Der oder das Emoji: die richtige Form

Ein Wort, zwei Artikel, eine klare Antwort

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Richtig ist überwiegend das Emoji, auch wenn der Emoji laut Duden ebenfalls zulässig ist. Bei der oder das Emoji schwankt der Sprachgebrauch, weil das Wort erst mit den Smartphones in den deutschen Wortschatz kam und mehrere Herleitungen möglich sind: als Neutrum wie das Bild oder das Zeichen, seltener als Maskulinum wie der Emoticon. Der Duden führt beide Formen, empfiehlt aber eindeutig das Neutrum. Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für das Emoji und bleibt damit in Texten, Mails und offiziellen Dokumenten konsequent.

Die kurze Antwort auf der oder das Emoji

Bei der Frage der oder das Emoji nennt der Duden zwei mögliche Formen, wertet sie aber nicht gleich. Standardsprachlich korrekt und empfohlen ist das Emoji (Neutrum), im Plural die Emojis. Der Emoji (Maskulinum) gilt als Nebenform: sie ist nicht falsch, taucht aber seltener auf und wirkt in formellen Texten weniger etabliert.

Wer unsicher ist, sollte im Zweifel zum Neutrum greifen. Das Emoji passt zu Wörtern wie das Bild, das Symbol oder das Icon, mit denen Emojis inhaltlich verwandt sind, und ist damit die Form, die in Wörterbüchern, Redaktionen und den meisten Textarten als Standard gilt.

Der oder das Emoji: Vergleich der richtigen Artikel
der oder das Emoji im Überblick.

Regel und Herkunft: warum das Wort schwankt

Emoji kommt aus dem Japanischen und setzt sich aus e (Bild) und moji (Zeichen) zusammen, hat mit dem englischen Wort emotion also nichts zu tun. Wie bei vielen jungen Lehnwörtern war das grammatische Geschlecht im Deutschen zunächst nicht festgelegt. Solche Wörter richten sich oft nach einem sinnverwandten deutschen Begriff, hier etwa das Bildzeichen oder das Symbol, was die Neutrum-Form das Emoji erklärt.

Der Duden hat diese Entwicklung inzwischen abgebildet und führt das Emoji als Hauptform, der Emoji als zulässige Nebenform. Eine dritte Variante, die Emoji, ist im aktuellen Duden nicht vorgesehen und gilt daher nicht als korrekt. Für die tägliche Praxis reicht es, sich das Neutrum zu merken und die maskuline Form nur als Ausnahme im Hinterkopf zu behalten.

Beispielsätze mit das Emoji und der Emoji

In der Praxis lässt sich der Unterschied gut an Sätzen zeigen. Empfohlen und standardsprachlich ist zum Beispiel: Das Emoji zeigt ein lachendes Gesicht. Ebenso üblich: Ich habe das Emoji falsch gedeutet. Auch der Plural folgt konsequent dem Neutrum: Die Emojis machen die Nachricht persönlicher.

Die Nebenform ist ebenfalls belegt, etwa in: Der Emoji passt gut zu diesem Satz. Solche Sätze sind nicht falsch, wirken aber besonders in Bewerbungen, Hausarbeiten oder geschäftlichen Mails weniger passend. Wer beim Schreiben zwischen der oder das Emoji schwankt, ersetzt das Wort testweise durch das Symbol oder das Bild: Ergibt der Satz mit dem Neutrum Sinn, ist das Emoji fast immer die sichere Wahl.

Häufige Fehler rund um der oder das Emoji

Ein häufiger Fehler ist die Verwendung von die Emoji im Singular, etwa in die Emoji war lustig gemeint. Diese Form ist im Duden nicht vorgesehen und sollte in sorgfältigen Texten vermieden werden. Ebenfalls unsauber ist es, innerhalb eines Textes zwischen das Emoji und der Emoji zu wechseln: Konsequenz wirkt professioneller als Abwechslung.

  • Falsch: die Emoji (eine feminine Form ist laut Duden nicht vorgesehen)
  • Uneinheitlich: erst das Emoji, später im selben Text der Emoji
  • Unsicher: Emoji ganz ohne Artikel, wo ein Artikel eigentlich nötig wäre

Wer solche Unsicherheiten vermeiden will, prüft den Text am Ende noch einmal gezielt auf Artikel und Genus, zum Beispiel mit einer Rechtschreibprüfung.

