Cousin richtig gendern: Diese Formen sind belegt
Cousin richtig gendern
Für »Cousin« und »Cousine« verzeichnet das Genderwörterbuch Flexionsformen und geschlechtsberücksichtigende Paarformen. Der Überblick ordnet die belegten Formen ein und zeigt vollständige Beispielsätze.
Belegte Formen für Cousin und Cousine
Die Ausgangsformen sind Cousin und Cousine. Das Genderwörterbuch verzeichnet für beide Wörter Flexionsformen. Als Pluralformen sind Cousins und Cousinen aufgeführt.
Als geschlechtsberücksichtigende Variante ist die Paarform verzeichnet. Möglich sind vollständige Formen wie der/die Cousin/Cousine oder der Cousin/die Cousine. Der Eintrag weist diese Paarformen für alle aufgeführten Formen als möglich aus.
Eine verkürzte Schreibweise wie Cousin/-in ist nicht ausgewiesen. Schrägstriche sind nur bei vollständigen Paarformen vorgesehen. Klammerformen nennt der Eintrag ebenfalls nicht als mögliche Variante.
Für dieses Wort ist keine Partizipialform angegeben. Der Eintrag ordnet sie als nicht erforderlich ein, weil die Bezeichnung bereits gendergerecht sei. Auch Binnenmajuskel, Gendersternchen und Gendergap sind dort nicht als mögliche Kurzformen verzeichnet.
Damit dokumentiert die Quelle die ausgeschriebenen Personenbezeichnungen und vollständige Paarformen. Prüfe im eigenen Satz ausschließlich Artikel, Substantiv, Kasus sowie Singular oder Plural.

Welche Form passt zum Satzkontext?
Der Quelleneintrag führt Cousin als männliche beziehungsweise generische Form und Cousine als weibliche beziehungsweise movierte Form. Für beide Wörter sind Formen für Singular und Plural dokumentiert; die Pluralformen lauten Cousins und Cousinen.
Als geschlechtsberücksichtigende Möglichkeit enthält der Eintrag vollständige Paarformen, darunter der/die Cousin/Cousine und der Cousin/die Cousine. Die Personenbezeichnungen werden dabei vollständig geschrieben.
Eine Schrägstrichform mit abgetrennter Endung ist nicht als Möglichkeit verzeichnet. Der Schrägstrich ist im Eintrag auf vollständige Paarformen beschränkt. Klammerformen sind ebenfalls nicht möglich.
Eine Partizipialform ist nicht aufgeführt. Kurzformen mit Binnenmajuskel, Gendersternchen oder Gendergap weist der Eintrag ebenfalls als nicht möglich aus.
Nach dem Eintrag bezeichnet das Wort gewöhnlich eine konkrete Person und nur selten eine Gruppe. Prüfe im eigenen Satz ausschließlich die grammatische Übereinstimmung von Artikel und Substantiv sowie Kasus, Singular und Plural.
Paarformen und neutrale Alternativen
Die Quelle nennt als geschlechtsberücksichtigende Alternative die vollständige Paarform. Belegt sind der/die Cousin/Cousine und der Cousin/die Cousine. In diesen Formen sind beide Personenbezeichnungen ausgeschrieben.
Eine Schrägstrichschreibung ist laut Eintrag nur als vollständige Paarform möglich. Cousin/-in gehört deshalb nicht zu den genannten Varianten. Eine Klammerform ist ebenfalls nicht als Möglichkeit verzeichnet.
Für Cousin/Cousine nennt die Quelle keine Partizipialform. Sie führt außerdem keine Kurzform mit Binnenmajuskel, Gendersternchen oder Gendergap auf. Eine zusätzliche neutrale Ersatzbildung lässt sich aus dem Quelleneintrag nicht ableiten.
Die Paarform ist eine belegte Möglichkeit. Der Eintrag begründet jedoch keine allgemeine Pflicht, eine einzelne Form in allen Sätzen zu verwenden. Im Text sollte daher erkennbar bleiben, welche Personenbezeichnung ausgedrückt wird.
Drei vollständige Beispielsätze
Die folgenden vollständigen Sätze verwenden unterschiedliche Formen, die im Quelleneintrag erscheinen.
- Mein Cousin besucht uns am Wochenende.
- Meine Cousine arbeitet heute in der Bibliothek.
- Der Cousin und die Cousine treffen sich am Nachmittag.
Der erste Satz enthält Cousin, der zweite Cousine. Der dritte Satz schreibt beide Personenbezeichnungen aus und verwendet keine verkürzte Endung.
Ein Satz mit der vollständigen Schrägstrich-Paarform lautet: Der Bericht beschreibt, wie der/die Cousin/Cousine zur Feier kommt. Beide Wörter sind vollständig sichtbar.
Auch die im Eintrag genannten Pluralformen lassen sich in eigenen Sätzen verwenden: Die Cousins sitzen nach dem Essen im Garten. und Die Cousinen schreiben gemeinsam eine Karte.
Die Beispiele zeigen verschiedene belegte Formen. Sie begründen keine allgemeine Pflicht, eine dieser Formen in jedem Text zu verwenden.

So prüfst du die passende Form
Vor der Auswahl sollten Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit festgehalten werden. Als Ausgangsformen verzeichnet die Quelle Cousin und Cousine; als geschlechtsberücksichtigende Form nennt sie vollständige Paarformen.
- Ausgangsform: Festhalten, ob im Text Cousin oder Cousine steht.
- Personenbezug: Sichtbar machen, ob eine einzelne Personenbezeichnung oder die vollständige Paarform verwendet wird.
- Vollständigkeit: Bei einer Paarform beide Wörter ausschreiben; keine abgetrennte Endung und keine Klammerform einsetzen.
- Zielgruppe: Die Form so wählen, dass der beabsichtigte Personenbezug im Text erkennbar bleibt.
- Lesbarkeit: Den vollständigen Satz daraufhin lesen, ob die gewählte Personenbezeichnung klar sichtbar ist.
Die Quelle führt die Paarform als durchgängig mögliche geschlechtsberücksichtigende Bezeichnung auf. Daraus ergibt sich keine Aussage, dass sie in jedem Satz verwendet werden muss. Eine Partizipialform, Klammerform oder die genannten Kurzformen sind für dieses Wort nicht als Alternative verzeichnet.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)