der oder das Blog: Was ist richtig?
So findest du den richtigen Artikel für Blog
der oder das Blog: Diese Frage begegnet dir spätestens, wenn du selbst einen Blog startest oder darüber schreibst. Nach Duden sind beide Artikel korrekt, doch eine Form hat sich im Alltag klar durchgesetzt. Hier erfährst du die Regel, die Herkunft aus dem englischen Weblog und passende Beispielsätze, damit du beim nächsten Text nicht zögerst und dich sofort für die richtige Variante entscheidest.
der oder das Blog: die kurze Antwort
Bei der oder das Blog sind laut Duden tatsächlich beide Artikel zulässig. Häufiger und mittlerweile als Standard gesetzt ist der Blog, weil sich das Wort im Deutschen wie viele andere maskuline Fremdwörter verhält und der männliche Artikel im Sprachgebrauch dominiert. Das Blog ist ebenfalls korrekt und wird vor allem noch in älteren Texten, in manchen Redaktionen und gelegentlich in der Schweiz verwendet. Für die Praxis heißt das: Du liegst mit der Blog nie falsch, und auch das Blog gilt nicht als Fehler. Wichtig ist nur, dass du dich innerhalb eines Textes für eine Variante entscheidest und konsequent dabei bleibst, damit dein Text stilistisch einheitlich wirkt und keine Verwirrung beim Lesen entsteht.

Woher der Artikel bei Blog kommt
Das Wort Blog ist eine Kurzform von Weblog, gebildet aus web und log im Sinne von Logbuch oder Tagebuch. Weblog war im Deutschen von Anfang an maskulin, weil das Bestimmungswort Log an das deutsche Logbuch erinnert, und dieses Genus hat sich auf die verkürzte Form Blog übertragen. Manche Sprecher orientieren sich dagegen am sächlichen Genus von das Buch oder das Tagebuch und benutzen deshalb das Blog. Beide Herleitungen sind plausibel, weshalb der Duden keine einzige verbindliche Regel vorgibt, sondern beide Formen als Standardsprache akzeptiert. Ausführliche Hintergründe zu Artikeln und Fällen findest du auch in unserer Übersicht zu Kasus und den vier Fällen, die erklärt, wie der Artikel eines Wortes seine Deklination bestimmt.
Beispielsätze mit der und das Blog
Am besten wird der Unterschied an konkreten Sätzen deutlich. Beide Varianten liest du im Alltag, wobei die maskuline Form inzwischen deutlich häufiger vorkommt:
- Ich schreibe seit zwei Jahren an meinem eigenen Blog über Reisen.
- Der Blog wächst jeden Monat um neue Leser.
- Sie hat das Blog kürzlich komplett neu gestaltet.
- In diesem Blog findest du Tipps rund um Rechtschreibung und Grammatik.
Ob du in eigenen Texten der Blog oder das Blog schreibst, bleibt dir überlassen. Für Unternehmen und Redaktionen empfiehlt sich ein einheitlicher Stil, den du am besten schriftlich festhältst, damit alle Autoren dieselbe Form verwenden und der Auftritt einheitlich bleibt.
Häufige Fehler rund um Blog
Ein typischer Fehler entsteht, wenn der Artikel innerhalb eines Textes wechselt, etwa wenn im ersten Absatz der Blog steht und wenige Zeilen später das Blog folgt. Das wirkt inkonsequent und stört den Lesefluss, selbst wenn beide Formen für sich genommen richtig sind. Ein weiterer Stolperstein ist die Deklination: Im Genitiv heißt es korrekt des Blogs, nicht des Blog. Auch bei zusammengesetzten Wörtern wie Blogartikel oder Blogbeitrag bleibt der männliche Artikel Standard, unabhängig davon, welche Form du für das Grundwort wählst. Wer unsicher ist, sollte den eigenen Text vor der Veröffentlichung noch einmal mit einer Rechtschreibprüfung gegenlesen, um solche Wechsel und andere Unstimmigkeiten zuverlässig zu erkennen.

Ein Merksatz für den Alltag
Damit du die Regel nicht mehr nachschlagen musst, hilft ein einfacher Merksatz: Der Blog ist Standard, das Blog ist erlaubt. Wenn du dir unsicher bist, greif im Zweifel zur männlichen Form, weil sie im aktuellen Sprachgebrauch, in Wörterbüchern und in den meisten Redaktionen als Hauptform geführt wird. Dieser Zweifelsfall zählt damit zu den Wörtern, bei denen beide Genera nebeneinander bestehen. Wer ganz sichergehen möchte, kann sich außerdem an ähnlichen Fällen orientieren, etwa an der Frage, ob es der oder das Kommentar heißt. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag der oder das Kommentar, der nach demselben Prinzip aufgebaut ist und dir zeigt, wie du solche Zweifelsfälle künftig selbst einordnest.
Fazit: Beide Formen im Blick
Unterm Strich gilt: der Blog ist die gebräuchlichere und empfohlene Form, das Blog ist ebenfalls richtig und kein Fehler. Für eigene Texte, Firmenblogs oder Studienarbeiten lohnt es sich, sich einmal festzulegen und diese Entscheidung durchzuhalten. Da Blog als Fremdwort aus dem Englischen stammt, tauchen ähnliche Unsicherheiten häufig auch bei anderen Lehnwörtern auf. Einen Überblick dazu bietet unsere Fremdwörterliste. Wenn du zusätzlich unsicher bist, ob dein gesamter Text stilistisch und grammatisch stimmt, lohnt sich eine professionelle Prüfung, damit neben dem Artikel auch Kommasetzung, Rechtschreibung und Ausdruck einwandfrei sind, bevor dein Text online geht oder abgegeben wird.
Weitere sprachliche Zweifelsfälle: die oder das Cola, der oder die Butter und alle Rechtschreibregeln.