Anführungszeichen bei Zitaten richtig verwenden
Zitat Anführungszeichen: richtige Schreibweise
Bei einem Zitat stehen Anführungszeichen vor und hinter der wörtlich wiedergegebenen Passage. Die richtige Bezeichnung lautet Anführungszeichen.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die richtige Schreibweise lautet Anführungszeichen. Bei einem Zitat stehen Anführungszeichen vor und hinter der wörtlich wiedergegebenen Passage. Das gilt für einen vollständigen Satz ebenso wie für eine Wortgruppe, ein einzelnes Wort oder einen Wortteil.
Richtig ist zum Beispiel: Sie schrieb: „Der Versuch beginnt heute.“ Die Zeichen markieren hier Anfang und Ende der wörtlich übernommenen Aussage. Auch in Das Wort „Beispiel“ steht im Satz. kennzeichnen sie die zitierte Einheit.
Die Verbindung Zitat Anführungszeichen bezeichnet keine eigene Schreibweise des Satzzeichens. Wenn du die Zeichen bei einem Zitat meinst, schreibe und benenne sie als Anführungszeichen. Für eine erste Einordnung von Fragen zur Rechtschreibung hilft es, zwischen dem bezeichneten Satzzeichen und seiner Verwendung im Satz zu unterscheiden.
Die Form „Anführungszeichen“ ist damit die unmittelbar sichtbare Antwort. Eine andere Form lässt sich für diese Bedeutung nicht aus der Aussprache oder aus einer lockeren Bezeichnung ableiten.

Welche Regel bei Zitaten gilt
Die belegte Regel bezieht sich auf wörtlich wiedergegebene Äußerungen. Anführungszeichen stehen vor und hinter direkter Rede. Dasselbe Prinzip gilt bei Zitaten, also bei wörtlich wiedergegebenen Sätzen, Wortgruppen, Wörtern oder Wortteilen. In den Rechtschreibregeln lässt sich diese Entscheidung deshalb über die Funktion der Passage prüfen: Wird etwas wörtlich wiedergegeben, markiert das Paar aus öffnendem und schließendem Zeichen die zitierte Einheit.
Richtig ist: Die Autorin schreibt: „Der Text endet hier.“ Falsch für dieselbe markierte Passage wäre: Die Autorin schreibt: „Der Text endet hier. Hier fehlt das abschließende Zeichen. Ebenfalls falsch wäre: Die Autorin schreibt: Der Text endet hier.“ Hier fehlt das öffnende Zeichen.
Eine wörtliche Passage kann auch innerhalb eines übergeordneten Satzes stehen: Er nannte den Ausdruck „klare Antwort“. Der zitierte Teil ist dann nicht zwingend ein vollständiger Satz. Die Anführungszeichen rahmen trotzdem den wörtlich wiedergegebenen Ausdruck.
Bei unterbrochener wörtlicher Rede werden die einzelnen Teile erneut in Anführungszeichen gesetzt. Ein neutrales Beispiel lautet: „Wir gehen“, sagte sie, „nach dem Essen weiter.“ Die Regel wird hier an der wörtlichen Rede angewendet, nicht an der Länge der Passage.
Andere Themen wie Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung können im selben Satz zusätzlich zu prüfen sein. Sie ersetzen aber nicht die Entscheidung, ob eine wörtlich wiedergegebene Passage durch Anführungszeichen markiert wird.
Richtige und falsche Satzpaare
Bei jedem Paar steht der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regel. Zuerst wird also betrachtet, wie der Satz beginnt. Danach wird geprüft, ob die wörtlich wiedergegebene Passage von beiden Anführungszeichen eingeschlossen ist.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Sie sagte: „Ich komme später.“ | Sie sagte: „Ich komme später. |
| Er verwendete das Wort „klar“. | Er verwendete das Wort klar“. |
| „Wir beginnen“, sagte er, „sofort.“ | „Wir beginnen“, sagte er, sofort.“ |
Im ersten Paar beginnt der Satz mit Sie sagte:. Die eigentliche Regel betrifft anschließend die direkte Rede: Sie steht zwischen öffnendem und schließendem Anführungszeichen.
Im zweiten Paar beginnt der Satz mit Er verwendete das Wort. Danach folgt ein einzelnes wörtlich wiedergegebenes Wort. Auch ein einzelnes Wort wird an beiden Seiten markiert.
