Annalen ist die richtige Schreibweise

Analen Annalen: richtige Schreibweise

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Rechtschreibtipps

Richtig heißt es „Annalen“. Die Form „Analen“ ist bei diesem Wort nicht die belegte Schreibweise.

Kurzantwort: Annalen ist richtig

Die richtige Schreibweise lautet Annalen. Die Form Analen ist bei diesem Substantiv nicht die belegte Schreibweise. Gemeint sind Jahrbücher, also Bücher, in denen Ereignisse eines Jahres festgehalten werden. Das Wort wird ausschließlich im Plural verwendet. Deshalb heißt es: die Annalen.

Prüfe im eigenen Text die Buchstabenfolge: Nach dem „A“ stehen zwei „n“, bevor die Endung folgt. Bei Analen fehlt eines dieser beiden „n“. Setze daher in einem eigenen Satz Annalen ein, etwa: Die Ereignisse gingen in die Annalen ein.

Die Schreibweise ist nicht aus einer vermuteten Verbindung zu einem anderen deutschen Wort abzuleiten. Die Erklärung führt stattdessen zur lateinischen Herkunft zurück. Dort verweist annus auf das Jahr. Die richtige Form bleibt deshalb Annalen, auch wenn das Wort beim Schreiben Unsicherheit auslösen kann.

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Regelbezug: Herkunft und Pluralform

Die belegte Erklärung für die Schreibweise liegt in der Herkunft des Wortes. Als Ursprung gilt die lateinische Wortfolge libri annales. Dabei bedeutet libri „Bücher“, während annales als Plural von annus mit Jahren verbunden ist. Inhaltlich geht es folglich um Bücher, die Ereignisse eines Jahres darstellen, also um Jahrbücher.

Vergleiche für die Schreibweise die beiden Formen unmittelbar: Belegt ist Annalen; Analen ist es nicht. Die im Ursprung genannte Form annus steht für Jahr. Eine Verbindung zu Anus ist als Erklärung falsch.

Auch die Zahlform gehört zur belegten Einordnung: Das Substantiv wird im Deutschen nur in der Mehrzahl gebraucht. Man schreibt daher die Annalen. Beispiele sind: Die Annalen berichten von den Ereignissen des Jahres. und In den Annalen ist der Verlauf festgehalten. Beide Sätze verwenden die richtige Schreibweise und die belegte Pluralform.

Richtig oder falsch: drei Satzpaare

Bei der Prüfung sind zwei Dinge getrennt zu betrachten: die Satzposition und die eigentliche Schreibregel. Entscheidend bleibt unabhängig davon, ob ein Satz mit dem Wort beginnt oder ob es innerhalb des Satzes steht: Die richtige Form enthält zwei „n“ und lautet Annalen.

  1. Richtig: Annalen bewahren die Ereignisse eines Jahres.
    Falsch: Analen bewahren die Ereignisse eines Jahres.
  2. Richtig: Der Bericht wurde in die Annalen aufgenommen.
    Falsch: Der Bericht wurde in die Analen aufgenommen.
  3. Richtig: In den Annalen findet sich ein Hinweis auf das Geschehen.
    Falsch: In den Analen findet sich ein Hinweis auf das Geschehen.

Die drei Paare zeigen dieselbe Entscheidung in unterschiedlichen Satzpositionen. Im ersten Paar steht Annalen am Satzanfang; im zweiten und dritten Paar erscheint das Wort später im Satz. Die Schreibweise ändert sich dadurch nicht. Auch die Pluralform bleibt erhalten: Es heißt die Annalen oder den Annalen, nicht ein Singular wie „die Annale“.

Stolperfallen bei Analen und Annalen

Eine zentrale Stolperfalle ist das fehlende zweite „n“. Dadurch entsteht die Form Analen, die nicht der belegten Schreibweise entspricht. Beim Korrigieren sollte daher das Wortbild vollständig geprüft werden, statt nur den Satzklang zu beachten.

Eine weitere Verwechslung entsteht durch die angenommene Verbindung zu Anus. Diese Herleitung ist falsch. Die belegte Herkunft führt zu annus, dem lateinischen Wort für Jahr, und zur Wortfolge libri annales. Die Bedeutung richtet sich damit auf Jahrbücher und auf die Darstellung von Jahresereignissen.

Auch die Aussprache allein liefert keine ausreichende Grundlage für die Schreibweise. Aus dem Klang darf daher keine Variante abgeleitet werden. Ebenso sollte eine umgangssprachliche Wahrnehmung nicht als Beleg für die Schreibform dienen. Für die Entscheidung sind das überlieferte Wortbild, die Herkunft und die belegte Pluralform maßgeblich.

Schließlich kann die Zahlform übersehen werden. Das Wort wird nur im Plural gebraucht. Wer nach einer Singularform sucht oder eine solche in den Satz einsetzt, entfernt sich von der belegten Einordnung. Eine sichere Formulierung ist zum Beispiel: Die Annalen nennen die Ereignisse des Jahres.

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Merkcheck für den eigenen Text

Der kurze Prüfweg besteht aus vier Fragen:

  1. Schreibweise: Steht im Wort Annalen das doppelte „n“?
  2. Regelbezug: Passt die Herleitung zu annus, also zum Jahr, und nicht zu Anus?
  3. Beispielsatz: Verwendet der Satz die Form die Annalen oder eine gebeugte Pluralform wie den Annalen?
  4. Verwechslung: Wurde die Form Analen vermieden?

Ein knapper Merksatz lautet: Annalen schreibt man mit zwei n, weil die belegte Herkunft auf das lateinische Jahrwort annus verweist. Danach lässt sich der eigene Satz noch einmal vollständig lesen.

Die Prüfung endet mit der Frage nach der Zahlform: Das Substantiv steht im Deutschen nur im Plural. Deshalb ist die Annalen die passende Grundform. Wer Schreibweise, Herkunft, Beispielsatz und die Verwechslung mit Analen gemeinsam prüft, hat die belegten Entscheidungspunkte des Wortes erfasst.

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Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Analen Annalen: richtige Schreibweise

Wie schreibt man Analen oder Annalen richtig?

Richtig ist Annalen mit doppeltem „n“. Die Form Analen ist nicht die belegte Schreibweise.

Was bedeutet Annalen?

Annalen sind Jahrbücher, also Bücher, die Ereignisse eines Jahres darstellen.

Warum schreibt man Annalen mit zwei n?

Die belegte Herkunft führt zum lateinischen annus für Jahr und zur Wortfolge libri annales.

Gibt es das Wort Annale im Singular?

Das Substantiv wird im Deutschen nur im Plural gebraucht: die Annalen.

Hat Annalen mit Anus zu tun?

Nein. Die angenommene Verbindung zu Anus ist als Herleitung falsch.

Wie kann ich die Schreibweise schnell prüfen?

Prüfe das doppelte „n“, die Herkunft zu annus, die Pluralform und die Verwechslung mit Analen.

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