Anhand: Wann schreibt man das Wort groß oder klein?
Anhand: groß oder klein?
Die richtige Schreibweise lautet „anhand“. Nur am Satzanfang steht das Wort mit großem A: „Anhand“. Die getrennten Formen „an Hand“ und „an hand“ sind nicht korrekt.
Anhand: zusammen und im Satz klein
Die richtige Form lautet anhand. Das Wort wird zusammengeschrieben und innerhalb eines Satzes kleingeschrieben.
Die Schreibweise an Hand ist falsch. Auch an hand ist nicht die richtige Form. Entscheidend ist deshalb zunächst eine einfache Sichtprüfung: Steht das Wort mitten im Satz, lautet die Form „anhand“.
Am Satzanfang sieht die Schreibung anders aus: Dort beginnt das Wort mit einem großen A, also „Anhand“. Diese Großschreibung entsteht durch die Position am Satzanfang. Sie ändert nichts daran, dass das Wort selbst zusammengeschrieben wird.
Beispiele zeigen die Entscheidung direkt: „Die Aussage lässt sich anhand des Dokuments prüfen.“ Hier steht „anhand“ klein und zusammen. Beginnt der Satz mit dem Wort, lautet der Satz: „Anhand des Dokuments lässt sich die Aussage prüfen.“ Hier steht „Anhand“ groß, weil es am Anfang steht.
Die Kurzregel lautet daher: anhand innerhalb des Satzes, Anhand am Satzanfang. „An Hand“ und „an hand“ scheiden als Schreibweisen aus.

Präposition und Satzposition prüfen
Im vorliegenden Fall ist „anhand“ als Präposition eingeordnet. Die belegte Schreibweise lautet „anhand“: zusammen und innerhalb des Satzes klein. Die getrennten Formen „an Hand“ und „an hand“ sind nicht korrekt.
Prüfe in eigenen Beispielen zunächst die Wortform: Steht sie als eine Einheit „anhand“? In „Wir prüfen die Angabe anhand des Schreibens“ steht die belegte Form innerhalb des Satzes. Auch in „Die Erklärung erfolgt anhand eines Beispiels“ bleibt sie klein und zusammengeschrieben.
Die Verbindung „anhand von“ verwendet dieselbe Wortform. Beispiel: „Die Redaktion prüft die Aussage anhand von Unterlagen.“
Die Satzposition wird anschließend gesondert geprüft. Am Satzanfang lautet die sichtbare Form „Anhand“, etwa in: „Anhand von Unterlagen prüft die Redaktion die Aussage.“ Das große A folgt aus dem Satzanfang; die Zusammenschreibung bleibt bestehen.
Der Prüfweg trennt damit zwei Fragen: Ist die Form zusammengeschrieben? Dann lautet sie „anhand“. Steht sie am Satzanfang? Dann lautet die sichtbare Form „Anhand“. Eine getrennte Form wird dadurch nicht richtig.
Richtig oder falsch: drei kurze Satzpaare
Paar 1
- Richtig: „Die Aussage wird anhand des Berichts geprüft.“
- Falsch: „Die Aussage wird an Hand des Berichts geprüft.“
Im ersten Satz steht die Präposition innerhalb des Satzes. Deshalb erscheint sie klein und zusammengeschrieben. Die getrennte Form im zweiten Satz ist nicht korrekt.
Paar 2
- Richtig: „Anhand des Berichts wird die Aussage geprüft.“
- Falsch: „An hand des Berichts wird die Aussage geprüft.“
Im ersten Satz steht der Ausdruck am Satzanfang. Deshalb beginnt er mit einem großen A. Die Zusammenschreibung bleibt erhalten. Im zweiten Satz sind die Bestandteile getrennt, zusätzlich steht „hand“ klein. Diese Form ist nicht korrekt.
Paar 3
- Richtig: „Die Redaktion arbeitet anhand von Unterlagen.“
- Falsch: „Die Redaktion arbeitet an Hand von Unterlagen.“
Die Verbindung „anhand von“ wird mit zusammengeschriebenem „anhand“ gebildet. Die getrennte Variante „an Hand von“ ist falsch.
Der zweite Satz aus Paar 2 macht den wichtigen Unterschied sichtbar: Das große A am Satzanfang ist kein Beleg dafür, dass „Anhand“ ein substantiviertes Wort wäre. Die Großschreibung folgt dort allein aus der Satzposition.
Satzanfang und Rechtschreibregel getrennt betrachten
Die Großschreibung am Satzanfang und die eigentliche Schreibweise werden getrennt geprüft. „Anhand“ steht mit großem A, wenn das Wort den Satz beginnt. Innerhalb des Satzes lautet die Form „anhand“. In beiden Fällen bleibt das Wort zusammengeschrieben.
Vergleiche zwei Sätze: „Anhand des Textes wird die Aussage geprüft.“ und „Die Aussage wird anhand des Textes geprüft.“ Im ersten Satz folgt das große A aus der Satzposition. Im zweiten Satz steht „anhand“ klein. Die Majuskel am Satzanfang belegt keine Substantivierung.
Für die Schreibweise wird anschließend die Wortform verglichen: „anhand“ ist die belegte Form. „an Hand“ und „an hand“ sind nicht korrekt. Dass im Wort die Buchstabenfolge „Hand“ erscheint, ändert diese Entscheidung nicht.
Auch mit „von“ bleibt die Form zusammengeschrieben: „Die Redaktion prüft die Aussage anhand von Unterlagen.“ Der Satzanfang entscheidet nur über das große oder kleine A, nicht über die Getrennt- oder Zusammenschreibung.

Der kurze Prüfweg für anhand
Mit diesem Prüfweg lässt sich die Schreibweise im eigenen Text kontrollieren:
- Bestandteile prüfen: Erkenne den Ausdruck als „anhand“ und prüfe, ob er als Präposition verwendet wird. Die getrennten Formen „an Hand“ und „an hand“ werden nicht übernommen.
- Satzposition prüfen: Steht der Ausdruck am Satzanfang, beginnt er mit großem A: „Anhand“. Steht er an einer anderen Stelle, beginnt er mit kleinem A: „anhand“.
- Korrekte Form prüfen: Schreibe den Ausdruck in beiden Fällen zusammen. Die Position entscheidet nur über den ersten Buchstaben.
- Gegenbeispiel prüfen: Stelle der eigenen Form gedanklich „an Hand“ oder „an hand“ gegenüber. Diese getrennten Schreibweisen sind nicht korrekt.
Ein kompakter Selbsttest lautet: „Steht der Ausdruck am Satzanfang?“ Wenn ja, lautet die Form „Anhand“. Wenn nein, lautet sie „anhand“. Danach folgt die Gegenkontrolle: Ist die Verbindung getrennt geschrieben? Dann muss sie zu „anhand“ geändert werden.
Beispiel für den vollständigen Check: In „Anhand von Unterlagen prüft die Redaktion die Aussage“ steht der Ausdruck am Satzanfang und ist zusammen geschrieben. Die Form ist daher „Anhand“. In „Die Redaktion prüft die Aussage anhand von Unterlagen“ steht er nicht am Satzanfang. Die Form ist daher „anhand“. Beide Sätze verwenden dieselbe Zusammenschreibung; nur die Satzposition erklärt den Wechsel zwischen großem und kleinem A.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: languagetool.org (geprüft am 2026-08-15)