Gendern Taxifahrer: geschlechtergerechte Formen
Alle Genderformen von Taxifahrer im Überblick
Taxifahrer lässt sich geschlechtergerecht formulieren: durch die Doppelnennung Taxifahrerinnen und Taxifahrer, durch verkürzte Formen wie Genderstern, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I, oder durch eine neutrale Umschreibung wie Taxifahrende. Dieser Ratgeber zum gendern Taxifahrer erklärt sachlich, welche Form in welchem Kontext passt, nennt die korrekte weibliche Form Taxifahrerin sowie die Pluralformen und gibt eine Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten, bei denen die Vorgaben der jeweiligen Hochschule stets Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen haben. Auch die passende Anrede in Fragebögen wird kurz angesprochen.
Gendern Taxifahrer: die kurze Antwort
Die Personenbezeichnung Taxifahrer lässt sich auf mehrere fachlich korrekte Weisen geschlechtergerecht formulieren. Am gebräuchlichsten ist die Doppelnennung Taxifahrerinnen und Taxifahrer, die beide Formen ausgeschrieben nennt und in Fließtexten gut lesbar bleibt. Wer eine platzsparende Variante bevorzugt, kann auf verkürzte Schreibweisen wie Taxifahrer*innen, Taxifahrer:innen, Taxifahrer_innen oder TaxifahrerInnen zurückgreifen. Daneben gibt es mit Taxifahrende eine geschlechtsneutrale Umschreibung, die allerdings weniger etabliert ist als vergleichbare Formen bei anderen Berufsbezeichnungen. Für das gendern Taxifahrer existiert also keine einzige richtige Lösung, sondern mehrere anerkannte Wege, die je nach Textsorte, Zielgruppe und Vorgaben der jeweiligen Hochschule unterschiedlich gut geeignet sind.

Alle Genderformen von Taxifahrer im Überblick
Für die geschlechtergerechte Schreibweise von Taxifahrer stehen mehrere Varianten zur Verfügung, die sich in Länge und Lesbarkeit unterscheiden. Die folgende Übersicht fasst die gängigsten Formen zusammen:
- Doppelnennung: Taxifahrerinnen und Taxifahrer
- Gendersternchen: Taxifahrer*innen
- Gender-Doppelpunkt: Taxifahrer:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Taxifahrer_innen
- Binnen-I: TaxifahrerInnen
- Weibliche Einzelform: die Taxifahrerin, Plural die Taxifahrerinnen
Alle verkürzten Varianten setzen sich aus dem Wortstamm Taxifahrer, einem Sonderzeichen und der Endung innen zusammen und unterscheiden sich damit nur im verwendeten Zeichen, nicht in der grammatischen Grundlage. Beim Vorlesen werden Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich häufig als kurze Pause vor der Endung innen gesprochen, während Doppelnennung und Binnen-I ohne diese Pause auskommen. In amtlichen Schreiben und Formularen wird meist die ausgeschriebene Doppelnennung bevorzugt, in internen Texten kommen die kürzeren Varianten häufiger zum Einsatz.
Geschlechtsneutrale Alternative zu Taxifahrer
Eine ebenso kurze, allgemein etablierte neutrale Einzelform wie bei manchen anderen Berufsbezeichnungen gibt es für Taxifahrer nicht. Am ehesten eignet sich die Ableitung Taxifahrende, die analog zu Begriffen wie Studierende aus dem Verb fahren gebildet wird, im allgemeinen Sprachgebrauch bislang aber seltener vorkommt als solche Vorbilder. Alternativ lassen sich Umschreibungen wie Person, die ein Taxi fährt, Taxi-Fahrpersonal oder Beschäftigte im Taxigewerbe verwenden, wenn eine neutrale Formulierung ohne erkennbares grammatisches Geschlecht gewünscht ist. Wer keine passende neutrale Lösung findet, kann ehrlicherweise auf die Doppelnennung oder eine verkürzte Genderform zurückgreifen, denn beide gelten als fachlich korrekt. Es spricht nichts dagegen, mehrere dieser Strategien in einem Text zu kombinieren, solange die gewählte Form innerhalb eines Abschnitts einheitlich bleibt.
Beispielsatz für Studien- und Abschlussarbeiten
In einer wissenschaftlichen Arbeit über den öffentlichen Nahverkehr könnte ein Satz mit Doppelnennung lauten: Die befragten Taxifahrerinnen und Taxifahrer gaben an, dass sich die Arbeitszeiten in den vergangenen Jahren verändert haben. Wird stattdessen eine verkürzte Form gewünscht, ist auch folgende Variante möglich: Die befragten Taxifahrer:innen berichteten von unterschiedlichen Erfahrungen im Berufsalltag. Bevorzugt die Verfasserin oder der Verfasser eine neutrale Formulierung, kann der Satz so aussehen: Die Taxifahrenden in der Stichprobe waren im Durchschnitt seit zwölf Jahren im Beruf tätig. Wichtig ist, die einmal gewählte Form innerhalb der gesamten Arbeit konsequent beizubehalten, damit der Text einheitlich wirkt und keine sprunghaften Wechsel zwischen den Schreibweisen entstehen.

Häufige Fehler und Empfehlung für die wissenschaftliche Arbeit
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Genderformen innerhalb desselben Textes, etwa wenn im ersten Kapitel die Doppelnennung und im zweiten das Gendersternchen verwendet wird. Ebenso problematisch ist es, die männliche Form Taxifahrer stillschweigend als vermeintlich neutrale Bezeichnung für alle Personen zu verwenden, obwohl auch weibliche und diverse Personen gemeint sind. Das amtliche Regelwerk führt Gendersternchen und Doppelpunkt derzeit nicht als Standard, viele Hochschulen erlauben oder verlangen sie in ihren Leitfäden aber ausdrücklich. Für die wissenschaftliche Arbeit empfiehlt sich deshalb zunächst ein Blick in die Vorgaben der eigenen Hochschule oder des Instituts, andernfalls eignen sich die konsequente Doppelnennung oder eine neutrale Formulierung als sichere Wahl. Ausführliche Hinweise dazu bietet der Beitrag Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Fazit zum gendern Taxifahrer
Beim Formulieren von Taxifahrer stehen mit Doppelnennung, Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich, Binnen-I und der neutralen Form Taxifahrende gleich mehrere fachlich korrekte Optionen zur Verfügung. Welche Variante am besten passt, hängt vom Textkontext, von der Zielgruppe und, bei wissenschaftlichen Arbeiten, von den Vorgaben der Hochschule ab. Wichtig ist vor allem, sich für eine Form zu entscheiden und diese im gesamten Text konsequent durchzuhalten, statt Sternchen, Doppelpunkt und Doppelnennung wahllos zu mischen. Wer unsicher ist, ob die gewählte Schreibweise durchgängig und korrekt umgesetzt wurde, kann den Text vor der Abgabe fachlich gegenlesen lassen, etwa im Korrekturlesen.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Lokführer gendern, Schaffner gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.