Derjenige, diejenige oder dasjenige: die Formen im Satz
Derjenige der diejenige die richtig gendern
Die Formen derjenige, diejenige und dasjenige sind belegte grammatische Formen. Ihre passende Verwendung lässt sich am Satzbau und am Bezug im jeweiligen Beispiel prüfen.
Welche Formen gibt es?
Derjenige, diejenige und dasjenige sind belegte grammatische Formen des Demonstrativpronomens. Der Quellenauszug ordnet sie als Verstärkung zu der, die und das ein. Außerdem nennt er die Pluralform diejenigen. Für die Formulierung eines Satzes liefert der Beleg damit mehrere Formen, jedoch keine allgemeine Aussage dazu, welche Schreibweise alle Geschlechter einschließt.
| Form | Im Beleg genannte Verbindung | Eigenständiger vollständiger Satz |
|---|---|---|
| derjenige | nachfolgender Relativsatz | Derjenige, der den Entwurf prüft, ergänzt einen Hinweis. |
| diejenige | nachfolgender Relativsatz | Diejenige, die den Absatz liest, markiert eine Stelle. |
| dasjenige | nachfolgender Relativsatz | Dasjenige, was im Text steht, bleibt sichtbar. |
| diejenigen | nachfolgender Relativsatz | Diejenigen, die die Fassung lesen, vergleichen die Texte. |
Der Auszug nennt für derjenige, diejenige, dasjenige und diejenigen Verbindungen mit einem anschließenden Relativsatz. Er führt daneben Konstruktionen mit nachfolgendem Genitiv für dasjenige und diejenigen an. Das sind die beiden dort ausgewiesenen Bauweisen.
Die Frage nach einer gendergerechten Alternative lässt sich mit diesem Beleg nicht durch eine pauschale Paarform beantworten. Der Auszug belegt Formen und grammatische Verbindungen, nicht aber eine Regel zur inklusiven Wirkung einer einzelnen Form. Prüfe daher im konkreten Satz zuerst, welche der belegten Formen dort vollständig steht. Soll eine andere Umformung verwendet werden, prüfe deren grammatische Grundlage unmittelbar in einer passenden Fachquelle.
Bei der eigenen Formulierung hilft ein kurzer Abgleich: Steht die gewählte Form vollständig im Satz? Folgt bei der verwendeten Bauweise ein Relativsatz oder eine Genitivverbindung? Diese Prüfung ergänzt keine neue Sprachregel, sondern vermeidet, dass aus einem einzelnen Quellenfragment eine weitergehende Aussage gemacht wird.

Welche Form passt zu welchem Satzkontext?
Der Quellenauszug zeigt zwei Satzverbindungen: eine Form mit anschließendem Relativsatz und eine Form mit anschließendem Genitiv. Für den Relativsatz enthält er Belege zu derjenige, diejenige, dasjenige und diejenigen. Genitivverbindungen weist er für dasjenige und diejenigen aus. Formuliere die ausgewählte Verbindung im eigenen Text als vollständigen Satz.
Bei Personenbezug lassen sich die im Auszug genannten Formen derjenige und diejenige voneinander unterscheiden. Ein eigenständiger Satz kann lauten: Derjenige, der die Notiz liest, beantwortet die Frage. Ebenso vollständig ist: Diejenige, die den Text prüft, notiert eine Änderung. Diese Sätze illustrieren einen Relativsatz; sie begründen keine allgemeine Aussage über Geschlechter oder eine Pflicht zur Verwendung bestimmter Formen.
Auch dasjenige erscheint im Beleg mit einem Relativsatz. Ein eigener vollständiger Satz lautet: Dasjenige, was im Abschnitt fehlt, wird notiert. Die Form diejenigen ist dort als Pluralform belegt: Diejenigen, die den Absatz prüfen, lesen ihn erneut. Prüfe vor dem Schreiben, ob der Satz im Singular oder im Plural steht, und lies anschließend die vollständige Form mit ihrem Bezug noch einmal.
