Enkel richtig gendern: Diese Formen sind belegt
Enkel richtig gendern
Für das Wort „Enkel“ führt der Wörterbucheintrag Paarformen, weitere Schreibweisen und eine Angabe zur Partizipialform auf. Entscheidend ist, die Form vollständig in den jeweiligen Satz einzusetzen und dabei Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit zu berücksichtigen.
Aufgeführte Formen zu „Enkel“
Der Eintrag führt „Enkel“ und „Enkelin“ als Ausgangsformen. Bei „Enkel“ sind Formen für Singular und Plural sowie für Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ aufgeführt. Für „Enkelin“ nennt er die Singularform „Enkelin“ und die Pluralform „Enkelinnen“.
Als Paarformen erscheinen im Singular „die Enkelin beziehungsweise der Enkel“ und im Genitiv „der Enkelin beziehungsweise des Enkels“. Für mehrere Personen sind „die Enkelinnen und Enkel“ sowie im Dativ „den Enkelinnen und Enkeln“ verzeichnet.
Der Eintrag enthält außerdem Schrägstrich- und Klammerformen. Dazu gehören „der/die Enkel/-in“, „die Enkel/-innen“, „der/die Enkel(in)“ und „die Enkel(innen)“. Als Kurzbezeichnungen sind Binnenmajuskel, Genderstern und Genderdoppelpunkt aufgeführt; die Binnenmajuskel ist dort als nicht amtlich markiert. Eine partizipiale geschlechtsneutrale Bezeichnung ist laut Eintrag nicht bildbar oder nicht bedeutungsgleich.

Formen nach Kasus und Zahl prüfen
Die Quelle unterscheidet Formen für Singular und Plural sowie für verschiedene Kasus. Für eine Paarform im Nominativ ist „die Enkelin beziehungsweise der Enkel“ aufgeführt. Im Genitiv steht „der Enkelin beziehungsweise des Enkels“; für den Dativ im Plural nennt der Eintrag „den Enkelinnen und Enkeln“.
Auch bei Schrägstrich- und Klammerformen sind vollständige Formen angegeben. Beispiele sind „der/die Enkel/-in“, „die Enkel/-innen“, „der/die Enkel(in)“ und „den Enkel(inne)n“. Die passende aufgeführte Form kann anhand von Singular oder Plural und der im Satz benötigten Kasusform geprüft werden.
Bei den Kurzbezeichnungen nennt der Eintrag unter anderem „der*die Enkel*in“, „die Enkel*innen“, „der:die Enkel:in“ und „die Enkel:innen“. Genitiv- und Dativvarianten, die im Auszug mit einem Stern gekennzeichnet sind, werden hier nicht ergänzt. Der Eintrag ordnet Paarformen, Schrägstrichschreibung, Klammerform und Kurzbezeichnungen als unterschiedliche Schreibweisen ein.
Paarformen, Klammern und Kurzbezeichnungen
Der Wörterbucheintrag führt für „Enkel/Enkelin“ mehrere geschlechtlich berücksichtigende Schreibweisen auf. Bei der Paarform stehen im Singular die Nominativformen „die Enkelin beziehungsweise der Enkel“. Für mehrere Personen ist im Nominativ „die Enkelinnen und Enkel“ verzeichnet. Im Dativ des Plurals nennt der Eintrag „den Enkelinnen und Enkeln“.
Als weitere Darstellungsweise erscheint die Schrägstrichschreibung. Der Eintrag weist dafür im Nominativ des Singulars „der/die Enkel/-in“ und im Nominativ des Plurals „die Enkel/-innen“ aus. Die Formen verbinden die beiden Wortformen in einer kompakten Schreibweise.
Auch Klammerformen sind im Eintrag aufgeführt. Im Nominativ des Singulars steht „der/die Enkel(in)“. Für den Nominativ des Plurals ist „die Enkel(innen)“ angegeben; im Dativ des Plurals erscheint „den Enkel(inne)n“.
Unter den Kurzbezeichnungen nennt der Eintrag die Binnenmajuskel, den Genderstern beziehungsweise Genderstar und den Genderdoppelpunkt. Beispiele für Nominativformen sind „der/die EnkelIn“ und „die EnkelInnen“, „der*die Enkel*in“ und „die Enkel*innen“ sowie „der:die Enkel:in“ und „die Enkel:innen“. Die Binnenmajuskel ist dort als nicht amtliche Kurzbezeichnung markiert. Beim Genderstern und beim Genderdoppelpunkt steht die Einordnung „nicht binär“.
Mehrere Genitiv- und Dativschreibweisen bei Schrägstrich, Klammer und Kurzbezeichnungen sind im Quellenauszug mit einem Stern versehen. Sie werden hier daher nicht als vollständige Alternativen vorgeführt. Für eine geschlechtsneutrale Partizipialform hält der Eintrag fest, dass sie entweder nicht gebildet werden kann oder nicht dieselbe Bedeutung hat.
