Doktor gendern: Diese Formen gibt es

Doktor richtig gendern: Formen und Beispiele. Unten findest du belegte Varianten, Beispielsätze und die Quellenangabe.

Doktor richtig gendern

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Genderformen A bis D

Für „Doktor“ und „Doktorin“ gibt es mehrere Formen. Entscheidend ist, ob du eine einzelne Person, mehrere Personen, eine Paarform oder eine der aufgeführten Schreibweisen ausdrücken möchtest.

Vorschau der ersten Seite: Gender-Hinweis: vier fertige FormulierungenVorschau der ersten Seite

Kostenlos herunterladen

Gender-Hinweis: vier fertige Formulierungen

Wer „Doktor“ in der Hausarbeit gendert, braucht einen Satz dazu: ab Seite 2 vier Hinweise (generisches Maskulinum, Doppelpunkt, neutrale Formen, kurze Fußnote), der passende Ort im Dokument und eine Wortliste mit drei Formen. Auch für Bachelor- und Masterarbeit.

Alle Vorlagen ansehen

Belegte Formen für Doktor und Doktorin

Die Flexionen für Doktor und Doktorin sind im Eintrag aufgeführt. Bei der generischen beziehungsweise maskulinen Form stehen im Nominativ Singular Doktor und im Nominativ Plural Doktoren. Für die weibliche beziehungsweise movierte Form nennt die Tabelle Doktorin im Singular und Doktorinnen im Plural.

Die Liste umfasst auch die übrigen Kasus. Beim maskulinen Wort verzeichnet der Eintrag im Genitiv Doktors im Singular und Doktoren im Plural. Im Dativ und Akkusativ stehen jeweils Doktor sowie Doktoren. Bei der weiblichen Form lauten die Angaben für Genitiv, Dativ und Akkusativ jeweils Doktorin im Singular und Doktorinnen im Plural.

Der Eintrag führt Paarformen als geschlechtlich berücksichtigende Bezeichnungen auf. Im Nominativ Singular steht die Doktorin beziehungsweise der Doktor; für den Genitiv Singular ist der Doktorin beziehungsweise des Doktors angegeben. Im Plural stehen die Doktorinnen und Doktoren im Nominativ und den Doktorinnen und Doktoren im Dativ.

Zudem führt der Eintrag Schrägstrich- und Klammerformen auf. Im Nominativ Singular stehen der/die Doktor/-in und der/die Doktor(in). Die Nominativ-Pluralform die Doktoren/-innen ist mit einem Sternchen versehen; Genderator kennzeichnet sie damit als nicht realisierbar. Hingegen erscheint die Doktor(inn)en ohne diese Kennzeichnung im Nominativ Plural. Die passende Form für Kasus und Numerus lässt sich im vollständigen Eintrag prüfen.

Eine Partizipialform ist nach dem Eintrag nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich. Außerdem nennt er als nicht amtliche Kurzbezeichnungen Binnenmajuskel, Gendersternchen beziehungsweise Genderstar und Genderdoppelpunkt. Der Auszug zeigt nicht jede dieser Formen vollständig; daher lassen sich aus ihm nur die vollständig dargestellten Varianten unmittelbar übernehmen.

Doktor gendern: Diese Formen gibt es, Vergleich von Doktor und Doktorin

Die Form muss zum Satzkontext passen

Der Eintrag unterscheidet eine männliche beziehungsweise generische und eine weibliche beziehungsweise movierte Form. Die Flexionstabelle enthält für den Nominativ Singular der Doktor und die Doktorin; im Nominativ Plural stehen die Doktoren und die Doktorinnen. Personenbezeichnungen mit beiden Formen werden hier als Paarformen belegt.

Im Nominativ Singular enthält der Eintrag bei Paarformen die Doktorin beziehungsweise der Doktor. Entsprechend lauten die Genitivangaben der Doktorin beziehungsweise des Doktors. Zur Mehrzahl gehören die Doktorinnen und Doktoren im Nominativ und den Doktorinnen und Doktoren im Dativ. Bitte vergleiche die vollständige Quellenform, statt Fragmente willkürlich umzuwandeln.

