Welche Anführungszeichen sind im Deutschen richtig?
Anführungszeichen deutsch: richtige Schreibweise
Im Deutschen steht die wörtliche Rede oder ein wörtlich wiedergegebener Ausdruck in Anführungszeichen. Für die hier verwendete deutsche Schulschreibschrift lautet die richtige Form: „…“.
Die richtige Form auf einen Blick
Die richtige Schreibweise für deutsche Anführungszeichen in der hier zugrunde gelegten Schulschreibschrift ist: „…“. Das öffnende Zeichen steht unten, das schließende Zeichen oben. Die Anführungszeichen stehen vor und hinter einer direkten, also wörtlich wiedergegebenen Rede. Dasselbe gilt für einen wörtlich wiedergegebenen Gedanken, ein Zitat oder einen einzelnen Ausdruck, ein Wort oder Wortteil.
Ein kurzer Beispielsatz lautet: Sie sagte: „Heute beginnt der Kurs.“ Die Zeichen schließen also den wörtlich wiedergegebenen Teil ein. Bei einem Zitat kann der Satz ebenso lauten: Der Bericht nennt den Ausdruck „offene Frage“. Die Anführungszeichen markieren hier den wörtlich übernommenen Ausdruck.
Für Fragen zur Rechtschreibung lässt sich diese Entscheidung zunächst auf die sichtbare Zeichenform begrenzen: Beginnt die wörtliche Passage mit „ und endet sie mit “, entspricht sie der hier belegten deutschen Form. Andere Zeichenformen sind damit nicht als grundsätzlich unzulässig bezeichnet. Die Quelle weist darauf hin, dass in der Textverarbeitung und im grafischen Gewerbe auch andere Formen verbreitet sind. Für die eindeutige Antwort auf die Frage nach der deutschen Schulschreibschrift bleibt jedoch „…“ die richtige Form.
Bei einem längeren Zitat prüfst du deshalb zuerst den Beginn und das Ende der wörtlich wiedergegebenen Passage. Danach prüfst du, ob der gesamte markierte Teil tatsächlich wörtlich wiedergegeben wird. Diese Prüfung betrifft die Anführungszeichen selbst und ersetzt keine weitere Prüfung von Rechtschreibregeln, Satzbau oder Inhalt.

Welche Regel die Schreibweise trägt
Die belegte Regel lautet: Anführungszeichen schließen wörtlich Wiedergegebenes ein. Dazu gehören direkte Rede, wörtlich wiedergegebene Gedanken sowie Zitate mit Sätzen, Wortgruppen, Wörtern oder Wortteilen. Die Zeichen stehen jeweils vor und hinter dem betreffenden Abschnitt.
Richtig ist daher: Die Dozentin sagte: „Wir beginnen jetzt.“ Falsch für die hier verwendete deutsche Schulschreibschrift wäre die bloße Übernahme der Form „Wir beginnen jetzt“ mit geraden oder englisch gesetzten Zeichen, wenn gerade die deutsche Form verlangt wird. Der Unterschied liegt nicht im gesprochenen Inhalt, sondern in der verwendeten Zeichenform.
Die Regel lässt sich auch auf einen eingeschobenen Redeteil anwenden. Schreibe beispielsweise: „Der Versuch“, erklärte er, „beginnt heute.“ Der wörtlich wiedergegebene Teil ist an beiden Seiten durch Anführungszeichen begrenzt, obwohl die Rede unterbrochen wird. Die Quelle beschreibt genau diese Anwendung für eine unterbrochene wörtliche Rede.
Beginnt der ganze Satz mit einer Einleitung und folgt danach die Rede, prüfst du den Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regel. Der Satzanfang entscheidet nicht darüber, welche Anführungszeichen die wörtliche Passage erhält. Prüfe zunächst die Zeichenform „…“. Prüfe danach, ob der markierte Teil wörtlich wiedergegeben wird. Erst anschließend betrachtest du die übrige Zeichensetzung. So wird die Regel nicht aus der Position am Satzanfang abgeleitet.
Die Anführungszeichen können außerdem mit einem Fragezeichen oder Ausrufezeichen zusammentreffen. Ein neutrales Beispiel ist: Sie fragte: „Beginnt die Sitzung jetzt?“ und ein weiteres: Er rief: „Wartet!“ Die Beispiele zeigen die Verbindung der wörtlichen Passage mit dem jeweiligen Satzzeichen, ohne aus der Aussprache eine eigene Schreibregel abzuleiten.
