Welcher Artikel gehört zu Computer?
Der, die oder das Computer: Artikel und Herkunft erklärt
Für das Einzelwort gilt im Deutschen eindeutig das männliche grammatische Geschlecht: Es heißt immer der Computer. Wie der Duden erläutert, geht die Bezeichnung über das englische Nomen computer und das zugehörige Verb to compute (berechnen) auf das lateinische Wort computare zurück. Sobald der Begriff jedoch als vorderer Bestandteil in eine Zusammensetzung eingeht, gibt nicht mehr der Anfang, sondern das letzte Glied am Wortende den Ausschlag für das Genus. Aus diesem Grund verlangt das sächliche Grundwort Spiel zwingend die Form das Computerspiel, während das weibliche Grundwort Maus zum Artikel die Computermaus führt. Dieser Ratgeber stellt das maskuline Einzelwort seinen häufigsten Zusammensetzungen gegenüber und zeigt Schritt für Schritt, wie sich die Grundwortregel verlässlich auf weitere Technikbegriffe anwenden lässt.
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Artikel der, die, das: Merkzettel mit Genus-Endungen
Der Artikel vor dem Wort Computer, begleitet von einem Blatt über das Genus. Es ordnet jeder Endung das übliche Geschlecht zu und stellt den bestimmten und den unbestimmten Artikel in allen vier Fällen nebeneinander, mit Beispielen und Ausnahmen auf einer Seite.
Der Computer: Artikel, Deklination und Herkunft im Überblick
Welcher Artikel gehört zu Computer, wenn das Wort allein im Satz steht? Im Deutschen besitzt der Begriff ausschließlich das maskuline Genus, weshalb der Computer die einzig standardsprachlich korrekte Form darstellt. Der Duden führt das Wort als maskulines Substantiv und dokumentiert zugleich seine sprachgeschichtliche Herkunft: Entlehnt wurde der Ausdruck aus dem englischen computer, das sich vom Verb to compute mit der Bedeutung berechnen ableitet und seinen weiteren Ursprung im lateinischen computare hat. In der Beugung erhält das Einzelwort im Genitiv Singular die Form des Computers, während der Nominativ im Plural ohne zusätzliche Endung die Computer lautet.
| Wort | Artikel |
|---|---|
| Computer | der |
| Computers (Genitiv) | des |
| Computerspiel | das |
| Computermaus | die |
Als formale Orientierungshilfe dient im Deutschen häufig die Wortendung -er, die bei zahlreichen männlichen Personen- und Gerätebezeichnungen wie der Lehrer oder eben der Computer auftritt. Auch eine sprachwissenschaftliche Untersuchung aus Bochum hebt hervor, dass die Endung -er bei Entlehnungen aus dem Englischen einen besonders stabilen Einfluss zugunsten des maskulinen Genus ausübt. Da eine solche morphologische Tendenz jedoch keine ausnahmslose Gesetzmäßigkeit begründet, bleibt für das Einzelwort der Duden-Eintrag die verlässliche Referenz. Vor allem darf der männliche Artikel von Computer niemals pauschal auf zusammengesetzte Wörter übertragen werden, bei denen Computer lediglich am Wortanfang steht.
Der, die oder das Laptop zeigt exemplarisch, dass andere Gerätebezeichnungen eigene Zweifelsfälle bilden, für die jeweils der vollständige Wörterbucheintrag herangezogen werden muss. Um typische Verwechslungen im Schreiballtag zu vermeiden, grenzen die nächsten Abschnitte das einfache Wort Computer systematisch von den Zusammensetzungen Computerspiel und Computermaus ab.

Computerspiel und Computermaus: Warum das Grundwort entscheidet
Der, die oder das Tablet muss als eigenständiges Fremdwort beurteilt werden, wohingegen bei einem Kompositum wie Computerspiel die Regeln der deutschen Wortbildung greifen. Hier gibt nicht etwa der erste Bestandteil Computer den Artikel vor, sondern allein das abschließende Grundwort Spiel. Da Spiel im Deutschen sächlich ist, verzeichnet auch der Duden die Zusammensetzung als Neutrum mit der verbindlichen Form das Computerspiel. Das vorangestellte Wort Computer behält zwar als Einzelwort sein maskulines Genus, verliert aber in dieser vorderen Position jeden Einfluss auf das grammatische Geschlecht des Gesamtbegriffs.
