Bonbon Artikel: heißt es der oder das Bonbon?
Beide zulässigen Formen, ihre Verteilung und die französische Herkunft
Beim Bonbon Artikel heißt es: der Bonbon oder das Bonbon. Der Duden führt „der Bonbon“ und für Österreich ausschließlich „das Bonbon“. Der Plural lautet in beiden Fällen die Bonbons.
Die kurze Antwort
Das Bonbon stellt die gängige Variante dar und taucht in Wörterbüchern an erster Stelle auf.
Das Bonbon ist im Duden für Österreich als einzige Form angegeben.
Der Plural lautet die Bonbons. Auch der Genitiv lautet einheitlich des Bonbons.
Formen in allen vier Fällen
| Fall | neutral | maskulin | Plural |
|---|---|---|---|
| Nominativ | das Bonbon | der Bonbon | die Bonbons |
| Genitiv | des Bonbons | des Bonbons | der Bonbons |
| Dativ | dem Bonbon | dem Bonbon | den Bonbons |
| Akkusativ | das Bonbon | den Bonbon | die Bonbons |

Bonbon in Zusammensetzungen
Bei zusammengesetzten Begriffen bestimmt in der Regel das letzte Glied das Genus: die Bonbontüte, der Bonbonautomat und das Bonbonpapier.
Als erstes Glied steht die Singularform ohne Fugenelement. In Bildungen wie Bonbontüte erscheint Bonbon ohne Fugen-s.
Häufig sind außerdem Sortenbezeichnungen wie Hustenbonbon, Kräuterbonbon und Fruchtbonbon. Da Bonbon das Grundwort ist, sind dafür ebenfalls die belegten Genusformen möglich.
Hustenbonbon ist eine allgemeine Produktbezeichnung. Die konkrete Darreichungsform richtet sich nach dem jeweiligen Produkt.
Herkunft und Aussprache
Das Wort geht auf das Französische zurück und ist eine Wiederholungsform von bon, also „gut“.
Im Französischen ist das Wort maskulin. Im Deutschen sind für Bonbon jedoch eine maskuline und eine neutrale Form belegt.
In der gesprochenen Sprache klingt es entweder nach französischer Art nasal oder deutsch angepasst mit hörbarem n. Beide Aussprachen sind verbreitet, die eingedeutschte überwiegt.
Für Österreich verzeichnet der Duden bei Bonbon ausschließlich das Neutrum. Regional können daneben Bezeichnungen wie Zuckerl, Täfeli oder Zältli vorkommen.
Süßigkeiten und ihre Artikel
Männlich sind der Lutscher und der Riegel. Bei Kaugummi und Nougat sind der und das möglich; bei Marzipan ist das üblich, der ist österreichisch und sonst selten.
Feminin: die Praline, die Schokolade, die Lakritze und die Waffel. Das Gummibärchen ist dagegen neutral.
Neutral: das Bonbon, das Gummibärchen, das Zuckerl, das Eis und das Konfekt. Karamell ist allgemein maskulin; schweizerisch kommt auch das Karamell vor.
Kaugummi, Nougat und Marzipan können jeweils mehr als ein Genus haben. Die Gründe für diese Varianten sind nicht bei allen Wörtern gleich.
Bei englischen Bezeichnungen gibt es nur Einzelfallangaben; maßgeblich sind das deutsche Wort und der jeweilige Wörterbucheintrag.
Süßware ist ein feminines Substantiv und bezeichnet zuckerhaltige Nahrungs- und Genussmittel. Bonbon nennt eine bestimmte Süßigkeit.

Das Bonbon im übertragenen Sinn
Metaphorisch kann Bonbon etwas besonders Angenehmes bezeichnen: ein Bonbon für die Zuschauer, das Bonbon des Abends.
Auch in übertragener Bedeutung sind für Bonbon beide Genera belegt.
Bonbon kann auch in Redewendungen bildlich verwendet werden.
Welche Bezeichnung passt, hängt vom Zusammenhang ab: Bonbon wirkt bildhaft, Zugabe, Zusatz oder Vergünstigung sind sachlicher.
In Fachtexten helfen klare Begriffe wie Zugabe, Zusatz oder Vergünstigung, den gemeinten Vorteil genau zu benennen.
Häufige Fehler und typische Zweifelsfälle
Die Bonbon: Diese Form ist standardsprachlich nicht als Genusform verzeichnet.
Die Bonbon's: Unzulässig. Der Apostroph findet sich weder im Plural noch im Genitiv.
Der Wechsel im Text: Beide Artikel sind korrekt. In formellen Texten sollte nur eine Variante konsequent verwendet werden.
Bonbon versus Zuckerl: Beide haben die gleiche Bedeutung. Letzteres ist der österreichische Ausdruck und dort der gängigste Begriff.
Komposita: Das Genus wird vom letzten Bestandteil bestimmt. So heißen die Bonbontüte (wie Tüte), der Bonbonautomat (wie Automat) und das Bonbonpapier (wie Papier).
Fazit: Bonbon Artikel auf einen Blick
Der Duden führt der Bonbon; für Österreich ist das Bonbon als einzige Form angegeben. Beide Formen sind korrekt.
Der Plural lautet die Bonbons, der Genitiv des Bonbons. Das Wort kommt aus dem Französischen und ist eine Verdopplung von bon, also gut.
Weitere Fälle finden sich beim Keks Artikel, bei schwankendem Genus sowie beim Genus fremdsprachiger Lexeme.