Die Einzelbezeichnungen sind in der Tabelle nach Kasus aufgeführt. Bei Doktorin stehen im Singular die Doktorin im Nominativ und Akkusativ sowie der Doktorin im Genitiv und Dativ. Bei Doktor nennt die Tabelle der Doktor im Nominativ, des Doktors im Genitiv, dem Doktor im Dativ und den Doktor im Akkusativ.

Der Eintrag enthält vollständige Nominativformen für Schrägstrich- und Klammerformen: der/die Doktor/-in, die Doktoren/-innen, der/die Doktor(in) und die Doktor(inn)en. Für die Doppelpunktform lautet der Nominativ Singular der:die Doktor:in. Prüfe für jeden benötigten Kasus und Numerus die vollständige Form im Wörterbucheintrag.

Prüfe eigene Sätze anhand passender, dokumentierter Fassungen nach Kasus, Numerus und vollständiger Eintragsangabe. Unvollständige Quellenteile lässt du dabei unberücksichtigt.

Paarformen und weitere belegte Schreibweisen

Paarformen sind im Eintrag dokumentiert. Im Nominativ Singular steht die Doktorin beziehungsweise der Doktor. Die Form verbindet die weibliche und die männliche Personenbezeichnung. Für mehrere Personen ist im Nominativ die Doktorinnen und Doktoren verzeichnet; im Dativ lautet die Paarform den Doktorinnen und Doktoren.

Zusätzlich führt der Eintrag eine Schrägstrichschreibung auf. Für den Nominativ Singular ist der/die Doktor/-in angegeben. Die Pluralangabe die Doktoren/-innen und der Genitiv Singular des/der Doktors/-in tragen im Eintrag ein Sternchen. Genderator kennzeichnet diese Formen damit als nicht realisierbar.

Als weitere aufgeführte Schreibweise nennt der Eintrag die Klammerform. Im Nominativ Singular steht der/die Doktor(in). Für den Nominativ Plural nennt der Eintrag die Doktor(inn)en; im Dativ Plural ist den Doktor(inn)en angegeben. Die Form richtet sich dabei nach der im Eintrag ausgewiesenen Kombination aus Begleiterwort, Numerus und Kasus.

Bei den geschlechtsneutralen Bezeichnungen ist keine Partizipialform als bildbar oder bedeutungsgleich ausgewiesen. Der Eintrag führt außerdem Kurzbezeichnungen auf und kennzeichnet sie als nicht amtlich. Genannt werden Binnenmajuskel, Gendersternchen beziehungsweise Genderstar und Genderdoppelpunkt. Für den Genderstar ist im Nominativ Singular der*die Doktor*in angegeben. Die Doppelpunktform lautet im Nominativ Singular der:die Doktor:in.

Die genannten Varianten stehen im Wörterbucheintrag. Eine bestimmte Schreibweise wird darin nicht als allgemeine Pflicht formuliert. Vor der Verwendung lässt sich daher die vollständige Form für Singular oder Plural sowie für den benötigten Kasus im Eintrag abgleichen.

Drei vollständige Beispielsätze

Die folgenden Sätze verwenden unterschiedliche, im Eintrag aufgeführte Formen. Sie zeigen jeweils einen vollständigen Satz und behaupten nicht, dass eine einzelne Schreibweise in jedem Zusammenhang eingesetzt werden muss.

  1. Ihre Forschungsarbeiten präsentierte die Doktorin während des Kolloquiums.

  2. Gemeinsam besprachen die Doktorinnen und Doktoren die gewonnenen Resultate.

  3. Der/die Doktor(in) erhält die Einladung zur Veranstaltung.

Im ersten Beispiel bezeichnet die Doktorin eine weibliche Person im Nominativ Singular. Im zweiten Beispiel steht die Paarform im Nominativ Plural. Das dritte Beispiel verwendet die im Eintrag aufgeführte Klammerform im Singular. Die drei Sätze unterscheiden sich damit in ihrer grammatischen Form und im Personenbezug.

Bei einem anderen Kasus müssen die Formen entsprechend verändert werden. Die belegte Genitiv-Paarform lautet: Die Arbeit der Doktorin beziehungsweise des Doktors wurde vorgestellt. Die belegte Dativ-Paarform lautet: Die Leitung gratulierte den Doktorinnen und Doktoren. In beiden Fällen werden die im Eintrag genannten vollständigen Formen in ihrer jeweiligen grammatischen Funktion verwendet.