Nach exakt demselben Prinzip richtet sich die Artikelwahl beim Wort Computermaus nach dem hinteren Wortbestandteil. Weil das Grundwort Maus feminin ist, führt der Duden auch die gesamte Zusammensetzung als weibliches Substantiv unter der Form die Computermaus. Im direkten Vergleich machen das Computerspiel und die Computermaus deutlich, warum zwei mit Computer beginnende Begriffe völlig unterschiedliche Artikel verlangen. Es handelt sich dabei keineswegs um unregelmäßige Sonderfälle, sondern um die konsequente Steuerung des Artikels durch das jeweilige Grundwort.
In der Praxis zeigt sich diese Zuordnung in alltäglichen Formulierungen wie: Ich habe mir eine neue Computermaus gekauft. Dieser Beispielsatz nutzt die im Duden verankerte feminine Form und verdeutlicht, wie sicher sich Zusammensetzungen im Text einbetten lassen. Wer bei einem zusammengesetzten Nomen unsicher ist, sollte im ersten Schritt immer das Grundwort am Wortende bestimmen und im zweiten Schritt den Wörterbucheintrag des vollständigen Begriffs gegenprüfen. Auf diese Weise lässt sich zuverlässig verhindern, dass der Artikel versehentlich vom ersten Wortglied abgeleitet wird.
Für das Einzelwort Computer sowie für die beiden Komposita Computerspiel und Computermaus sind die grammatischen Formen im Wörterbuch zweifelsfrei belegt. Taucht im Text ein weiteres zusammengesetztes Wort aus diesem Themenfeld auf, empfiehlt sich ebenfalls der gezielte Abgleich des gesamten Wortes im Nachschlagewerk.
Die Grundwortregel bei Komposita: Bestimmungswort und Grundwort
Der, die oder das Handy erfordert als einfaches Lehnwort eine separate Prüfung, während für mehrteilige deutsche Substantive die im Duden-Sprachratgeber beschriebene Trennung zwischen Bestimmungswort und Grundwort gilt. Das Grundwort bildet im Regelfall den letzten Bestandteil einer Zusammensetzung und legt sowohl die Wortart als auch das grammatische Geschlecht des gesamten Kompositums fest. Dem vorangestellten Bestimmungswort fällt hingegen nur die Aufgabe zu, das Grundwort inhaltlich näher einzugrenzen, ohne selbst über den Artikel zu entscheiden.
Dieselbe grammatische Systematik bestätigt auch die allgemeine Grammatikübersicht zu deutschen Nominalkomposita, nach der stets das letzte Glied über Genus und Artikel bestimmt. Beide Fachquellen bieten damit eine klare und alltagstaugliche Richtschnur für den Umgang mit Wortzusammensetzungen. Zugleich gibt der Duden-Ratgeber zu bedenken, dass die genaue Zerlegung bei einzelnen ungewöhnlichen Wortbildungen einen sprachlichen Grenzfall darstellen kann. Bestehen bei einem komplexen Begriff Zweifel an der Struktur, liefert der Wörterbucheintrag zum vollständigen Wort die verlässlichste Auskunft.
Ein Satz wie „Der Computerbildschirm ist neu, denn Bildschirm ist maskulin“ veranschaulicht, wie die Prüfung auch bei Gleichheit des Artikels funktioniert. Hier trägt das Kompositum nur deshalb den maskulinen Artikel der, weil das hintere Grundwort Bildschirm männlich ist, und nicht etwa wegen des vorderen Bestandteils Computer. Entsprechend führen die Duden-Einträge für die anderen beiden Beispiele zu den Formen das Computerspiel und die Computermaus, da sich der Artikel ausnahmslos nach Spiel beziehungsweise Maus richtet.
Wichtig für das Textverständnis ist, dass diese Grundwortregel sämtliche Komposita der deutschen Sprache umfasst und keineswegs auf Verbindungen mit Computer beschränkt bleibt. Dennoch ersetzt die allgemeine Wortbildungsregel bei unklaren Zweifelsfällen nicht den Blick ins Wörterbuch. Wer ein unbekanntes zusammengesetztes Substantiv grammatisch korrekt verwenden will, fährt am besten mit einer doppelten Kontrolle: zuerst das Grundwort am Ende identifizieren und anschließend den Eintrag des gesamten Wortes nachschlagen.
