Gendern Teilnehmer: alle Formen im Überblick
Doppelnennung, Sternchen und neutrale Alternativen für Teilnehmer
Wer gendern Teilnehmer möchte, kann zwischen mehreren korrekten Formen wählen: der ausgeschriebenen Doppelnennung Teilnehmerinnen und Teilnehmer, den verkürzten Schreibweisen mit Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie der geschlechtsneutralen Bezeichnung Teilnehmende. Welche Variante sich eignet, hängt vom Textzweck ab: In amtlichen und wissenschaftlichen Texten empfiehlt sich meist die Doppelnennung oder die neutrale Form, während Sternchen und Doppelpunkt vor allem in Alltagstexten, Broschüren und manchen Hochschulschriften verwendet werden. Wichtig ist vor allem eine einheitliche, konsequente Anwendung im gesamten Dokument.
Gendern Teilnehmer: die kurze Antwort
Um gendern Teilnehmer korrekt umzusetzen, stehen mehrere gleichwertige Wege offen. Am gebräuchlichsten ist die ausgeschriebene Doppelnennung Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die beide Geschlechter explizit benennt und in nahezu jedem Textformat funktioniert. Wer Platz sparen möchte, greift zu einer verkürzten Schreibweise mit Sonderzeichen, etwa Teilnehmer*innen oder Teilnehmer:innen. Eine dritte Möglichkeit ist die geschlechtsneutrale Formulierung Teilnehmende, die das Geschlecht sprachlich ganz ausklammert und deshalb in vielen offiziellen Texten bevorzugt wird. Welche Variante am Ende gewählt wird, richtet sich nach den Vorgaben der Institution, des Verlags oder der Hochschule sowie nach der Textsorte. Entscheidend ist in jedem Fall, die gewählte Form im gesamten Dokument konsequent beizubehalten, damit der Text einheitlich und professionell wirkt.

Alle Genderformen für Teilnehmer im Überblick
Für das Wort Teilnehmer existieren mehrere anerkannte Genderformen, die sich in Länge und Einsatzbereich unterscheiden. Die folgende Übersicht zeigt die gängigsten Varianten:
- Doppelnennung (Beidnennung): Teilnehmerinnen und Teilnehmer
- Gendersternchen: Teilnehmer*innen
- Gender-Doppelpunkt: Teilnehmer:innen
- Gender-Unterstrich (Gender-Gap): Teilnehmer_innen
- Binnen-I: TeilnehmerInnen
- Geschlechtsneutrale Form: Teilnehmende
Die Doppelnennung gilt als am wenigsten umstritten und wird von den meisten Institutionen akzeptiert. Sternchen, Doppelpunkt und Unterstrich sollen zusätzlich Personen einschließen, die sich weder als weiblich noch als männlich identifizieren, sind im amtlichen Regelwerk der deutschen Rechtschreibung jedoch bislang nicht als Standard verankert. Das Binnen-I gilt inzwischen als eher veraltet. Wer gendern Teilnehmer in einem offiziellen Dokument plant, sollte vorab prüfen, welche Form der jeweilige Herausgeber oder die Hochschule vorschreibt.
Geschlechtsneutrale Alternative: Teilnehmende
Die eleganteste Lösung für das Gendern von Teilnehmer ist häufig die geschlechtsneutrale Umschreibung. Aus dem Verb teilnehmen lässt sich das Partizip Präsens Teilnehmende bilden, das grammatisch bereits ein Geschlecht ausklammert und im Plural sowohl weibliche, männliche als auch nicht binäre Personen einschließt. Diese Form ordnet sich gut in eine umfassende gendergerechte Sprache ein, weil sie ohne Sonderzeichen auskommt und trotzdem inklusiv wirkt. Sie liest sich flüssig und wird deshalb von vielen Hochschulen, Behörden und Verlagen empfohlen, insbesondere wenn eine barrierefreie oder screenreader-freundliche Schreibweise gefragt ist. Im Singular ist die neutrale Form etwas seltener gebräuchlich (der oder die Teilnehmende), funktioniert grammatisch aber ebenso zuverlässig. Alternativ lässt sich auch auf eine Umschreibung wie Person, die an der Studie teilnimmt, ausweichen, wenn eine besonders textnahe Formulierung gewünscht ist. Für die meisten wissenschaftlichen und alltäglichen Texte reicht jedoch bereits Teilnehmende als praktikable, gut lesbare Alternative völlig aus.
