Cola Artikel: heißt es die oder das Cola?

Die Standardform, die regionale Nebenform und die Herkunft des Wortes

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Beim Cola Artikel stehen zwei Formen nebeneinander: die Cola ist die norddeutsche und überregionale Standardform, das Cola die süddeutsche, österreichische und schweizerische. Beide sind korrekt und in Wörterbüchern verzeichnet. Der Grund für das Schwanken liegt im Entsprechungswort: Wer an die Limonade denkt, kommt zum Femininum, wer an das Getränk denkt, zum Neutrum. Eine maskuline Form gibt es dagegen nicht.

Die kurze Antwort

Standardsprachlich und überregional ist die Cola die übliche Form. Sie steht in Wörterbüchern zuerst.

Das Cola ist süddeutsch, österreichisch und schweizerisch und dort die Normalform. Auch sie ist korrekt und verzeichnet.

Der Plural lautet in beiden Fällen die Colas, mit s. Er ist im Alltag selten, weil meist Mengenangaben verwendet werden: zwei Cola, drei Glas Cola.

Die Formen in allen vier Fällen

Tabelle: Fall, feminin, neutral, Plural
FallfemininneutralPlural
Nominativdie Coladas Coladie Colas
Genitivder Colades Colasder Colas
Dativder Coladem Coladen Colas
Akkusativdie Coladas Coladie Colas
Cola Artikel
Cola Artikel im Überblick.

Cola beim Bestellen

Beim Bestellen wird das Wort meist ohne Artikel verwendet: Einmal Cola, bitte. Zwei Cola und ein Wasser. Diese Kurzform vermeidet die Frage vollständig.

In der Gastronomie ist zudem die Mengenangabe üblich: ein Glas Cola, eine Flasche Cola, 0,3 Cola. Auch dort steht kein Artikel beim Getränkenamen.

In Speisekarten wird Cola als Gattungsbegriff großgeschrieben. Markennamen wie Coca-Cola und Pepsi behalten ihre eigene Schreibung, und aus rechtlichen Gründen ist die genaue Bezeichnung dort wichtig.

Warum das Geschlecht schwankt

Zwei Entsprechungswörter kommen infrage. Wer an die Limonade oder die Brause denkt, kommt zum Femininum.

Wer an das Getränk oder das Erfrischungsgetränk denkt, kommt zum Neutrum. Beide Zuordnungen sind naheliegend, und keine hat sich durchgesetzt.

Die Verteilung folgt dabei einer bekannten Linie: Norddeutschland nutzt die feminine Form, der Süden und Österreich die neutrale. Dieselbe Trennung zeigt sich bei anderen Getränkebezeichnungen.

Bei der Marke Coca-Cola ist die Zuordnung eindeutiger: Dort überwiegt das Femininum, weil die Cola als Gattungsbegriff mitgedacht wird.

Herkunft des Wortes

Der Name geht auf die Kolanuss zurück, die Frucht des westafrikanischen Kolabaums. Sie war ein Bestandteil des ursprünglichen Rezepts.

Der zweite Namensteil des Markennamens verweist auf das Kokablatt, den zweiten Bestandteil der frühen Rezeptur. Beide Zutaten stehen für den Namen Coca-Cola.

Aus dem Markennamen wurde eine Gattungsbezeichnung, wie bei Tempo und Föhn. Solche Namen heißen Deonyme und werden im Deutschen kleingeschrieben, sobald sie die ganze Warengruppe meinen.

Für Texte bedeutet das: Cola als Gattungsbegriff wird großgeschrieben, weil es ein Substantiv ist, aber ohne Markenbezug verwendet. Coca-Cola als Marke behält den Bindestrich und beide Großbuchstaben.

Cola Artikel

Getränke und ihre Artikel

Maskulin: der Kaffee, der Tee, der Saft, der Wein, der Sekt, der Schnaps, der Likör, der Cocktail.

Feminin: die Milch, die Limonade, die Brause, die Schorle (regional auch der Schorle), die Cola.

Neutral: das Wasser, das Bier, das Getränk, das Mineralwasser, das Cola in Süddeutschland und Österreich.

Auffällig ist die Regel zu alkoholischen Getränken: Sie sind fast alle maskulin, mit der einen bekannten Ausnahme das Bier. Diese Ausnahme ist im Deutschunterricht seit Generationen ein fester Merksatz.

Bei der Schorle zeigt sich ein weiteres regionales Schwanken: Standardsprachlich heißt es die Schorle, süddeutsch begegnet der Schorle und in Teilen Österreichs das Schorle. Auch hier führen Wörterbücher mehrere Formen.

Für Speisekarten gilt dieselbe Empfehlung wie für Produkttexte: eine Form wählen und durchhalten. Ein Wechsel innerhalb einer Karte fällt Gästen auf, auch wenn beide Formen korrekt sind.

Häufige Fehler und Zweifelsfälle

Der Cola: Falsch. Eine maskuline Form gibt es nicht, weder standardsprachlich noch regional.

Der Genitiv: Bei der femininen Form bleibt das Wort unverändert (der Cola), bei der neutralen tritt ein s an (des Colas).

Zwei Cola oder zwei Colas: Bei Bestellungen ist die endungslose Form üblich: zwei Cola, bitte. Als Zählform mit s ist sie ebenfalls korrekt.

Cola oder Coca-Cola: Cola ist der Gattungsbegriff, Coca-Cola die Marke. In Texten mit Markenbezug ist die genaue Bezeichnung wichtig, weil Markennamen geschützt sind.

Zusammensetzungen: Das letzte Glied entscheidet. Die Coladose (die Dose), das Colaglas (das Glas), der Colaautomat (der Automat).

Fazit: Cola Artikel auf einen Blick

Standardsprachlich heißt es die Cola, süddeutsch und österreichisch das Cola. Beide Formen sind korrekt.

Der Plural lautet die Colas. Eine maskuline Form gibt es nicht, und der Name geht auf die Kolanuss zurück.

Weitere Wörter mit zwei Formen Radio Artikel, Joghurt Artikel und Genus Regeln.

Einheitliche Schreibweisen im ganzen Dokument: Unser Lektorat prüft Artikel und Konsistenz.

Datei hochladen

Häufige Fragen zum Artikel von Cola

Heißt es die oder das Cola?

Standardsprachlich die Cola. Das Cola ist süddeutsch, österreichisch und schweizerisch und dort ebenfalls korrekt.

Gibt es der Cola?

Nein. Eine maskuline Form existiert nicht.

Wie lautet der Plural von Cola?

Die Colas. Bei Bestellungen ist auch die endungslose Form üblich: zwei Cola.

Woher kommt das Wort Cola?

Von der Kolanuss, der Frucht des westafrikanischen Kolabaums, die im ursprünglichen Rezept enthalten war.

Was ist der Unterschied zwischen Cola und Coca-Cola?

Cola ist der Gattungsbegriff für die Getränkeart, Coca-Cola ein geschützter Markenname.

Unsere Partner