Gendern Torhüter: Formen und Beispiele
Geschlechtergerechte Schreibweisen für Torhüter im Überblick
Gendern Torhüter bedeutet, die Personenbezeichnung so zu formulieren, dass sowohl weibliche als auch männliche Torhüter sichtbar werden, etwa durch Doppelnennung, Sternchen, Doppelpunkt oder eine neutrale Umschreibung. Im Fußball und in anderen Sportarten übernehmen sowohl Frauen als auch Männer diese Position, weshalb sich die Frage nach einer inklusiven Schreibweise in Vereinsberichten, Studienarbeiten und journalistischen Texten häufig stellt. Dieser Ratgeber zeigt alle gängigen Varianten im Überblick, erklärt die korrekte weibliche Form und gibt eine Empfehlung für den Einsatz in wissenschaftlichen Arbeiten.
Gendern Torhüter: die kurze Antwort
Beim gendern Torhüter geht es darum, die Personenbezeichnung so zu wählen, dass Frauen und Männer in der Position gleichermaßen benannt werden. Die gebräuchlichste und in wissenschaftlichen Arbeiten meist bevorzugte Lösung ist die Doppelnennung: Torhüterinnen und Torhüter. Daneben haben sich verkürzte Schreibweisen wie das Gendersternchen (Torhüter*innen), der Gender-Doppelpunkt (Torhüter:innen), der Gender-Unterstrich (Torhüter_innen) und das Binnen-I (TorhüterInnen) etabliert, die vor allem in Vereinssatzungen, Pressetexten und journalistischen Formaten verwendet werden. Welche Variante angemessen ist, hängt vom Kontext, vom Hausstil der jeweiligen Institution oder Redaktion und, bei Abschlussarbeiten, von den Vorgaben der Hochschule ab.

Alle Genderformen von Torhüter im Überblick
Für die Personenbezeichnung Torhüter existieren mehrere geschlechtergerechte Schreibweisen, die sich in Lesbarkeit, Aussprache und Einsatzbereich deutlich unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Formen:
- Doppelnennung: Torhüterinnen und Torhüter (ausgeschrieben, in Fließtexten und wissenschaftlichen Arbeiten gut lesbar und ohne Sonderzeichen)
- Gendersternchen: Torhüter*innen (verkürzte Schreibweise, die auf nichtbinäre Personen mitdenken soll)
- Gender-Doppelpunkt: Torhüter:innen (kompakte Variante, häufig in Pressetexten)
- Gender-Unterstrich: Torhüter_innen (ebenfalls eine verkürzte Schreibweise mit Sonderzeichen)
- Binnen-I: TorhüterInnen (ältere Schreibweise ohne Sonderzeichen, aber mit ungewöhnlicher Großschreibung)
Die verkürzten Formen sparen Platz und werden häufig in sozialen Medien, Vereinsmedien oder journalistischen Kurztexten genutzt. Für formelle und wissenschaftliche Texte gilt die Doppelnennung meist als die am weitesten anerkannte Variante, da sie ohne Sonderzeichen auskommt und von allen Lesenden eindeutig verstanden wird. Welche Kurzform infrage kommt, richtet sich nach dem jeweiligen Hausstil.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Torhüter
Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Torhüter lässt sich nur eingeschränkt bilden. Anders als bei Substantiven, die von Verben mit gängigen Partizipformen abgeleitet sind (etwa Studierende oder Lehrende), klingt die entsprechende Partizipform bei Torhüter, also die torhütende Person, im Alltag ungewöhnlich und wird in der Praxis kaum verwendet. Gebräuchlicher sind Umschreibungen wie Person im Tor, Spielerin oder Spieler im Tor oder die neutrale Positionsbezeichnung Torhüterposition, wenn nicht von einer konkreten Person, sondern von der Rolle die Rede ist. Für Texte, in denen konkrete Personen benannt werden sollen, bleibt daher meist nur die Wahl zwischen Doppelnennung und einer der verkürzten Formen wie Torhüter*innen oder Torhüter:innen, da eine kurze, etablierte neutrale Einzelform fehlt.
Beispielsatz im Studien- und Unikontext
In einer sportwissenschaftlichen Abschlussarbeit könnte ein Satz mit Doppelnennung so aussehen: Die befragten Torhüterinnen und Torhüter gaben übereinstimmend an, dass mentale Vorbereitung für ihre Position eine zentrale Rolle spielt. Wer eine verkürzte Schreibweise bevorzugt, formuliert stattdessen: Die befragten Torhüter*innen gaben übereinstimmend an, dass mentale Vorbereitung für ihre Position eine zentrale Rolle spielt. Beide Varianten sind inhaltlich identisch und unterscheiden sich nur in der Schreibweise der Personenbezeichnung. In einer Bachelor- oder Masterarbeit sollte innerhalb des gesamten Textes durchgehend dieselbe Form verwendet werden, damit der wissenschaftliche Stil einheitlich bleibt. Ein Wechsel zwischen Doppelnennung und Sternchen innerhalb desselben Kapitels wirkt uneinheitlich und wird von Betreuenden häufig als Formfehler markiert, unabhängig davon, welche der beiden Varianten inhaltlich bevorzugt wird.

Häufige Fehler und Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Schreibweisen innerhalb desselben Dokuments, etwa Torhüter*innen im Einleitungskapitel und Torhüterinnen und Torhüter im Methodenteil. Ebenso problematisch ist es, das generische Maskulinum (nur Torhüter) durchgehend zu verwenden, obwohl in der untersuchten Stichprobe sowohl Frauen als auch Männer vorkommen, da dies die tatsächliche Zusammensetzung der Gruppe nicht abbildet. Zu beachten ist außerdem, dass das amtliche Regelwerk des Rats für deutsche Rechtschreibung Sonderzeichen wie Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich derzeit nicht als Standardschreibung führt, viele Hochschulen sie in ihren eigenen Leitfäden aber ausdrücklich zulassen oder sogar vorschreiben. Für Abschlussarbeiten empfiehlt sich daher, zunächst die Vorgaben der Hochschule und des Betreuers oder der Betreuerin zu prüfen und, falls keine Vorgabe existiert, konsequent bei der Doppelnennung oder einer neutralen Formulierung zu bleiben. Ausführliche Hinweise dazu bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum Gendern Torhüter
Wer Torhüter gendern möchte, hat mehrere fachlich korrekte Möglichkeiten: die ausgeschriebene Doppelnennung Torhüterinnen und Torhüter, verkürzte Formen wie Torhüter*innen, Torhüter:innen, Torhüter_innen oder TorhüterInnen sowie in einzelnen Fällen eine Umschreibung über die Rolle statt über die Person. Eine kurze, allgemein anerkannte geschlechtsneutrale Einzelform gibt es für dieses Wort nicht, weshalb die Doppelnennung in den meisten formellen und wissenschaftlichen Kontexten die verlässlichste Wahl bleibt. Entscheidend ist vor allem, dass die gewählte Schreibweise innerhalb eines Textes durchgehend beibehalten wird und, im Fall einer Abschlussarbeit, den Vorgaben der jeweiligen Hochschule entspricht, siehe dazu auch gendergerechte Sprache. Wer sich unsicher ist, welche Variante zur eigenen Arbeit passt, kann den Text vor der Abgabe fachlich prüfen lassen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Fan gendern, Anhänger gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.