Brief Artikel: heißt es der, die oder das Brief?

Benjamin LohrerFachlich geprüft von Benjamin Lohrer, Lektor bei korrektur.de · Stand: 3. Oktober 2026

Die kurze Antwort, alle Formen und die Artikel verwandter

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Brief Artikel: Im Standarddeutschen heißt es der Brief, nicht die oder das Brief. Der Plural lautet die Briefe. Bei diesen Zusammensetzungen richtet sich das Genus nach dem letzten Glied, etwa die Briefmarke, das Briefpapier, der Briefkasten. Bei Wörtern auf -ung ist die bloße Endung nicht entscheidend: Das Wortbildungssuffix -ung bildet in der Regel feminine Substantive, zum Beispiel die Mitteilung; der Sprung ist dagegen maskulin.

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Artikel der, die, das: Merkzettel mit Genus-Endungen

Der Artikel vor dem Wort Brief, dazu zum Ausdrucken der Zettel zum Genus: Endung für Endung das übliche Geschlecht, der bestimmte und der unbestimmte Artikel in allen vier Fällen, Beispiele und Ausnahmen auf einer Seite.

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Die kurze Antwort

Im Standarddeutschen ist der Brief maskulin.

Der Plural lautet die Briefe.

Im Genitiv Singular sind sowohl des Briefs als auch des Briefes zulässig.

Formen in allen vier Fällen

Tabelle: Fall, Singular, Plural
FallSingularPlural
Nominativder Briefdie Briefe
Genitivdes Briefs oder Briefesder Briefe
Dativdem Briefden Briefen
Akkusativden Briefdie Briefe
Brief Artikel
Brief Artikel im Überblick.

Brief im Kontext der Geschäftskorrespondenz

In der DIN 5008 finden sich Gestaltungsregeln für den Geschäftsbrief, etwa zum Aufbau und zur Anordnung von Angaben.

Für Sichtfensterumschläge müssen Anschriftenfeld und Umschlagformat zusammenpassen.

Die Grußformel wird üblicherweise ohne Satzzeichen geschrieben und mit einer Leerzeile vom Brieftext abgesetzt. Für die Unterschrift gibt die DIN 5008 keine feste Zahl von Leerzeilen vor.

Für die Anschrift gilt: Herrn im Akkusativ, nicht Herr. Diese Endung gehört zur n-Deklination und wird auf Umschlägen ständig vergessen.

Herkunft und Wortgeschichte

Das Wort geht auf das spätlateinische breve zurück, ein kurzes Verzeichnis; es ist ein substantiviertes Neutrum von lateinisch brevis für „kurz“. Diese Wortfamilie umfasst auch Brevier und die musikalische Brevis.

Über das Mittel- und Althochdeutsche geht das Wort auf spätlateinisch breve zurück.

Im Deutschen ist „Brief“ maskulin. Das spätlateinische „breve“ ist ein substantiviertes Neutrum; daraus folgt keine allgemeine Regel für das Genus deutscher Entlehnungen.

Die historische Bedeutung verweist auf ein kurzes Schriftstück.

Zusammensetzungen und ihre Artikel

Entscheidend fürs Geschlecht ist das letzte Glied, nicht das erste. Genau darum verschiebt sich die grammatikalische Kategorie.

Männliches Geschlecht: Dazu zählen der Briefkasten, der Briefkopf, der Briefumschlag, der Briefträger, der Briefwechsel und der Geschäftsbrief.

Weibliches Geschlecht: Dazu zählen die Briefmarke, die Briefpost, die Briefsendung, die Brieftaube und die Briefform.

Neutrales Geschlecht: Dazu zählen das Briefpapier, das Briefgeheimnis und das Briefporto.

Brief Artikel

Weitere verwandte Schriftstücke

Männliches Genus: der Brief, der Antrag, der Bescheid, der Vertrag, der Bericht, der Vermerk, der Beleg.

Weibliches Genus: die Mail, die Nachricht, die Mitteilung, die Rechnung, die Urkunde, die Bescheinigung, die Karte, die Postkarte.

Neutrales Genus: das Schreiben, das Fax, das Formular, das Dokument, das Protokoll, das Gutachten, das Zeugnis.

Substantive mit der Endung -ung gehören stets zum weiblichen Genus. Solche Begriffe tauchen in der Amtssprache sehr häufig auf.

In Bewerbungsunterlagen ist Anschreiben eine gängige Bezeichnung. Welche Unterlagen verlangt werden, ergibt sich aus der jeweiligen Ausschreibung.

Auch das Motivationsschreiben ist neutral. Es kann in Bewerbungs- oder Stipendienverfahren verlangt werden und erläutert in der Regel die eigene Motivation.

Häufige Fehler und typische Zweifelsfälle

Das Brief: Diese Form entspricht nicht der Standardgrammatik.

Die Briefen im Plural: Im Nominativ falsch. Die Form „den Briefen“ steht nur für den Dativ Plural.

Des Briefs oder des Briefes: Beide Formen sind zulässig.

Brief oder Schreiben: Behörden nutzen bevorzugt die neutrale Bezeichnung Schreiben, beispielsweise Ihr Schreiben vom 5. Mai. Brief klingt persönlicher und ist in der Geschäftskorrespondenz seltener.

Die E-Mail: Standardsprachlich feminin, weil die Post und die Mail die Entsprechungen sind. In Österreich und der Schweiz ist das E-Mail verbreitet und dort ebenfalls korrekt.

Fazit: Brief Artikel auf einen Blick

Der richtige Begriff lautet der Brief. Der Plural lautet die Briefe; im Genitiv stehen des Briefs und des Briefes.

Das Wort stammt vom spätlateinischen breve, einem kurzen Verzeichnis. Bei zusammengesetzten Wörtern bestimmt das letzte Glied das Geschlecht: die Briefmarke, das Briefpapier, der Briefkasten.

Dazu passende Beiträge findest du unter Komposita, Genus Regeln sowie Bescheid Artikel.

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Stand: 3. Oktober 2026

korrektur.de. (2026, 3. Oktober). Brief Artikel: heißt es der, die oder das Brief? korrektur.de. https://korrektur.de/der-die-das-brief

Ein Korrektorat prüft vor allem Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Ein Lektorat kann darüber hinaus Stil und Gedankengang betrachten.

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Häufige Fragen zum Artikel von Brief

Heißt es der, die oder das Brief?

Das Wort steht im Maskulinum. Eine alternative Genusvariante gibt es nicht.

Wie lautet der Plural von Brief?

Der Plural lautet „die Briefe“, mit der Endung -e und ohne Umlaut.

Heißt es des Briefs oder des Briefes?

Beide Genitivformen sind zulässig.

Warum heißt es die Briefmarke?

Das finale Element bestimmt das Genus. Da „Marke“ feminin ist, heißt es „die Briefmarke“.

Woher kommt das Wort Brief?

Das Wort geht auf das spätlateinische breve, ein kurzes Verzeichnis, und auf lateinisch brevis für „kurz“ zurück.

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