Für den im Auszug genannten Genitivzusammenhang ist keine zusätzliche allgemeine Regel belegt. Wenn eine solche Verbindung im eigenen Satz vorkommt, prüfe die vollständige Konstruktion unmittelbar im Satz, statt nur ein abgetrenntes Stück zu übernehmen. So bleibt erkennbar, welche Wörter zusammengehören.
Eine passende Reihenfolge für die Textprüfung ist: Zuerst den vollständigen Satz lesen, dann die verwendete Form markieren und anschließend feststellen, ob ein Relativsatz oder eine Genitivverbindung folgt. Ergibt diese Prüfung keine eindeutige vollständige Fassung, sollte eine direkte grammatische Erläuterung zu genau diesem Satz gesucht werden. Der vorliegende Beleg trägt keine weitergehende Regel für Personenbezeichnungen oder gendergerechte Alternativen.
Welche Alternativen sind direkt belegt?
Direkt aus dem vorliegenden Beleg ableitbar sind die Formen derjenige, diejenige, dasjenige und diejenigen. Sie können im jeweiligen vollständigen Satz als unterschiedliche grammatische Möglichkeiten betrachtet werden. Der Beleg nennt keine zusätzliche, allgemein geltende Ersatzform für die gesamte Wendung „Derjenige, der, diejenige, die richtig gendern“.
- Derjenige steht im belegten Muster vor einem Relativsatz und verstärkt der.
- Diejenige steht im belegten Muster vor einem Relativsatz und verstärkt die.
- Dasjenige steht im belegten Muster vor einem Relativsatz und verstärkt das.
- Diejenigen ist als Pluralform mit nachfolgendem Relativsatz sowie in einem Genitivvergleich belegt.
- Dasjenige und diejenigen sind außerdem in belegten Genitivkonstruktionen nachgewiesen.
Diese Formen sind nicht überall verpflichtend. Die Quelle beschreibt bestimmte grammatische Verbindungen, aber sie trägt keine Aussage, nach der eine einzelne Form in jedem Text, für jede Zielgruppe oder in jedem Satz verwendet werden müsste. Ebenso lässt sich daraus nicht ableiten, dass eine Form allein alle Geschlechter einschließt.
Wenn eine Paarform oder eine neutrale Alternative außerhalb dieses Formenbestands gesucht wird, prüfe sie in einer dafür geeigneten Fachquelle. Für den hier vorliegenden Beleg kann nur festgehalten werden, welche Formen und Satzmuster ausdrücklich ausgewiesen sind. Eine nicht belegte Alternative sollte nicht als allgemeine Sprachregel ausgegeben werden.
Für die konkrete Auswahl kann die Frage helfen, ob der eigene Satz einen Singular- oder Pluralbezug hat und ob anschließend ein Relativsatz oder eine Genitivgruppe folgt. Diese Prüfung ordnet den vorhandenen Beleg ein. Sie erklärt nicht, dass eine bestimmte Form stets vorzuziehen wäre.
Drei vollständige Beispielsätze
Die folgenden Beispiele verwenden unterschiedliche, vollständig ausformulierte Satzmuster. Sie übernehmen keine Quellenbeispiele wörtlich.
- Derjenige, der die Notiz geschrieben hat, erläutert ihren Inhalt.
- Diejenige, die den Absatz überarbeitet hat, liest ihn noch einmal.
- Dasjenige, was im Entwurf fehlt, ergänzt die Redaktion später.
- Diejenigen, die den Vergleich prüfen, markieren die betreffende Stelle.
- Die Notizen des ersten Teams waren ausführlicher als diejenigen des zweiten Teams.
Im ersten Satz steht derjenige mit einem nachfolgenden Relativsatz. Im zweiten Satz steht diejenige mit einem nachfolgenden Relativsatz. Der dritte Satz verwendet dasjenige mit was als Relativsatzanschluss. Der vierte Satz zeigt die Pluralform diejenigen. Der fünfte Satz verwendet diejenigen vor einer Genitivgruppe in einem Vergleich.
