Butter Artikel: heißt es die oder der Butter?

Die Standardform, die regionalen Nebenformen und die Ausnahmen

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Beim Butter Artikel lautet die kurze Antwort: Im Standarddeutschen heißt es nur die Butter. Regional kommen auch der Butter und, vor allem in Mundarten, das Butter vor. Die Endung -er bestimmt das Genus nicht.

Die kurze Antwort

Im Standarddeutschen ist die Butter die übliche Form. Regionale Varianten können davon abweichen; die richtige Form richtet sich daher nach dem Sprachgebrauch.

Der Butter ist in Teilen Süddeutschlands sowie in Österreich und der Schweiz regional belegt.

Das Butter ist regional in mittelhessischen und alemannischen Mundarten belegt.

Einen gebräuchlichen Plural gibt es nicht. Für mehrere Sorten oder Mengen verwendet man stattdessen Buttersorten beziehungsweise Buttermengen.

Die Formen in allen vier Fällen

Tabelle: Fall, feminin, maskulin (regional)
Fallfemininmaskulin (regional)
Nominativdie Butterder Butter
Genitivder Butterdes Butters
Dativder Butterdem Butter
Akkusativdie Butterden Butter
Butter Artikel
Butter Artikel im Überblick.

Butter im Handel und in Rezepten

Zu den im Handel angebotenen Butterarten zählen Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter und mildgesäuerte Butter. Die genannten Bezeichnungen sind feminin.

Kochanleitungen enthalten typischerweise Mengenangaben ohne Artikel: 200 Gramm Butter, ein Stück Butter, ein Esslöffel Butter. Diese Schreibweise ist üblich und spart Platz.

Für die Verkehrsbezeichnung Butter gelten rechtliche Vorgaben. Als Butter darf nur ein Erzeugnis mit einem Milchfettgehalt von mindestens 80 Prozent bezeichnet werden; Erzeugnisse mit weniger Milchfett tragen je nach Zusammensetzung andere Verkehrsbezeichnungen.

Ausnahmen bei Wörtern auf -er

Viele Personenbezeichnungen auf -er sind maskulin, zum Beispiel der Lehrer, der Fahrer und der Bruder.

Zu den Feminina zählen zum Beispiel die Butter, die Mutter, die Schwester, die Tochter, die Leiter, die Feier, die Mauer, die Steuer, die Kammer und die Klammer.

Zu den Neutra zählen das Fenster, das Wasser, das Messer, das Zimmer, das Feuer, das Ufer, das Alter, das Muster und das Theater.

Eine allgemeine Regel gibt es nicht: Aus der Endung -er allein lässt sich kein Genus ableiten; die Personenregel gilt hier nicht.

Herkunft und Wortgeschichte

Das Wort geht über das Lateinische butyrum auf das Griechische boútyron zurück, das ursprünglich „Quark aus Kuhmilch“ bedeutete.

Althochdeutsche Formen des Wortes sind seit dem 8. Jahrhundert belegt.

Neben der femininen Form sind regional auch maskuline und neutrale Formen belegt.

butter (Englisch), beurre (Französisch) sowie burro (Italienisch) leiten sich ebenfalls von derselben griechischen Wurzel ab.

Butter Artikel

Lebensmittel und ihre Artikel

Männliches Genus: der Käse, der Quark, der Joghurt (auch das), der Honig, der Zucker, der Essig, der Senf, der Reis.

Weibliches Genus: die Butter, die Milch, die Sahne, die Marmelade, die Wurst, die Nudel, die Kartoffel, die Zwiebel.

Sächliches Genus: das Brot, das Mehl, das Ei, das Salz, das Öl, das Fleisch, das Gemüse, das Obst.

In zusammengesetzten Wörtern bestimmt das finale Element das Genus: das Butterbrot (nach Brot), die Buttermilch (nach Milch), der Butterberg (nach Berg).

Bei alkoholischen Getränken kommen verschiedene Genera vor, zum Beispiel der Wein, das Bier und die Bowle.

Bei Obst und Gemüse variiert das Genus: die Banane, die Kirsche, die Tomate und die Kartoffel sind feminin; daneben stehen etwa der Apfel, der Pfirsich, das Obst und das Gemüse.

Häufige Fehler und typische Zweifelsfälle

Der Butter in überregionalen Texten: Die Form ist regional belegt. In überregional ausgerichteten Texten ist die feminine Variante üblich.

Der Genitiv: Die feminine Form bleibt gleich (der Butter), die maskuline erhält ein s (des Butters).

Der Plural: Für Butter gibt es keinen gebräuchlichen Plural. Für Sorten verwendet man Buttersorten, für Mengen Butterportionen.

„Butter bei die Fische!“ ist eine landschaftliche Wendung. Sie fordert dazu auf, die Angelegenheit zu klären und nichts zurückzuhalten.

„Alles in Butter“ bedeutet salopp „alles in Ordnung“. Der Ausdruck ist nicht neutral, sondern umgangssprachlich.

Fazit: Butter Artikel auf einen Blick

Standardsprachlich heißt es die Butter. Regional sind auch der Butter und das Butter belegt.

Butter endet auf -er und ist trotzdem feminin. Weitere Feminina auf -er sind die Mutter, die Schwester und die Leiter.

Ergänzende Informationen finden sich unter Joghurt Artikel, Genus Regeln und Schwankendes Genus.

Für eine einheitliche Schreibweise sollten Artikel und weitere sprachliche Formen im gesamten Dokument geprüft werden.

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Häufige Fragen zum Artikel von Butter

Heißt es die oder der Butter?

Im Standarddeutschen heißt es die Butter. Regional, auch in Teilen Süddeutschlands sowie in Österreich und der Schweiz, ist der Butter belegt.

Warum ist Butter nicht maskulin?

Die Endung -er bestimmt das Genus nicht. Für diese Endung gibt es keine allgemeine Genusregel; Butter ist im Standarddeutschen feminin.

Wie lautet der Plural?

Einen gebräuchlichen Plural gibt es nicht. Für Sorten verwendet man Buttersorten, für Mengen Butterportionen.

Woher kommt das Wort Butter?

Das deutsche Wort geht über das lateinische butyrum auf griechisch boútyron zurück; die ursprüngliche Bedeutung wird als „Quark aus Kuhmilch“ erklärt.

Welche Wörter auf -er sind noch feminin?

Beispiele hierfür sind die Mutter, die Schwester, die Tochter, die Leiter, die Feier, die Mauer und die Steuer.

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