Dieb richtig gendern: Diese Formen sind belegt

Dieb richtig gendern

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Genderformen A bis D

Der Wörterbucheintrag zu Dieb und Diebin zeigt Flexionsformen, Paarformen, Schrägstrich- und Klammerformen sowie weitere geschlechtsberücksichtigende Schreibweisen.

Welche Formen gibt es für Dieb und Diebin?

Der Eintrag stellt Dieb und Diebin als Wortpaar gegenüber. Bei Dieb stehen im Singular die Formen Dieb, Diebs, Dieb und Dieb. Im Plural sind Diebe, Diebe, Dieben und Diebe verzeichnet. Die Übersicht ordnet diese Formen Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ zu.

Für Diebin nennt die Tabelle im Singular Diebin. Im Plural steht dort Diebinnen. Vor einer Formulierung kann der benötigte Fall mit der passenden Tabellenzeile abgeglichen werden.

Als Paarform führt der Eintrag für eine Person die Diebin beziehungsweise der Dieb auf. Für mehrere Personen steht die Diebinnen und Diebe; im Dativ lautet die aufgeführte Verbindung den Diebinnen und Dieben. Ein eigener Satz mit der Paarform ist: Die Diebin beziehungsweise der Dieb erschien vor dem Tor. Für den Plural kann stehen: Die Diebinnen und Diebe warteten im Flur.

Bei den Schrägstrichformen ist die nicht mit Asterisk versehene Nominativform im Singular der/die Dieb/-in. Ein vollständiger Beispielsatz lautet: Der/die Dieb/-in betrat den Raum. Für andere Satzfälle und den Plural enthält die Darstellung Einträge mit Asterisk; sie werden hier nicht als Satzmuster verwendet.

Auch die Klammerform ist im Nominativ Singular ohne Asterisk angegeben: der/die Dieb(in). Dazu passt der Satz Der/die Dieb(in) wurde erwähnt. Als weitere nicht mit Asterisk versehene Klammerform nennt die Tabelle im Dativ Plural den Dieb(inn)en. Diese Form kann nur dort eingesetzt werden, wo der Satz den Dativ Plural verlangt.

Bei den Kurzbezeichnungen sind im Nominativ Singular ohne Asterisk der/die DiebIn, der*die Dieb*in und der:die Dieb:in aufgeführt. Beispielsätze sind: Der/die DiebIn blieb im Raum. Der*die Dieb*in blieb im Raum. Der:die Dieb:in blieb im Raum. Die Quelle kennzeichnet Sternchen und Doppelpunkt als nicht binär; bei Binnenmajuskel weist sie zudem auf den nicht amtlichen Charakter hin. Mit Asterisk versehene Varianten werden nicht als vollständige Beispiele übernommen.

Dieb richtig gendern mit Checkliste für Unterlagen und nächste Schritte

Welche Form passt zu welchem Satzkontext?

Für den Satzkontext zeigt der Eintrag zunächst die vier Fälle Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Danach lässt sich zwischen Singular und Plural unterscheiden. Entscheidend ist die vollständige Form in der zugehörigen Tabellenzeile, nicht ein isolierter Wortteil aus einer anderen Zeile.

Bei einer Paarform steht für eine Person die Diebin beziehungsweise der Dieb. Ein vollständiger Satz dazu lautet: Die Diebin beziehungsweise der Dieb wurde aufgerufen. Für mehrere Personen ist die Diebinnen und Diebe verzeichnet; etwa: Die Diebinnen und Diebe kamen nacheinander herein. Wenn der Satz Dativ Plural verlangt, nennt die Übersicht den Diebinnen und Dieben. Dazu passt: Mit den Diebinnen und Dieben wurde gesprochen.

Für Schrägstrich- und Klammerformen enthält die Quelle jeweils eine nicht mit Asterisk versehene Nominativform im Singular. Das sind der/die Dieb/-in und der/die Dieb(in). Sie können in vollständigen Sätzen stehen: Der/die Dieb/-in wurde benannt. und Der/die Dieb(in) wurde benannt. Bei der Klammerform ist außerdem den Dieb(inn)en als Dativ Plural ohne Asterisk angegeben.

Für Binnenmajuskel, Gendersternchen und Genderdoppelpunkt sind ohne Asterisk die Nominativformen im Singular verzeichnet: der/die DiebIn, der*die Dieb*in und der:die Dieb:in. Daher lassen sich etwa die Sätze Der/die DiebIn blieb stehen., Der*die Dieb*in blieb stehen. und Der:die Dieb:in blieb stehen. bilden. Die mit Asterisk gekennzeichneten Pluralformen werden nicht als passende Satzbeispiele behandelt.

Eine Partizipialform nennt der Eintrag nicht als bildbar oder bedeutungsgleich. Statt einen neuen Ausdruck daraus abzuleiten, kann für den konkreten Satz eine der dort vollständig ausgewiesenen Personenbezeichnungen geprüft werden.

Am Schluss wird die Form mit dem benötigten Kasus, der Einzahl oder Mehrzahl und der jeweiligen Schreibweise abgeglichen. So bleibt die verwendete Form auf die vollständig aufgeführte Tabellenangabe bezogen.

Welche Paarformen und neutralen Varianten sind belegt?

Der Wörterbucheintrag nennt als Paarform im Singular die Diebin beziehungsweise der Dieb. Für den Plural ist die Diebinnen und Diebe angegeben. Benötigt der Satz den Dativ Plural, führt die Übersicht den Diebinnen und Dieben auf. Diese drei Angaben verbinden die weibliche und die männliche Personenbezeichnung.