Die aufgeführten Angaben stellen verschiedene Formen nebeneinander. Eine Pflichtformulierung enthält der Eintrag nicht. Für einen eigenen Satz lassen sich Personenbezug, Kasus sowie Singular oder Plural mit den jeweils aufgeführten Formen abgleichen. Wenn eine benötigte Form im Eintrag mit Stern markiert ist oder dort nicht vollständig erscheint, kann die Schreibweise im Wörterbucheintrag nachgesehen werden.
Drei vollständige Beispielsätze mit unterschiedlichen Formen
Die folgenden Sätze setzen unterschiedliche Formen aus dem Wörterbucheintrag in vollständige Sätze ein. Sie zeigen eine Paarform, eine Klammerform und eine Schreibweise mit Genderdoppelpunkt.
- Die Enkelin beziehungsweise der Enkel erhält eine Einladung.
- Die Enkel(innen) warten vor dem Haus.
- Die Enkel:innen kommen am Eingang zusammen.
Im ersten Satz steht die Paarform im Nominativ des Singulars. Der zweite Satz verwendet die Klammerform im Nominativ des Plurals. Im dritten Satz steht die dort aufgeführte Pluralform mit Genderdoppelpunkt. Die Sätze dienen als eigenständige Beispiele für die jeweilige Schreibweise.
Weitere vollständige Sätze sind möglich: „Der/die Enkel/-in wartet im Garten.“ und „Die Enkel/-innen besuchen eine Ausstellung.“ Auch die ausgeschriebene Pluralform lässt sich verwenden: „Die Enkelinnen und Enkel besuchen eine Ausstellung.“ Für den Dativ des Plurals ist „den Enkelinnen und Enkeln“ aufgeführt; ein Satz dazu lautet: „Die Großeltern erzählen den Enkelinnen und Enkeln eine Geschichte.“
Die Beispiele verwenden nur unmarkierte Formen aus dem Eintrag. Sie legen keine einzelne Schreibweise als verbindlich fest. Vor dem Einsatz in einem eigenen Satz können Kasus sowie Singular oder Plural mit der aufgeführten Form abgeglichen werden.

So lässt sich die passende Form auswählen
Beginne mit der Ausgangsform des Satzes. Soll nur die Form „Enkel“ angepasst werden, oder wird bereits eine Paarform beziehungsweise eine Kurzbezeichnung verwendet? Die Ausgangsform ist wichtig, weil der Wörterbucheintrag für „Enkel“ und „Enkelin“ eigene Flexionsparadigmen aufführt.
- Prüfe den Personenbezug. Bezeichnet der Satz eine einzelne Person oder mehrere Personen? Für eine einzelne weibliche Person nennt die Quelle „Enkelin“. Für mehrere weibliche Personen steht „Enkelinnen“. Für gemeinsam benannte weibliche und männliche Personen sind Paarformen wie „die Enkelin beziehungsweise der Enkel“ sowie „die Enkelinnen und Enkel“ belegt.
- Prüfe den Kasus. Steht der Ausdruck im Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ? Die Quelle führt für die Paar-, Schrägstrich- und Klammerformen jeweils bestimmte vollständige Formen auf. Verwende nur die Form, die zum Satzfall passt, und ergänze kein abgeschnittenes Fragment eigenständig.
- Prüfe die gewünschte Darstellungsform. Zur Auswahl stehen die ausgeschriebene Paarform, die Schrägstrichschreibung, die Klammerform sowie die aufgeführten Kurzbezeichnungen mit Binnenmajuskel, Genderstern oder Genderdoppelpunkt. Die Binnenmajuskel ist im Eintrag als nicht amtlich gekennzeichnet.
- Prüfe die Zielgruppe. Die Form sollte für die vorgesehenen Leserinnen und Leser verständlich sein. Aus dem Quellenwortlaut lässt sich jedoch keine allgemeine Vorgabe ableiten, welche Variante für jede Zielgruppe gewählt werden muss.
- Prüfe die Lesbarkeit im vollständigen Satz. Artikel, Form und Endung müssen zusammenpassen. Lies den ganzen Satz mit der gewählten Form und kontrolliere, ob der Personenbezug und der Kasus erkennbar bleiben.
Wenn eine neutrale Form gesucht wird, ist zu beachten, dass der Eintrag eine Partizipialform für „Enkel“ nicht als bildbar oder nicht als bedeutungsgleich ausweist. Dann sollten nur die direkt aufgeführten Alternativen geprüft werden. Eine einzelne Schreibweise sollte nicht als überall verpflichtend oder immer passend dargestellt werden, weil der Eintrag mehrere Formen nennt.
Für die endgültige Auswahl sind somit vier Punkte zusammenzuführen: Ausgangsform, Personenbezug, Zielgruppe und Lesbarkeit. Danach wird die belegte Form vollständig in den Satz eingesetzt und erneut auf den Kasus geprüft.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)