Gendern Student: So geht es korrekt

Genderformen für die Bezeichnung Student

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Gendern Student bedeutet, die männliche Form geschlechtergerecht zu ergänzen oder zu ersetzen, etwa durch die Doppelnennung Studentinnen und Studenten, durch verkürzte Formen wie Student*innen, Student:innen oder Student_innen oder durch die neutrale Bezeichnung Studierende. Welche Variante passend ist, hängt vom Kontext ab: In Hausarbeiten und Abschlussarbeiten gelten oft eigene Vorgaben der Hochschule, während im allgemeinen Sprachgebrauch mehrere Schreibweisen nebeneinander bestehen. Dieser Überblick zeigt alle gängigen Formen und erklärt, wann welche Lösung sinnvoll ist.

Kurz erklärt: Gendern Student

Beim gendern Student geht es darum, die männliche Form so zu verwenden oder zu verändern, dass Studentinnen und Studenten gleichermaßen sichtbar werden. Möglich ist das auf drei Wegen: durch die ausgeschriebene Doppelnennung (Studentinnen und Studenten), durch eine verkürzte Schreibweise mit Sonderzeichen (etwa Student*innen oder Student:innen) oder durch eine geschlechtsneutrale Formulierung wie Studierende. Welche Form gewählt wird, richtet sich nach dem Textzweck: In Fließtexten wirkt die Doppelnennung oder die neutrale Variante oft am natürlichsten, während Sonderzeichen vor allem in kürzeren Aufzählungen, Formularen oder Stellenanzeigen Platz sparen. Für wissenschaftliche Arbeiten empfiehlt es sich, vorab die Vorgaben der jeweiligen Hochschule oder des Fachbereichs zu prüfen, da hier häufig eine bestimmte Schreibweise verlangt wird.

Gendern Student: passende Form für wissenschaftliche Arbeiten wählen
gendern Student im Überblick.

Alle Genderformen im Überblick

Für die Personenbezeichnung Student stehen mehrere Genderformen zur Verfügung, die sich in Lesbarkeit und Formalität unterscheiden:

Die verkürzten Varianten sprechen zusätzlich Personen an, die sich keiner der beiden binären Formen zuordnen. Amtlich einheitlich vorgeschrieben ist keine dieser Schreibweisen, weshalb Hochschulen, Behörden und Redaktionen unterschiedlich verfahren und eigene Empfehlungen aussprechen. In Verwaltungstexten, Stellenanzeigen und an vielen Hochschulen haben sich Gendersternchen und Doppelpunkt in den letzten Jahren am weitesten durchgesetzt, während das Binnen-I mittlerweile seltener vorkommt.

Geschlechtsneutrale Alternative: Studierende

Eine geschlechtsneutrale Alternative zu Student ist die substantivierte Form Studierende (der Studierende, die Studierende), abgeleitet vom Partizip Präsens des Verbs studieren. Sie gilt im deutschsprachigen Hochschulbereich als etabliert und wird von vielen Universitäten, Behörden und Medien bevorzugt, weil sie ohne Sonderzeichen auskommt und sich grammatisch problemlos in Sätze einfügen lässt, auch in Genitiv, Dativ und Akkusativ. Für verwandte Rollen gibt es ähnliche neutrale Lösungen, etwa Lehrkraft statt Lehrer oder Lehrerin, Fachkraft statt Fachmann oder Fachfrau, oder allgemein die Umschreibung mit Person, die studiert. Nicht für jede Personenbezeichnung existiert jedoch eine ebenso elegante neutrale Form; in solchen Fällen bleibt meist nur die Doppelnennung oder eine der verkürzten Schreibweisen mit Sonderzeichen.

Beispielsatz im Studienalltag

Im Studienalltag lässt sich die geschlechtergerechte Formulierung leicht in Sätze einbauen. Mit Doppelnennung: Alle Studentinnen und Studenten müssen sich bis Freitag zur Prüfung anmelden. Mit Gendersternchen: Die Student*innen reichen ihre Hausarbeiten über das Online-Portal ein. Mit der neutralen Form: Die Studierenden erhalten ihre Ergebnisse in der kommenden Woche. Alle drei Varianten sind inhaltlich gleichwertig und unterscheiden sich vor allem in Stil und Kontext: Die Doppelnennung wirkt in offiziellen Ankündigungen besonders klar, das Sternchen betont die Vielfalt der Angesprochenen, und die neutrale Form fügt sich am unauffälligsten in längere Fließtexte ein. Für eine Bachelor- oder Masterarbeit empfiehlt sich in der Regel eine einzige Variante, die konsequent über den gesamten Text hinweg beibehalten wird.