Die Endung -er bei englischen Lehnwörtern: Warum Computer maskulin ist
Artikel in der Grammatik vermittelt das allgemeine Fundament der deutschen Geschlechtszuweisung, auf dem sich die besondere Rolle der Endung -er genauer einordnen lässt. Ein sprachwissenschaftlicher Aufsatz der Ruhr-Universität Bochum untersucht systematisch, nach welchen Kriterien englische Lehnwörter im Deutschen ihr Genus erhalten. Die Analyse weist nach, dass die sogenannte -er-Suffigierung als außerordentlich stabiler Faktor für die Zuweisung des maskulinen Genus wirkt. Bereits in einer frühen Phase der sprachlichen Übernahme erhalten solche Entlehnungen ohne Schwankungen den männlichen Artikel, was sich exakt mit der Einordnung von Computer deckt.
Zur Untermauerung stützt sich der Bochumer Aufsatz auf eine umfangreiche Korpusauswertung, in der insgesamt 633 maskuline englische Lehnwörter erfasst sind; genau 207 dieser untersuchten Fälle lassen sich der -er-Suffigierung zuordnen. Diese Daten belegen zwar ein starkes sprachstatistisches Gewicht innerhalb der Auswertung, machen die Endung allein jedoch noch nicht zu einem ausnahmslosen Gesetz für jedes erdenkliche englische Lehnwort.
Die sprachwissenschaftliche Beobachtung liefert somit eine plausible Erklärung für das Sprachgefühl, behauptet aber keine blinde Ausnahmslosigkeit. Im Fall von Computer untermauert diese starke Tendenz den Befund im Duden-Eintrag, der das Wort eindeutig als Maskulinum ausweist. Bei jedem anderen neu entlehnten Einzelwort sollte der Artikel deshalb weiterhin über den konkreten Wörterbucheintrag abgesichert und nicht ungeprüft aus der bloßen Endung abgeleitet werden.
Wie eng das Muster im technischen Wortschatz greift, zeigen verwandte Gerätebezeichnungen auf -er wie der Drucker und der Scanner. Auch das im Bochumer Aufsatz herangezogene deutsche Entsprechungswort Rechner trägt als der Rechner denselben maskulinen Artikel. Trotz solcher anschaulichen Parallelen dienen diese Beispiele lediglich der Orientierung und entbinden bei anderen Fachbegriffen nicht von der Prüfung des vollständigen Wörterbucheintrags.
Weitere Technikbegriffe prüfen: Einzelwörter und Zusammensetzungen
Der, die oder das Podcast verdeutlicht als moderner Medienbegriff, warum bei jüngeren Entlehnungen im Zweifel immer ein Blick ins Wörterbuch ratsam ist. Aus der Tatsache, dass es der Computer heißt, lässt sich nämlich keinerlei Rückschluss auf den Artikel von Podcast oder anderen digitalen Fachwörtern ziehen. Jedes selbstständige Technikwort muss daher einzeln und vollständig nachgeschlagen werden.
Zwar werden geläufige Hardwarebegriffe wie der Drucker, der Scanner und der Bildschirm im Deutschen allesamt mit dem maskulinen Artikel der verwendet. Diese drei Einzelbeispiele dokumentieren jedoch nur den jeweiligen Wortgebrauch und begründen keine übergreifende Regel, nach der sämtliche Geräte- oder Medienbezeichnungen männlich sein müssten.
Weil nicht jedes Technikwort automatisch maskulin ist, schützt im Zweifelsfall nur die Kontrolle im Wörterbuch vor Artikelfehlern. Endet ein englisches Lehnwort auf -er, spricht nach der Untersuchung aus Bochum zwar ein besonders stabiler sprachlicher Einfluss für das maskuline Genus. Dennoch folgt selbst aus der Endung -er keine schematische Garantie für jedes einzelne Fremdwort.