Die Beispiele zeigen verschiedene Formen, ohne eine einzelne davon als überall verpflichtend oder immer passend darzustellen. Ob ein Satz mit einer Personenbezeichnung oder mit einem Sachbezug gebildet wird, ist am eigenen Text zu prüfen. Auch der Unterschied zwischen Singular und Plural muss im jeweiligen Satz sichtbar bleiben.
Als kurze Arbeitsaufgabe lässt sich ein eigener Satz mit drei unterschiedlichen Formen bilden: „Derjenige, der den Antrag erläutert, beginnt.“ „Diejenige, die den Antrag prüft, antwortet.“ „Dasjenige, was im Antrag fehlt, wird ergänzt.“ Jeder Satz ist grammatisch vollständig und verwendet einen Relativsatz. Die Beispiele belegen keine allgemeine Aussage über alle möglichen Formulierungen.
Wer statt eines Relativsatzes eine Genitivgruppe verwendet, sollte ebenfalls einen vollständigen Satz schreiben. Eine mögliche eigenständige Formulierung lautet: „Die Notizen des ersten Teams waren ausführlicher als diejenigen des zweiten Teams.“ Hier ist diejenigen mit einer Genitivgruppe verbunden. Ob dieses Muster zum eigenen Inhalt passt, lässt sich durch die Prüfung des vollständigen Satzes feststellen.

Was sollte vor der Auswahl geprüft werden?
Vor der Auswahl einer Form prüfst du vier Punkte: die Ausgangsform, den Personenbezug, die Zielgruppe und die Lesbarkeit. Die Prüfung dient dazu, eine belegte Form in einem vollständigen Satz einzuordnen. Sie begründet keine allgemeine Pflicht für eine bestimmte Schreibweise.
- Ausgangsform prüfen: Ermittle, ob dein Satz von derjenige, diejenige, dasjenige oder diejenigen ausgehen soll. Vergleiche die gewählte Form mit dem belegten grammatischen Muster.
- Personenbezug prüfen: Kläre, ob der Satz auf eine männliche oder weibliche Personenbezeichnung, auf einen sächlichen Bezug oder auf einen Pluralbezug ausgerichtet ist. Verwende nur eine Form, die in den vollständigen Satz passt.
- Satzanschluss prüfen: Prüfe, ob nach der Form ein Relativsatz oder eine Genitivgruppe folgt. Ergänze keine abgeschnittenen Fragmente zu einer eigenen Regel.
- Zielgruppe berücksichtigen: Lies den vollständigen Satz mit der vorgesehenen Zielgruppe im Blick. Prüfe, ob der Bezug erkennbar bleibt und die Form verständlich wirkt.
- Lesbarkeit prüfen: Lies den Satz noch einmal vollständig. Achte darauf, ob der Anschluss des Relativsatzes oder der Genitivgruppe klar erkennbar ist. Wenn die Form nicht sicher eingeordnet werden kann, prüfe den Satz in einer Fachquelle.
Für einen wissenschaftlichen oder studienbezogenen Text ist besonders wichtig, die belegte grammatische Funktion nicht mit einer allgemeinen Aussage über gendergerechte Sprache zu vermischen. Die Quelle trägt die Formen und ihre genannten Satzanschlüsse. Sie trägt nicht die Behauptung, dass eine einzelne Form alle Geschlechter einschließt oder in jedem Kontext eingesetzt werden muss.
Eine kompakte Entscheidung lautet daher: Ausgangsform bestimmen, Personen- oder Sachbezug bestimmen, Satzanschluss vollständig formulieren, Zielgruppe und Lesbarkeit prüfen. Wenn eine gewünschte Paarform oder neutrale Alternative nicht aus dem vorliegenden Beleg hervorgeht, ermittle dafür eine direkte Fachquelle. So bleibt die Auswahl auf das belegte Material begrenzt.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.duden.de (geprüft am 2026-08-15)