Curry Artikel: heißt es der oder das Curry?
Beide zulässigen Formen, die Bedeutungsverteilung und die Herkunft
Beim Curry Artikel sind beide Formen zulässig, und sie verteilen sich nach der Bedeutung. Das Curry steht meist für das Gericht: ein Curry kochen. Der Curry steht meist für das Gewürzpulver: der Curry im Regal. Diese Verteilung ist allerdings keine feste Regel, sondern eine Neigung, und Wörterbücher führen beide Formen für beide Bedeutungen. Der Plural lautet die Currys, mit y und angehängtem s.
Die kurze Antwort
Zulässig sind das Curry und der Curry. Beide stehen im Wörterbuch, und beide gelten als standardsprachlich.
Für das Gericht überwiegt die neutrale Form: ein Curry mit Huhn, das grüne Curry.
Für das Gewürzpulver ist die maskuline Form verbreiteter: der Curry aus dem Glas. Beide Zuordnungen sind eine Neigung, keine Vorschrift.
Der Plural lautet die Currys, mit y. Die Schreibung Curries ist englisch und im Deutschen falsch.
Die Formen in allen vier Fällen
| Fall | neutral | maskulin | Plural |
|---|---|---|---|
| Nominativ | das Curry | der Curry | die Currys |
| Genitiv | des Currys | des Currys | der Currys |
| Dativ | dem Curry | dem Curry | den Currys |
| Akkusativ | das Curry | den Curry | die Currys |

Curry in der Küche
In der indischen Küche steht für Gewürzmischungen der Begriff Masala. Bekannt sind Garam Masala und Tandoori Masala, und beide sind neutral.
In der thailändischen Küche heißen die Pasten nach ihrer Farbe: das rote Curry, das grüne Curry, das gelbe Curry. Dort ist die neutrale Form die übliche.
In der japanischen Küche gibt es das Kare Raisu, also Curryreis. Es ist milder und dicker als die indischen und thailändischen Zubereitungen.
Herkunft und Bedeutungswandel
Das Wort kommt über das Englische aus dem Tamilischen kari, was Soße oder Beilage bedeutete. Britische Kolonialbeamte brachten es nach Europa.
Das Currypulver ist dagegen eine europäische Erfindung. In Indien gibt es keine einheitliche Gewürzmischung dieses Namens, sondern regional verschiedene Masalas.
Diese Doppelherkunft erklärt das Schwanken: Das Gericht folgt dem Essen und dem Gericht, beide neutral; das Pulver folgt dem Gewürz oder dem Pfeffer.
Verwandt ist der Currybaum, dessen Blätter in der indischen Küche verwendet werden. Er hat mit dem Pulver nichts zu tun, obwohl der Name das nahelegt.
Currywurst und Zusammensetzungen
Die Currywurst ist feminin, weil die Wurst das letzte Glied ist. Sie wurde 1949 in Berlin erfunden und ist heute ein eigener Begriff.
Weitere Zusammensetzungen: das Currypulver (das Pulver), die Currysoße (die Soße), der Currygeschmack (der Geschmack), das Currygericht (das Gericht).
Bei allen entscheidet das letzte Glied. Das Wort Curry selbst spielt für das Geschlecht der Zusammensetzung keine Rolle.
Geschrieben wird zusammen, ohne Bindestrich und ohne Fugenelement. Die Getrenntschreibung Curry Wurst ist aus dem Englischen übernommen und im Deutschen falsch.
Gerichte und Gewürze im Vergleich
Maskulin: der Pfeffer, der Senf, der Zimt, der Ingwer, der Kümmel, der Koriander, der Safran.
Feminin: die Petersilie, die Muskatnuss, die Vanille, die Chili (auch der), die Paprika (auch der).
Neutral: das Curry, das Salz, das Basilikum, das Oregano, das Lorbeerblatt, das Gewürz.
Auffällig ist die Zahl der schwankenden Fälle: Chili, Paprika und Curry tragen alle zwei zulässige Artikel. Bei allen dreien konkurrieren Pflanze, Pulver und Gericht als Entsprechungswörter.

Häufige Fehler und Zweifelsfälle
Die Curry: Falsch. Eine feminine Form gibt es nicht, obwohl die Soße als Entsprechung naheliegt.
Die Curries: Falsch. Der Plural lautet die Currys, mit y. Die Endung -ies gehört ins Englische.
Curry Wurst: Falsch. Die Zusammensetzung wird in einem Wort geschrieben: Currywurst.
Der Wechsel im Text: Beide Artikel sind korrekt, aber nicht nebeneinander für dieselbe Sache. Innerhalb eines Dokuments sollte die Verteilung nachvollziehbar bleiben.
Curry und Masala: Masala ist der indische Begriff für eine Gewürzmischung. Er ist neutral und in der Fachliteratur zur indischen Küche der genauere Ausdruck.
Schreibung und Trennung
Getrennt wird Cur-ry. Die beiden r werden aufgeteilt, wie es die Regel für Doppelkonsonanten vorsieht.
Das Wort wird großgeschrieben, weil es ein Substantiv ist. Klein steht es nur als Farbbezeichnung in Verbindungen wie currygelb.
Betont wird die erste Silbe: KAR-ri. Die Aussprache mit hellem u am Anfang ist im Deutschen verbreitet und ebenfalls zulässig.
Im Genitiv Singular steht ein s ohne Apostroph: des Currys. Die Schreibung des Curry's begegnet auf Speisekarten und ist falsch.
Fazit: Curry Artikel auf einen Blick
Beide Formen sind zulässig. Für das Gericht überwiegt das Curry, für das Gewürzpulver der Curry.
Der Plural lautet die Currys, mit y und angehängtem s. Die Currywurst ist feminin, weil die Wurst das Grundwort ist.
Der Überblick „Curry Artikel: heißt es der oder das Curry?“ ordnet das Thema vollständig ein.
Weitere Wörter aus der Küche Ketchup Artikel, Gulasch Artikel und Komposita.