Eine Einzelvariante kann ebenfalls passen, wenn der Personenbezug eindeutig ist. Zum Beispiel: Der Doktor beantwortete die Fragen zur Untersuchung. Einen weiblichen Bezug zeigt folgender Satz: Die Doktorin erläuterte den Ablauf. Aus den Beispielen lässt sich keine Aussage ableiten, dass eine dieser Formen immer verwendet werden muss.

Ungeeignete und belastbare Vorgehensweise bei Doktor richtig gendern

So prüfst du die passende Schreibweise

Beginne mit der Ausgangsform deines Satzes. Steht dort bereits Doktor, prüfe, ob die Form zum vorgesehenen Kasus und Numerus passt. Für die männliche beziehungsweise generische Form nennt der Eintrag unter anderem der Doktor, des Doktors, dem Doktor und den Doktor. Für die weibliche Form nennt er die Doktorin, der Doktorin und die Doktorin in den entsprechenden Satzfunktionen.

Prüfe danach den Personenbezug. Bezieht sich die Aussage auf eine Frau, verwende die dafür belegte Form Doktorin. Bezieht sie sich auf einen Mann, verwende die Form Doktor. Für mehrere Personen oder eine Paarform prüfe vollständige Formen wie die Doktorinnen und Doktoren oder die Doktorin beziehungsweise der Doktor.

Berücksichtige anschließend die Zielgruppe. Wenn du eine Paarform, Schrägstrichschreibung, Klammerform oder Kurzbezeichnung auswählst, lies den vollständigen Satz mit dieser Variante. Prüfe, ob Artikel, Kasus, Singular oder Plural sowie der Bezug der Pronomen zusammenpassen. Die im Eintrag genannten Kurzbezeichnungen sind dort als nicht amtlich gekennzeichnet. Beziehe diese Kennzeichnung in deine Auswahl ein.

Prüfe zuletzt die Lesbarkeit des konkreten Satzes. Vergleiche dafür die belegten Varianten, die für deinen Personenbezug und deinen Kasus vollständig vorliegen. Verwende keine unvollständige Form und ergänze kein abgeschnittenes Fragment. Wenn der Auszug eine Form nicht vollständig ausführt, führe eine konkrete Prüfung der vollständigen Form durch, bevor du sie in deinen Text übernimmst.

Damit ergeben sich vier Prüfpunkte: Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit. Keine dieser Prüfungen legt eine einzelne Form für alle Texte fest. Entscheidend ist, dass die gewählte Variante vollständig ist und zum eigenen Satz passt.

Passende nächste Schritte

Quellen und Stand

Möchtest du deinen Text vor der Abgabe sprachlich überprüfen lassen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Doktor richtig gendern

Wie lautet die weibliche Form von Doktor?

Die weibliche Form lautet „Doktorin“. Im Plural nennt der Eintrag „Doktorinnen“.

Welche Paarform gibt es für Doktor?

Im Eintrag stehen „die Doktorin beziehungsweise der Doktor“ im Nominativ sowie „die Doktorinnen und Doktoren“ im Plural.

Ist „Doktor/-in“ als Schreibweise aufgeführt?

Ja. Im Nominativ lautet der Eintrag „der/die Doktor/-in“. Die Pluralform „die Doktoren/-innen“ ist mit einem Sternchen markiert und wird von Genderator als nicht realisierbar gekennzeichnet.

Welche Klammerform wird genannt?

Im Nominativ nennt der Eintrag „der/die Doktor(in)“. Für den Plural führt er „die Doktor(inn)en“ an.

Welche weiteren Schreibweisen nennt der Eintrag?

Eine Partizipialform wird als nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich beschrieben. Zusätzlich nennt der Eintrag als nicht amtlich gekennzeichnete Kurzbezeichnungen wie Binnenmajuskel, Gendersternchen und Genderdoppelpunkt.

Ist eine bestimmte Form immer vorgeschrieben?

Nein. Die aufgeführten Formen werden nicht als allgemein verpflichtend dargestellt. Prüfe daher Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit.

Unsere Partner