Bestimmter Artikel: Formen, Regeln und Beispiele
Die Formen in allen Fällen, die Verschmelzungen und der Gebrauch
Der bestimmte Artikel lautet der, die, das und bezeichnet etwas Bekanntes oder bereits Erwähntes: Ich habe den Bericht gelesen. Er kann Genus, Numerus und Kasus einer Nominalgruppe anzeigen; auch Adjektive werden im Deutschen nach diesen Kategorien flektiert. Nach ihm steht ein attributives Adjektiv häufig mit schwacher Endung: die erledigte Arbeit. Die Tabelle der Deklination enthält 16 Paradigmenstellen, aber nur sechs verschiedene Wortformen: der, die, das, des, dem und den.
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Artikel der, die, das: Merkzettel mit Genus-Endungen
Der bestimmte Artikel im Deutschen, dazu zum Ausdrucken der Zettel zum Genus: Endung für Endung das übliche Geschlecht, der bestimmte und der unbestimmte Artikel in allen vier Fällen, Beispiele und Ausnahmen auf einer Seite.
Die Formen in der Tabelle
| Fall | maskulin | feminin | neutral | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der | die | das | die |
| Genitiv | des | der | des | der |
| Dativ | dem | der | dem | den |
| Akkusativ | den | die | das | die |
Wozu er im Satz dient
Ein bestimmter Artikel kann Genus, Numerus und Kasus einer Nominalgruppe anzeigen.
Das folgende Adjektiv steht nach dem bestimmten Artikel häufig in schwacher Flexion. Der Artikel zeigt dabei die grammatischen Merkmale der Nominalgruppe an.
Zudem kann er einen Referenten als bekannt oder im Kontext klar identifizierbar kennzeichnen. So hilft er dabei, bereits Eingeführtes von Neuem zu unterscheiden.

Wann er steht
Bekanntes: Bereits erwähnt oder aus der Situation bekannt. Beispielsweise: Ich schrieb einen Bericht. Nun liegt der Bericht bereit.
Einmaliges im jeweiligen Kontext: die Sonne, der Mond, der Bundeskanzler, die Erde. Der Artikel kann auf einen im Kontext eindeutig bestimmbaren Referenten verweisen.
Superlative: Beispiele sind der längste Bericht und das beste Ergebnis. In solchen Nominalgruppen steht häufig ein bestimmter Artikel; die Vergleichsmenge ergibt sich aus dem Kontext.
Bei Ordnungszahlen stehen häufig Formen wie der erste Versuch und das dritte Kapitel.
Wie Verschmelzungen mit Präpositionen aussehen
Präposition und Artikel verschmelzen häufig: im (in dem), am (an dem), beim (bei dem), vom (von dem), zum (zu dem), zur (zu der), ins (in das), ans (an das), aufs (auf das).
Solche Kontraktionen sind standardsprachlich. Ob die verschmolzene oder die getrennte Form passt, hängt vom Satz und von einer möglichen Betonung des Artikels ab.
Die getrennte Form kann passend sein, wenn der Artikel betont oder kontrastiert wird: Ich gehe zu dem Arzt, den du empfohlen hast.
Auch vor einem Relativsatz kann die getrennte Form passend sein: in dem Umfang, in dem die Regel gilt.
Wann er entfällt
Bei Eigennamen: Viele Personen- und Ortsnamen stehen ohne Artikel, etwa Peter kommt oder Berlin ist groß. Andere Namen verlangen einen Artikel; bei Personennamen kommen regional auch Formen wie der Peter vor.
Bei allgemein gemeinten Stoffbezeichnungen im allgemeinen Sinn: Wasser kocht unter Normaldruck bei 100 Grad. Gemeint ist die Substanz insgesamt, nicht eine einzelne Portion.
Bei Berufs- und Nationalitätsangaben: Er ist Lehrer. Sie ist Österreicherin. Mit einem Adjektiv steht in der Regel ein Artikel: Er ist ein guter Lehrer.
Listen und Titel: Dokumentation, Analyse, Zusatzmaterial. Solche verkürzten Formen sparen Platz und sind gängig.

Häufige Fehler und Zweifelsfälle
Artikel bei Ländernamen: Die meisten stehen ohne Artikel (Deutschland, Frankreich), einige mit (die Schweiz, die Türkei, der Iran, die Niederlande). Diese Gruppe ist zu lernen.
Aufs und auf das: Beide Formen sind möglich. Die getrennte Form kann den Artikel besonders hervorheben.
Umgangssprachliche Verschmelzungen: Formen wie aufm, unterm und übern sind umgangssprachlich. In formellen Texten sind die ausgeschriebenen Formen meist die passendere Wahl.
Der Artikel bei Jahreszahlen: Möglich sind im Jahr 2026 und, je nach Satz, auch in 2026. Ohne Präposition heißt es schlicht 2026.
Zweifacher Artikel: Die Wortfolge „in das der Bericht“ ist in diesem Zusammenhang ungrammatisch. Welche Form richtig ist, ergibt sich aus der vollständigen Nominalgruppe und dem Satz.
Der bestimmte Artikel in wissenschaftlichen Arbeiten
Fachliteratur verlangt Präzision bei der Entscheidung zwischen dem bestimmten Artikel und dem Nullartikel. „Die Daten“ kann auf eine im Text bestimmte Datenmenge verweisen; ob „Daten“ ohne Artikel generisch gemeint ist, ergibt sich aus dem Kontext.
Gerade in methodischen Abschnitten ist dieser Unterschied wichtig. Wer von Daten spricht, kann Daten allgemein meinen. Wer von den Daten spricht, verweist dagegen auf eine im Text bestimmte Datenmenge.
Eine weitere Ebene bilden Querverweise. In Formulierungen wie „in der Tabelle“, „in Abbildung 3“ und „auf Seite 12“ kann der Artikel je nach Bezug und Stilkonvention stehen oder entfallen. Eine bloße Nummer entscheidet darüber nicht.
Ein dritter Prüfpunkt sind Überschriften. Ob dort ein Artikel steht, richtet sich nach der Formulierung und gegebenenfalls nach den Vorgaben des Inhaltsverzeichnisses.
Fazit: bestimmter Artikel auf einen Blick
Mit der, die und das markiert der bestimmte Artikel Bekanntes und kann Geschlecht, Zahl und Fall anzeigen. Die Tabelle zeigt die Formen in vier Fällen.
Man verwendet ihn etwa bei bekannten oder im Kontext eindeutig bestimmbaren Referenten sowie häufig bei Superlativen und Ordnungszahlen. Verschmelzungen wie im, zum und ins sind standardsprachlich.
Die Beispiele erläutern die Regeln zum bestimmten Artikel im Gesamtzusammenhang.
Ergänzende Informationen finden sich unter Unbestimmter Artikel, Deklination und Präpositionen mit Dativ.
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Stand: 3. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 3. Oktober). Bestimmter Artikel im Deutschen: Alle Regeln & Formen. korrektur.de. https://korrektur.de/bestimmter-artikel
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korrektur.de. Bestimmter Artikel im Deutschen: Alle Regeln & Formen [online]. 2026 [Zugriff am 31.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/bestimmter-artikel