Gendern Student: Anleitung zur einheitlichen Schreibweise

Häufige Fehler und Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten

Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen mehreren Schreibweisen innerhalb desselben Textes, etwa wenn auf einer Seite Student*innen und wenige Absätze später nur Studenten steht. Ebenso unsauber ist es, das generische Maskulinum zu verwenden und lediglich in einer Fußnote zu erklären, dass alle Geschlechter mitgemeint seien, ohne dass dies den formalen Vorgaben der Hochschule entspricht. Das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich derzeit nicht als Standard, dennoch lassen viele Hochschulen und Fachbereiche diese Formen ausdrücklich zu oder verlangen sie sogar in Abschlussarbeiten. Für eine wissenschaftliche Arbeit gilt daher: zunächst die Richtlinien der eigenen Institution prüfen, andernfalls konsequent bei der Doppelnennung oder einer neutralen Formulierung wie Studierende bleiben und die gewählte Schreibweise durchgängig einhalten. Ein Leitfaden zum Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit hilft bei der einheitlichen Umsetzung.

Fazit zum Gendern Student

Für die Personenbezeichnung Student gibt es mehrere gleichwertige Wege, geschlechtergerecht zu formulieren: die klassische Doppelnennung Studentinnen und Studenten, verkürzte Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich sowie die neutrale Form Studierende. Beim gendern Student gibt es keine einzelne richtige Lösung, wohl aber die Notwendigkeit, sich innerhalb eines Textes für eine Variante zu entscheiden und diese konsequent beizubehalten. Wer unsicher ist, welche Schreibweise für die eigene Hausarbeit, Bachelorarbeit oder Publikation passt, prüft zunächst die Vorgaben der Hochschule oder des Verlags und lässt den fertigen Text im Zweifel professionell gegenlesen. So bleibt der Text nachvollziehbar, respektvoll und stilistisch einheitlich.

Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Mitarbeiter gendern, Arzt gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.

Ein professionelles Lektorat prüft die gewählte Genderform in Ihrer Arbeit auf Konsistenz und sprachliche Richtigkeit.

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Häufige Fragen zum Gendern von Student

Was bedeutet gendern Student konkret?

Gendern Student bedeutet, die männliche Form Student so zu erweitern oder zu ersetzen, dass Studentinnen und Studenten gleichermaßen benannt werden. Möglich sind die Doppelnennung, verkürzte Schreibweisen wie Student*innen oder Student:innen sowie die neutrale Bezeichnung Studierende. Welche Form passt, hängt vom Textzweck und häufig von den Vorgaben der Hochschule ab.

Wie schreibt man Student mit Gendersternchen?

Mit Gendersternchen lautet die Pluralform Student*innen, im Singular Student*in. Das Sternchen ersetzt die Endung innen beziehungsweise in und macht deutlich, dass neben Frauen und Männern auch weitere Geschlechtsidentitäten mitgemeint sind. Alternativ sind Student:innen mit Doppelpunkt oder Student_innen mit Unterstrich gebräuchlich.

Was ist die weibliche Form von Student?

Die weibliche Form von Student lautet Studentin, im Plural Studentinnen. Beide Formen werden regelmäßig gebildet, ohne Lautverschiebung oder Umlaut, da der Wortstamm bereits auf t endet und lediglich die weibliche Endung in beziehungsweise innen angehängt wird. Anders als bei Berufsbezeichnungen mit Umlautwechsel, etwa Arzt zu Ärztin, bleibt der Wortstamm hier also vollständig erhalten.

Gibt es eine neutrale Alternative zu Student?

Ja, die gebräuchlichste neutrale Alternative ist Studierende, abgeleitet vom Partizip Präsens des Verbs studieren. Sie funktioniert im Singular und Plural gleichermaßen, kommt ohne Sonderzeichen aus und wird an deutschsprachigen Hochschulen häufig bevorzugt, etwa in Prüfungsordnungen, offiziellen Schreiben oder wissenschaftlichen Publikationen.

Muss ich in meiner Abschlussarbeit gendern?

Ob Sie in Ihrer Abschlussarbeit gendern müssen, hängt von den Vorgaben Ihrer Hochschule oder Ihres Fachbereichs ab. Manche Institutionen schreiben eine bestimmte Form vor, andere überlassen die Entscheidung den Studierenden. Am sichersten ist es, vorab die aktuellen Richtlinien oder die Betreuungsperson zu fragen.

Ist das Gendersternchen amtlich anerkannt?

Nein, das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung führt Gendersternchen, Doppelpunkt und Unterstrich derzeit nicht als Standard. Trotzdem lassen zahlreiche Hochschulen, Behörden und Medien diese Formen zu oder setzen sie aktiv ein, sodass sie im Sprachgebrauch weit verbreitet sind.

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