Der oder das Emoji: falsche feminine Form korrigieren

Merksatz: so bleibt das Emoji im Kopf

Eine einfache Eselsbrücke hilft gegen die Unsicherheit bei der oder das Emoji: Wer sich das Bildzeichen als das Bild vorstellt, landet automatisch beim passenden Neutrum, also bei das Emoji. Auch der Merksatz Ein Zeichen, ein Symbol, ein Emoji funktioniert, weil alle drei Wörter mit dem Artikel das stehen.

Für alle, die lieber mit der Nebenform arbeiten, gilt: Der Emoji ist erlaubt, sollte dann aber im ganzen Text durchgehend verwendet werden. Grammatikregeln wie diese lassen sich gut nachschlagen, etwa in den allgemeinen Rechtschreibregeln, wenn weitere Zweifelsfälle beim Genus auftauchen. So bleibt der Sprachgebrauch über den ganzen Text hinweg einheitlich.

Fazit: das Emoji als sichere Standardform

Unterm Strich lässt sich die Frage der oder das Emoji klar beantworten: Das Emoji ist die vom Duden empfohlene, im Alltag überwiegend verwendete Form, der Emoji eine zulässige, aber seltenere Nebenform. Eine dritte Möglichkeit, die Emoji, existiert standardsprachlich nicht und sollte vermieden werden.

Für Texte, die Bestand haben sollen, etwa Bewerbungen, Abschlussarbeiten oder geschäftliche Korrespondenz, empfiehlt sich durchgehend das Emoji. Bei Restzweifeln lohnt sich vor der Abgabe ein zweiter Blick auf Genus, Artikel und weitere Stolperstellen im Text. Ein zweites Paar Augen erkennt solche Feinheiten oft zuverlässiger als der eigene Blick.

Weitere sprachliche Zweifelsfälle: der oder das Curry, der oder das Ketchup und alle Rechtschreibregeln.

Für einen rundum fehlerfreien Text lohnt sich zusätzlich ein Blick unseres Lektorats auf Grammatik, Genus und Zeichensetzung.

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Häufige Fragen zu der oder das Emoji

Heißt es der Emoji oder das Emoji?

Standardsprachlich korrekt und laut Duden empfohlen ist das Emoji. Der Emoji ist als Nebenform ebenfalls zulässig, aber deutlich seltener. Für einheitliche, formelle Texte sollte durchgehend das Emoji verwendet werden, damit der Sprachgebrauch nicht innerhalb eines Dokuments wechselt. So wirkt der Text konsequent und professionell.

Ist die Emoji ebenfalls richtig?

Nein, die Emoji im Singular ist standardsprachlich nicht korrekt. Der Duden kennt für Emoji nur das Neutrum das Emoji als empfohlene Form und der Emoji als zulässige Nebenform, eine feminine Variante ist nicht vorgesehen und sollte deshalb in jedem Text vermieden werden.

Wie lautet der Plural von Emoji?

Der Plural lautet die Emojis und richtet sich nach der empfohlenen Form das Emoji. Wer stattdessen der Emoji im Singular verwendet, bildet in der Praxis ebenfalls die Emojis im Plural, da sich für die Nebenform kein eigener, gebräuchlicher Pluralartikel etabliert hat.

Warum gibt es beim Emoji zwei Artikel?

Das Wort Emoji stammt aus dem Japanischen und hatte im Deutschen zunächst kein festes Genus. Solche Lehnwörter orientieren sich oft an sinnverwandten Begriffen wie das Symbol oder das Zeichen, was das Emoji erklärt, während der Emoji sich an anderen technischen Begriffen orientiert und als Nebenform bestehen blieb.

Gilt das auch für zusammengesetzte Wörter wie Emoji-Tastatur?

Ja, bei Zusammensetzungen bestimmt in der Regel das Grundwort den Artikel, nicht Emoji selbst. Bei der Emoji-Tastatur zum Beispiel gibt die Tastatur, also ein Femininum, den Artikel vor: die Emoji-Tastatur. Bei anderen Komposita gilt entsprechend das Grundwort, unabhängig davon, ob man sonst der oder das Emoji verwendet.

Wie kann ich sicherstellen, dass mein Text durchgehend korrekt ist?

Am sichersten ist es, sich für eine Form, im Zweifel das Emoji, zu entscheiden und diese im gesamten Text konsequent zu verwenden. Wer unsicher bleibt oder größere Textmengen prüfen möchte, kann zusätzlich eine Rechtschreibprüfung nutzen, die Artikel, Genus und weitere Stolperstellen zuverlässig aufdeckt.

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