Handelt es sich bei einem Technikbegriff um eine Wortzusammensetzung, verschiebt sich der Prüffokus auf das abschließende Grundwort. Beim Begriff Computerspiel fungiert Spiel als Grundwort und erzwingt den neutralen Artikel das, während bei Computermaus das feminine Grundwort Maus den Artikel die festlegt. Obwohl Computer in beiden Fällen den ersten Bestandteil bildet, hat das Bestimmungswort keinen Anteil am Genus der gesamten Zusammensetzung.
Für den sicheren Umgang mit unbekannten Technikbegriffen empfiehlt sich daher eine klare Zweiteilung bei der Prüfung. Bei einfachen Wörtern gibt unmittelbar der jeweilige Wörterbucheintrag den Ausschlag, während bei einem Kompositum zusätzlich das Grundwort am Ende analysiert und mit dem Gesamteintrag abgeglichen wird.

Zusammenfassung: Artikel bei Computer und Komposita sicher bestimmen
Die Übersicht unter Artikel der, die, das im Überblick bündelt die wichtigsten Prüfschritte für den Schreiballtag. Das Einzelwort Computer ist im Deutschen eindeutig maskulin, sodass laut Duden die Formen der Computer im Nominativ, des Computers im Genitiv und die Computer im Plural gelten. Sprachgeschichtlich lässt sich diese feste Zuordnung durch die Entlehnung aus dem Englischen in Verbindung mit der Endung -er gut nachvollziehen, doch ersetzt dieses Hintergrundwissen bei anderen Einzelwörtern nicht die gezielte Wörterbuchprüfung.
Sobald zusammengesetzte Substantive betrachtet werden, gibt allein das Grundwort am Ende den Ton an, weil es bei deutschen Komposita sowohl die Wortart als auch das grammatische Geschlecht bestimmt. Aus diesem Grund heißt es zwingend das Computerspiel nach dem sächlichen Grundwort Spiel und ebenso zwingend die Computermaus nach dem femininen Grundwort Maus. Dass am Wortanfang jeweils das maskuline Substantiv Computer steht, ändert am Geschlecht dieser Zusammensetzungen nichts.
Diese Gesetzmäßigkeit erstreckt sich auf sämtliche zusammengesetzten Nomen der deutschen Sprache und gilt weit über Bildungen mit Computer hinaus. Der erste Wortteil liefert zwar eine wichtige inhaltliche Spezifizierung, bleibt für die Wahl des Artikels aber wirkungslos. Sollte die Wortstruktur im Einzelfall schwer durchschaubar sein, bewahrt das Nachschlagen des vollständigen Wörterbucheintrags davor, voreilig vom ersten Bestandteil auf das gesamte Wort zu schließen.
Wer weitere Zweifelsfälle rund um der, die oder das klären möchte, nutzt am besten eine systematische Übersicht als Startpunkt und prüft anschließend das konkrete Wort im Detail. Steht ein einfaches Nomen allein, entscheidet dessen eigener Wörterbucheintrag; liegt hingegen ein Kompositum vor, tritt die Analyse des Grundworts hinzu. Das Dreiergespann aus der Computer, das Computerspiel und die Computermaus bringt diese Grundregel auf den Punkt: Das Einzelwort ist maskulin, während sich jede Zusammensetzung nach ihrem letzten Bestandteil wie Spiel oder Maus richtet.
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Stand: 18. September 2026korrektur.de. (2026, 18. September). Der Computer: Artikel und Herkunft. korrektur.de. https://korrektur.de/der-die-das-computer
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Quellen und Stand
- Duden online: Eintrag Computer, Rechtschreibung, Grammatik und Herkunft: www.duden.de (geprüft am 2026-09-18)
- Duden online: Eintrag Computerspiel, Rechtschreibung und Grammatik: www.duden.de (geprüft am 2026-09-18)
- Duden online: Eintrag Computermaus, Rechtschreibung und Grammatik: www.duden.de (geprüft am 2026-09-18)
- Duden Sprachwissen, Sprachratgeber: Flexion von Komposita, Wortzusammensetzungen: www.duden.de (geprüft am 2026-09-18)
- Deutsche Grammatik 2.0: Wortbildung, Grundwort und Bestimmungswort: deutschegrammatik20.de (geprüft am 2026-09-18)
- Ruhr-Universität Bochum, Germanistisches Institut: Aufsatz zum Genus von Anglizismen und Polonismen im Deutschen: staff.germanistik.rub.de (geprüft am 2026-09-18)