Im dritten Paar beginnt der Satz mit einem öffnenden Anführungszeichen und direkter Rede. Die Rede wird unterbrochen und anschließend fortgesetzt. Beide Teile bleiben als wörtliche Rede erkennbar.
Die Beispiele zeigen außerdem, dass der Satzanfang nicht selbst die Regel bildet. Ein Doppelpunkt, ein Verb des Sagens oder ein vorangestelltes Satzglied entscheidet nicht allein über die Schreibweise. Entscheidend ist die wörtliche Wiedergabe.
Typische Verwechslungen sicher vermeiden
Eine naheliegende Stolperfalle ist die Gleichsetzung von Aussprache und Schreibweise. Die Bezeichnung „Anführungszeichen“ wird nicht dadurch verändert, wie schnell oder umgangssprachlich sie ausgesprochen wird. Leite daher keine andere Schreibweise allein aus dem Klang ab.
Auch eine lockere Bezeichnung ersetzt die sachliche Form nicht. Das DWDS führt neben der Bezeichnung Anführungszeichen weitere bedeutungsverwandte oder fachsprachliche Ausdrücke an. Für die konkrete Frage nach der Schreibweise bei einem Zitat bleibt die Form Anführungszeichen eindeutig.
Eine zweite Stolperfalle betrifft die Reichweite der Zeichen. Prüfe nicht nur, ob irgendwo ein öffnendes Zeichen steht. Entscheidend ist, ob die gesamte wörtlich wiedergegebene Einheit bis zu ihrem Ende markiert ist. Bei einem Zitat können das ein Satz, mehrere Sätze, eine Wortgruppe, ein Wort oder ein Wortteil sein.
Eine dritte Stolperfalle entsteht bei der Unterbrechung direkter Rede. Wenn die wörtliche Rede in zwei Teile gegliedert wird, prüfe beide Teile einzeln. Ein Beispiel ist: „Das ist richtig“, sagte sie, „und bleibt so.“ Die Unterbrechung hebt die wörtliche Wiedergabe nicht auf.
Verwechsle Anführungszeichen außerdem nicht mit anderen Fragen der Schreibweise. Die Rechtschreibreform ist ein eigener Themenbereich. Ebenso sind Rechtschreibprogramme nur Hilfsmittel zur Prüfung eines Textes, keine Begründung für eine Schreibweise. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben prüfst du daher die konkrete Zitierweise des Satzes, ohne aus dem bloßen Kontext eine zusätzliche Regel abzuleiten.
Für die Einordnung einzelner Begriffe können Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen jeweils eigene Fragen bilden. Keine dieser Fragen ändert die sichtbare Form Anführungszeichen.

Der kurze Prüfweg
Nutze für einen schnellen Check diese Reihenfolge:
- Schreibweise prüfen: Steht das Wort als Anführungszeichen da?
- Regel prüfen: Wird eine Äußerung, ein Gedanke oder ein Zitat wörtlich wiedergegeben?
- Begrenzung prüfen: Steht ein öffnendes Zeichen vor der Passage und ein schließendes Zeichen danach?
- Beispielsatz prüfen: Lässt sich die markierte Einheit als vollständiger Satz, Wortgruppe, Wort oder Wortteil erkennen?
- Verwechslung prüfen: Wurde die Form nicht bloß aus Aussprache, Umgangssprache oder einem anderen Satzzeichen abgeleitet?
Ein kurzes Beispiel für diesen Prüfweg: Du schreibst Die Überschrift lautet „Neue Wege“. Erst prüfst du die Schreibweise des Begriffs Anführungszeichen. Dann stellst du fest, dass „Neue Wege“ wörtlich als benannte Passage erscheint. Schließlich kontrollierst du, ob die Zeichen vor und hinter dieser Passage stehen.
Bei einem Satz wie „Heute beginnt der Kurs“, sagte Mira. prüfst du zuerst den Satzanfang innerhalb der wörtlichen Rede und danach die schließenden Zeichen. Die Regel bleibt dieselbe, auch wenn der Begleitsatz nach der Rede folgt.
Wenn ein Satz mehrere mögliche Prüfstellen enthält, trenne sie voneinander. Prüfe die Anführungszeichen nach der wörtlichen Wiedergabe und untersuche andere Fragen der Rechtschreibung oder Zeichensetzung gesondert. So bleibt sichtbar, welche Entscheidung durch die Zitatregel getragen wird.
Quellen und Stand
- Duden | Anführungszeichen: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Anführungszeichen, Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)