Daneben enthält der Eintrag Schrägstrich- und Klammerformen. Ohne Asterisk stehen im Nominativ Singular der/die Dieb/-in und der/die Dieb(in). Bei der Klammerform ist außerdem den Dieb(inn)en für den Dativ Plural ohne Asterisk verzeichnet. Für einen Satz ist daher jeweils die vollständige Form des benötigten Falls maßgeblich.

Unter den Kurzbezeichnungen erscheint ohne Asterisk im Nominativ Singular die Binnenmajuskel der/die DiebIn. Der Eintrag weist diese Schreibweise als nicht amtlich aus. Ebenfalls ohne Asterisk nennt er der*die Dieb*in mit Gendersternchen und der:die Dieb:in mit Genderdoppelpunkt; beide sind dort als nicht binär markiert.

Andere Formen dieser Schreibweisen sind in der Quelle mit Asterisk versehen. Dazu zählen insbesondere die dort gezeigten Pluralvarianten der Binnenmajuskel, des Sternchens und des Doppelpunkts. Sie werden hier nicht als reguläre Alternativen oder als vollständige Anwendungsformen vorgeschlagen.

Eine Partizipialform ist laut Eintrag nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich. Daraus folgt keine neue neutrale Benennung für den Artikel. Stattdessen kann für einen geplanten Satz geprüft werden, ob eine vollständig aufgeführte Paar-, Schrägstrich-, Klammer- oder Kurzform zum benötigten Kasus und Numerus passt.

Keine einzelne Schreibweise wird damit für sämtliche Sätze festgelegt. Die Auswahl bleibt an die im Eintrag ausgewiesene vollständige Form und an den konkreten Satz gebunden. Bei einer Form mit mehreren Bestandteilen sollte sie als ganze Verbindung übernommen werden.

Drei vollständige Beispielsätze mit unterschiedlichen Formen

Die folgenden eigenständigen Sätze verwenden Formen, die im Eintrag ohne Asterisk als vollständige Formen stehen. Sie legen keine einzige Schreibweise für weitere Sätze fest.

  1. Die Diebin beziehungsweise der Dieb wartete im Flur.

  2. Die Diebinnen und Diebe betraten den Saal.

  3. Der:die Dieb:in blieb vor der Tür.

Weitere Sätze mit unmittelbar ausgewiesenen Nominativformen sind: Der/die Dieb/-in wurde aufgerufen. und Der/die Dieb(in) wurde aufgerufen. Auch die Binnenmajuskel kann in diesem Satzkontext stehen: Der/die DiebIn wurde aufgerufen.

Für einen Dativ-Plural-Kontext lautet ein eigenes Beispiel: Mit den Diebinnen und Dieben wurde gesprochen. Bei der Klammerform ist dafür den Dieb(inn)en ohne Asterisk im Eintrag aufgeführt.

Vor einem neuen Beispielsatz kann die vollständige Form für Kasus und Numerus in der Übersicht verglichen werden. Mit Asterisk gekennzeichnete Varianten werden nicht als Satzmuster übernommen.

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Was sollte vor der Auswahl geprüft werden?

Beginne mit der Ausgangsform im eigenen Satz. Prüfe, ob dort Dieb, Diebin, eine Paarform oder eine der aufgeführten Kurzbezeichnungen steht. Prüfe anschließend, ob der Satz eine einzelne Person oder mehrere Personen bezeichnet.

Bestimme danach den Personenbezug. Der Eintrag unterscheidet die männliche beziehungsweise generische Form, die weibliche Form, Paarformen sowie weitere geschlechtsberücksichtigende und geschlechtsneutrale Bezeichnungen. Vergleiche den beabsichtigten Bezug mit einer im Eintrag aufgeführten vollständigen Form.

Kontrolliere Kasus und Numerus. Für Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ nennt der Eintrag unterschiedliche Formen; prüfe außerdem Singular und Plural.

Berücksichtige Zielgruppe und Lesbarkeit. Lies dafür die vollständige Paarform und die beabsichtigte Kurzbezeichnung jeweils im gesamten Satz. Die Quelle führt Paarform, Schrägstrichform, Klammerform, Binnenmajuskel, Gendersternchen und Genderdoppelpunkt auf.

Prüfe die Lesbarkeit des gesamten Satzes. Vergleiche bei einer verkürzten Form die verwendete Schreibweise mit der im Wörterbucheintrag aufgeführten Form für Kasus und Numerus.

Wenn keine passende Form sicher bestimmt werden kann, ergänze keine unbelegte Alternative. Vergleiche die vollständige Form für den benötigten Kasus und Numerus im Wörterbucheintrag, bevor du sie in den Text übernimmst.

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Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Dieb richtig gendern

Wie lautet die weibliche Form von Dieb?

Die weibliche Form lautet Diebin. Im Plural nennt der Wörterbucheintrag Diebinnen.

Welche Paarform ist für Dieb belegt?

Als Paarform nennt die Quelle im Singular die Diebin beziehungsweise der Dieb. Im Plural steht die Diebinnen und Diebe.

Ist eine Partizipialform von Dieb belegt?

Die Quelle bezeichnet eine Partizipialform als nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich.

Welche Schreibweisen mit Sonderzeichen werden aufgeführt?

Genannt werden Gendersternchen und Genderdoppelpunkt, jeweils mit eigenen Formen für Singular, Plural und weitere Kasus.

Gibt es eine Schrägstrichform für Dieb?

Ja. Der Eintrag führt unter anderem der/die Dieb/-in sowie weitere Formen für Genitiv und Plural auf.

Was muss bei der Auswahl einer Form geprüft werden?

Prüfe Ausgangsform, Personenbezug, Kasus, Numerus, Zielgruppe und Lesbarkeit des vollständigen Satzes.

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