Bindestrich vs. Gedankenstrich

Bindestrich vs. Gedankenstrich – die Regeln

Lesezeit ca. 4 Min. · zuletzt aktualisiert: 26. April 2026 · alle Rechtschreib-Themen

Bindestrich („-") und Gedankenstrich („–") sehen ähnlich aus, haben aber sehr unterschiedliche Funktionen. In wissenschaftlichen Arbeiten werden sie oft verwechselt. Wir zeigen die Regeln und die richtige Verwendung anhand von Beispielen.

Bindestrich („-")

Verbindet Wörter und Wortteile:

Gedankenstrich („–")

Trennt Satzteile, fügt Einschübe ein, ersetzt „bis":

Wichtigster Unterschied

Bindestrich ist kürzer („-"), Gedankenstrich ist länger („–"). In Word ersetzt das Programm bei „Wort - Wort" oft automatisch zum Gedankenstrich.

Beispiele aus der Bachelorarbeit

Bindestrich: „Bachelor- und Masterarbeit" / „US-amerikanische Studie" / „PCR-Test"

Gedankenstrich: „Die Studie – wie bereits erwähnt – zeigt deutliche Effekte." / „2020–2024"

Häufige Fehler

Word-Tipps

Mehr im Hub Rechtschreibung.

Tastenkombinationen für Binde- und Gedankenstrich

Der Bindestrich (-) ist auf der Tastatur direkt als Minus-Taste vorhanden. Den Gedankenstrich (–), auch Halbgeviertstrich genannt, musst du dagegen aktiv erzeugen. Unter Windows: Strg + Minus auf dem Ziffernblock, oder über die Autokorrektur in Word, die Bindestrich + Leerzeichen automatisch in einen Gedankenstrich umwandelt. Auf dem Mac: Alt + Minus auf der normalen Zahlenreihe. Auf der iPhone- oder Android-Tastatur lange auf den Bindestrich tippen, dann erscheint die Auswahl mit – und —. Wer mit LaTeX arbeitet, schreibt zwei Minus für den Halbgeviertstrich und drei für den Geviertstrich.

Häufige Verwechslungen entstehen, weil Word je nach Sprachversion unterschiedlich autokorrigiert. Schreibe versuchsweise „A - B" und beobachte, ob daraus „A – B" wird – wenn nicht, ist die Autokorrektur deaktiviert oder du benutzt eine englische Tastatur. Ein Bindestrich verbindet (Word-Vorlage, Anbieter-Vergleich), ein Gedankenstrich gliedert oder ersetzt Klammern. Im wissenschaftlichen Schreiben gilt: bei Zeitspannen den Halbgeviertstrich ohne Leerzeichen verwenden („1990–2020"), bei Einschüben mit Leerzeichen („Der Versuch – wie zuvor erwähnt – scheiterte"). Vor der Abgabe lohnt eine globale Suche nach „ - " mit Leerzeichen davor und danach – so spürst du übersehene Bindestriche zuverlässig auf. Ein Korrektorat übernimmt diese Vereinheitlichung normalerweise mit. Wer mit Word arbeitet, sollte vor Abgabe einmal die Funktion „Suchen und Ersetzen“ mit Sonderzeichen-Modus nutzen, um Bindestrich, Halbgeviertstrich und Geviertstrich gezielt zu vereinheitlichen – das spart später Diskussionen mit dem Korrektor.

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Häufige Fragen zu Bindestrich/Gedankenstrich

Was ist mit em-dash und en-dash?

En-dash („–") = Gedankenstrich im Deutschen. Em-dash („—") wird im Englischen verwendet, im Deutschen kaum.

Bei „2020-2024" – Bindestrich oder Gedankenstrich?

Gedankenstrich: „2020–2024". Word ersetzt oft automatisch.

Brauche ich Leerzeichen um den Gedankenstrich?

Bei Einschüben: ja. Bei „bis" (Zahlbereich): nein. Beispiel: „2020–2024" (ohne Leerzeichen), „Die Studie – wie erwähnt – zeigt ..." (mit Leerzeichen).