Beispielsatz aus dem Unikontext
In wissenschaftlichen Arbeiten lässt sich das Gendern von Teilnehmer gut an einem konkreten Beispiel zeigen. Statt der rein männlichen Form Die Teilnehmer der Studie wurden befragt kann geschlechtergerecht formuliert werden: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie wurden befragt (Doppelnennung), Die Teilnehmer*innen der Studie wurden befragt (Gendersternchen) oder Die Teilnehmenden der Studie wurden befragt (neutrale Form). Alle drei Varianten sind inhaltlich gleichwertig und grammatisch korrekt, unterscheiden sich aber in Lesefluss und Zeichenzahl. In einer Bachelor- oder Masterarbeit empfiehlt es sich, eine der drei Formen einmal festzulegen und dann konsequent im gesamten Text zu verwenden, auch in Tabellen, Abbildungsbeschriftungen und im Abstract. So bleibt die Arbeit stilistisch einheitlich und die gewählte Schreibweise wirkt bewusst statt zufällig gewählt.

Häufige Fehler und Empfehlung für wissenschaftliche Arbeiten
Beim Gendern von Teilnehmer treten in der Praxis einige wiederkehrende Fehler auf. Häufig wird nur in der Einleitung gegendert, im weiteren Verlauf des Textes aber wieder auf die rein männliche Form zurückgegriffen, was inkonsequent wirkt. Ebenso problematisch ist das Mischen mehrerer Formen, etwa wenn im selben Absatz sowohl Teilnehmer*innen als auch Teilnehmer:innen auftauchen. Ein weiterer Fehler ist die falsche Pluralbildung bei der Doppelnennung, etwa Teilnehmer und Teilnehmerin statt korrekt Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Da das amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung Sonderzeichen wie Sternchen oder Doppelpunkt derzeit nicht als verbindlichen Standard führt, lohnt sich vor dem Schreiben ein Blick in den Leitfaden der eigenen Hochschule oder Fakultät. Fehlen klare Vorgaben, empfiehlt sich für Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit entweder die konsequente Doppelnennung oder die neutrale Form Teilnehmende, jeweils einheitlich über die gesamte Arbeit hinweg angewendet.
Fazit zum Gendern von Teilnehmer
Zusammengefasst lässt sich das Wort Teilnehmer auf mehreren gleichwertigen Wegen geschlechtergerecht formulieren: durch die ausgeschriebene Doppelnennung Teilnehmerinnen und Teilnehmer, durch verkürzte Schreibweisen mit Sternchen, Doppelpunkt, Unterstrich oder Binnen-I sowie durch die neutrale Form Teilnehmende. Welche Variante im Einzelfall passt, hängt vom Textzweck, vom Publikum und häufig auch von verbindlichen Vorgaben einer Institution, eines Verlags oder einer Hochschule ab. Für wissenschaftliche Arbeiten gilt: Zunächst die Vorgaben der eigenen Hochschule prüfen, bei fehlenden Vorgaben auf die Doppelnennung oder auf Teilnehmende zurückgreifen und die gewählte Form dann konsequent im gesamten Text beibehalten. Wer sich bei der praktischen Umsetzung unsicher ist, kann den Text vor der Abgabe fachkundig prüfen lassen, etwa im Rahmen eines Lektorats oder speziell zum Thema Gendern in der wissenschaftlichen Arbeit.
Weitere Wörter im Gender-Wörterbuch: Autor gendern, Nutzer gendern und Gender-Wörterbuch A bis Z.