderwörterbuch die partizipiale Form. Die Quelle beschreibt „Einzelne“ dabei als adjektivisch flektierte Substantivierung, die genderneutral verwendet werden kann. Diese Beschreibung trägt keine Aussage, dass eine bestimmte Form in jedem Text verwendet werden muss. Wähle daher anhand des Satzes, des gewünschten Personenbezugs und der Lesbarkeit. Wenn eine Paarform den Personenbezug sichtbar machen soll, prüfe die vollständige Paarform. Wenn eine neutrale Bezeichnung genügt, prüfe die partizipiale Form „Einzelne“ mit passendem Artikel und Kasus.
Drei vollständige Beispielsätze
Die folgenden Sätze zeigen unterschiedliche, aus der Quelle ableitbare Formen. Sie dienen als eigenständige Beispiele und legen keine einzelne Schreibweise für jeden Zusammenhang fest.
Die bzw. der Einzelne trägt die Entscheidung in diesem Satz selbst.
Die Redaktion berücksichtigt den/die Einzelne(n) bei der abschließenden Prüfung.
Den Einzelnen wurde die überarbeitete Fassung vorgelegt.
Im ersten Beispiel steht eine belegte Paarform im Nominativ Singular. Der bestimmte Artikel und die Form „Einzelne“ bilden gemeinsam eine vollständige Satzgruppe. Im zweiten Beispiel steht eine Klammerform im Akkusativ Singular. Die Endung in „Einzelne(n)“ macht sichtbar, dass die Form an den Kasus angepasst wird.
Das dritte Beispiel verwendet die belegte Pluralform im Dativ. Der Artikel „den“ und die Endung „-n“ stehen zusammen in der vollständigen Form „den Einzelnen“. Die Beispiele zeigen damit eine Paarform, eine Klammerform und eine Pluralform. Sie ersetzen nicht die Prüfung des jeweiligen Satzes. Für einen eigenen Text ist zuerst festzustellen, ob Singular oder Plural sowie Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ vorliegt.
Eine neutrale Variante kann ebenfalls in einem vollständigen Satz stehen: „Die Einzelne erhält eine schriftliche Rückmeldung.“ Diese Form ist im Nominativ oder Akkusativ Singular abhängig von der Satzfunktion zu prüfen. Entscheidend ist, dass der gewählte Artikel, der Kasus und die substantivierte Form zusammenpassen.

Auswahl mit vier kurzen Prüfungen
Beginne mit der Ausgangsform. Steht im Entwurf „Einzelne“, „Einzelner“ oder „Einzelnen“? Vergleiche diese Form mit dem Artikel und bestimme den Kasus des Satzes. Die Quelle unterscheidet die Formen nach Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ sowie nach Singular und Plural.
- Ausgangsform prüfen: Lies das ganze Satzglied und nicht nur das einzelne Wort. Entscheide, ob die Form mit bestimmtem Artikel, unbestimmtem Artikel oder ohne Artikel steht.
- Personenbezug prüfen: Soll der Satz eine Paarform ausdrücklich nennen oder eine geschlechtsneutrale Form verwenden? Die Quelle nennt dafür Paarform, Schrägstrichschreibung, Klammerform und partizipiale Form.
- Zielgruppe prüfen: Wähle nur eine belegte Schreibweise, deren Aufbau für die angesprochene Zielgruppe verständlich bleibt. Wenn die Zielgruppe die Schreibweise nicht unmittelbar einordnen kann, vergleiche die belegte Paarform mit der geschlechtsneutralen Form.
- Lesbarkeit prüfen: Lies den vollständigen Satz laut oder still durch. Achte darauf, ob Artikel, Endung und Satzfunktion zusammenpassen. Verwende keine abgeschnittene Form aus einer Quellenstelle.
Für den Singular kann die Prüfung zu „der/die Einzelne“, „ein Einzelner“ oder „eine Einzelne“ führen, sofern die Satzstruktur diese Form trägt. Für den Akkusativ nennt die Quelle unter anderem „den/die Einzelne(n)“ sowie „die Einzelne bzw. den Einzelnen“. Für den Plural stehen „die Einzelnen“ im Nominativ und „den Einzelnen“ im Dativ zur Verfügung.
Am Ende sollte der Satz vollständig und lesbar sein. Stelle die gewählte Form nicht als überall verpflichtend dar. Prüfe stattdessen erneut Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit des konkreten Textes.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)