Gendern Verbündeter: Formen im Überblick
Geschlechtergerechte Varianten für Verbündeter im Überblick
Gendern Verbündeter bedeutet, die männliche Form durch die weibliche Form zu ergänzen, durch verkürzte Genderzeichen zu markieren oder geschlechtsneutral umzuschreiben, sodass alle Geschlechter sprachlich berücksichtigt werden. Die weibliche Form lautet Verbündete, die Pluralform Verbündete gilt bereits für alle Geschlechter gleichermaßen. Möglich sind die Doppelnennung mit Verbündete und Verbündeter, verkürzte Schreibweisen wie Verbündete*r oder Verbündete:r sowie neutrale Umschreibungen. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext und von den Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder Institution ab.
Gendern Verbündeter: die kurze Antwort
Beim gendern Verbündeter wird die männliche Form „Verbündeter“ so angepasst, dass weibliche, männliche und diverse Personen sprachlich gleichermaßen sichtbar sind oder die Formulierung geschlechtsneutral bleibt. Die grammatisch korrekte weibliche Form lautet „Verbündete“ (die Verbündete, eine Verbündete). Eine Besonderheit dieses Wortes: Da „Verbündeter“ ein substantiviertes Partizip ist und wie ein Adjektiv dekliniert wird, lautet die Pluralform für alle Geschlechter einheitlich „die Verbündeten“ beziehungsweise „Verbündete“. Für die Einzahl stehen die klassische Doppelnennung („der Verbündete und die Verbündete“), verkürzte Schreibweisen mit Genderzeichen sowie neutrale Umschreibungen zur Auswahl. Welche Form geeignet ist, richtet sich nach Textsorte, Zielgruppe und den Vorgaben von Hochschule, Verlag oder Auftraggeber.

Genderformen von Verbündeter im Überblick
Für „Verbündeter“ existieren mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen. Da das Wort kein klassisches Ausgangsnomen mit der Endung „-er/-erin“ ist, sondern ein substantiviertes Partizip, weichen manche Varianten vom üblichen Muster ab:
- Doppelnennung: der Verbündete und die Verbündete (Einzahl); im Plural bereits einheitlich: die Verbündeten
- Genderstern: Verbündete*r (Einzahl, geschlechtsneutral gemeint)
- Gender-Doppelpunkt: Verbündete:r
- Gender-Unterstrich: Verbündete_r
- Binnen-I: bei diesem Wort unüblich, da keine reguläre „-in“-Endung existiert; „VerbündetInnen“ gilt sprachlich nicht als korrekt
Die üblichen Endungen „*innen“, „:innen“, „_innen“ oder „Innen“ passen hier grammatisch nicht, weil die weibliche Form nicht auf „-in“, sondern auf „-e“ endet. Genderzeichen werden deshalb lediglich an das fehlende „r“ der männlichen Form angehängt.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Verbündeter
Eine durchgehend geschlechtsneutrale Einzelform gibt es für „Verbündeter“ nicht, da im Deutschen kein neutrales Substantiv mit dieser Bedeutung existiert. In der Praxis lässt sich das Wort jedoch oft neutral einbetten: Im Plural ist „Verbündete“ bereits geschlechtsneutral und kann ohne weitere Kennzeichnung für gemischte Gruppen verwendet werden. Für die Einzahl bieten sich Umschreibungen an, etwa „verbündete Person“, „Bündnispartnerin oder Bündnispartner“ oder ganz allgemein „Unterstützung“ beziehungsweise „Partei“, sofern der Kontext das zulässt. Wer eine neutrale Formulierung sucht, formuliert am besten um den Personenbezug herum, zum Beispiel „im Bündnis“ statt „die Verbündeten“. Wichtig ist, im laufenden Text konsequent bei einer gewählten Lösung zu bleiben, damit der Stil einheitlich wirkt.
Beispielsatz im wissenschaftlichen Kontext
In einer wissenschaftlichen Arbeit könnte ein Satz mit Doppelnennung so aussehen: „Die Verbündeten des untersuchten Staates unterstützten die diplomatische Initiative.“ Da diese Pluralform bereits für alle Geschlechter gilt, ist keine zusätzliche Markierung nötig. Wird die Einzahl gebraucht und soll das Geschlecht offenbleiben, ist die Schreibweise mit Genderzeichen möglich: „Ein*e Verbündete*r wurde im Bericht namentlich genannt.“ Alternativ lässt sich der Satz auch neutral umschreiben, etwa: „Das Bündnis unterstützte die diplomatische Initiative.“ Diese Variante vermeidet die Personenbezeichnung vollständig und eignet sich, wenn eine geschlechtsneutrale Formulierung gewünscht ist. Für Abschlussarbeiten empfiehlt sich vorab ein Blick in die Zitier- und Formatierungsrichtlinien der Hochschule, da diese festlegen, ob Genderzeichen, Doppelnennung oder neutrale Formulierung erwartet werden.

Häufige Fehler beim Gendern Verbündeter
Ein häufiger Fehler ist die falsche weibliche Form: „Verbündetin“ existiert im Standarddeutschen nicht, korrekt ist ausschließlich „Verbündete“. Ebenso fehlerhaft sind Endungen wie „Verbündete*innen“ oder „VerbündetInnen“, da sie das Muster von Wörtern mit „-in“-Suffix, etwa Studentin, auf ein substantiviertes Partizip übertragen, für das dieses Muster nicht gilt. Ein weiterer Stolperstein ist die inkonsequente Verwendung: Wechselt ein Text zwischen Doppelnennung, Genderstern und rein männlicher Form, wirkt er uneinheitlich. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Das amtliche Regelwerk führt Genderstern und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in ihren Leitfäden dennoch. Empfehlenswert ist deshalb, zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule zu prüfen und andernfalls konsequent auf Doppelnennung oder neutrale Formulierung zu setzen.
Fazit zum geschlechtergerechten Formulieren
Beim gendern Verbündeter stehen mehrere korrekte Wege offen: die Doppelnennung mit „Verbündete und Verbündeter“, verkürzte Schreibweisen wie „Verbündete*r“ oder „Verbündete:r“ sowie, wo möglich, geschlechtsneutrale Formulierungen. Praktisch ist, dass die Pluralform „Verbündete“ bereits für alle Geschlechter gilt und deshalb häufig ohne weitere Anpassung genutzt werden kann. Binnen-I und die Endung „-innen“ passen dagegen grammatisch nicht zu diesem Wort. Wer unsicher ist, welche Form im eigenen Text passend ist, orientiert sich an den Vorgaben der Institution und bleibt innerhalb der Arbeit konsequent bei einer Lösung. Ein professionelles Lektorat unterstützt dabei, geschlechtergerechte Sprache korrekt und stimmig in den Text einzubinden, ergänzend dazu gibt der Beitrag zu Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit weiterführende Hinweise.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Held gendern, Sieger gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.