Für Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung sind gesonderte Prüfungen nötig. Die Regel zu den Anführungszeichen beantwortet nur, welche Passage eingeschlossen wird und welche deutsche Zeichenform hier richtig genannt wird.
Richtig und falsch im Satz vergleichen
Die folgenden drei Paare trennen die sichtbare Zeichenform von der Frage, welcher Text wörtlich wiedergegeben wird.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Sie sagte: „Wir treffen uns morgen.“ | Sie sagte: "Wir treffen uns morgen." |
| Der Text verwendet das Wort „Neuanfang“. | Der Text verwendet das Wort 'Neuanfang'. |
| „Das Ergebnis überzeugt“, schrieb er. | „Das Ergebnis überzeugt, schrieb er. |
Im ersten Paar steht die deutsche Form mit öffnendem Zeichen unten und schließendem Zeichen oben. Im zweiten Paar wird ein einzelnes wörtlich wiedergegebenes Wort eingeschlossen. Im dritten Paar wird die unterbrochene beziehungsweise begleitete wörtliche Rede an ihrem Ende geschlossen. Die rechte Spalte zeigt jeweils eine Form, die nicht der hier verlangten deutschen Schulschreibschrift entspricht oder die Begrenzung der wörtlichen Passage nicht vollständig sichtbar macht.
Der Satzanfang ist dabei getrennt von der eigentlichen Regel zu behandeln. Ob ein Satz mit einer Einleitung, einem Namen oder direkt mit einer wörtlichen Rede beginnt, ändert nicht die Prüfung der Zeichenform. Frage zuerst: Stehen vor und hinter dem wörtlich wiedergegebenen Abschnitt die Zeichen „…“? Frage danach: Ist der markierte Abschnitt ein wörtlich wiedergegebenes Wort, ein Wortteil, eine Wortgruppe, ein Satz, eine Rede oder ein Gedanke?
Ein kurzes realistisches Beispiel für einen Studientext lautet: Im Protokoll steht: „Die Gruppe beginnt mit der Auswertung.“ Wenn du diese Passage als wörtliche Wiedergabe verwendest, prüfst du die beiden Begrenzungszeichen. Du leitest die Form nicht aus der Aussprache des Wortes Protokoll oder aus dem Thema des Satzes ab.
Bei anderen Formen ist eine genaue Einordnung nötig. Die Quelle nennt neben den in der Schulschreibschrift üblichen Gänsefüßchen weitere Formen, die in Textverarbeitung und grafischem Gewerbe verbreitet sind. Deshalb sollte die Bewertung immer an der verlangten Schreibweise ausgerichtet werden. Für diese Seite ist die verlangte Form „…“.
Typische Verwechslungen sorgfältig prüfen
Eine wichtige Stolperfalle ist die Ableitung allein aus der Aussprache. Anführungszeichen werden nicht deshalb zu „…“, weil ein Sprecher am Anfang oder Ende eine bestimmte Pause macht. Prüfe stattdessen, ob ein Abschnitt wörtlich wiedergegeben wird und welche Zeichenform für den Text verlangt ist.
Auch Umgangssprache liefert keine ausreichende Entscheidung. Ein Ausdruck kann gesprochen, zitiert oder lediglich sinngemäß erwähnt werden. Für die Anführungszeichen ist hier nur die belegte Einordnung entscheidend: Die Quelle nennt direkte Rede, Gedanken und Zitate als Fälle, in denen wörtlich Wiedergegebenes eingeschlossen wird. Wenn unklar ist, ob ein Ausdruck tatsächlich wörtlich wiedergegeben wird, markiere diese Unsicherheit und prüfe den Ausgangstext, statt eine Variante aus dem Sprachgefühl abzuleiten.
Eine zweite Verwechslung betrifft gerade und typografische Zeichen. Die Form „…“ ist die hier verwendete deutsche Schulschreibschrift. Die Quelle erwähnt zugleich andere verbreitete Formen in der Textverarbeitung und im grafischen Gewerbe. Daraus folgt keine pauschale Bewertung jeder anderen Form. Für eine Aufgabe, in der deutsche Anführungszeichen ausdrücklich verlangt werden, setzt du die Form „…“ ein.
Eine dritte Stolperfalle ist die unvollständige Begrenzung. Wenn nur vor der wörtlichen Passage ein Zeichen steht, ist nicht sichtbar, wo das Zitat oder die Rede endet. Prüfe daher immer beide Seiten. Das gilt auch, wenn nur ein Wort oder ein Wortteil markiert wird.
Bei einer unterbrochenen Rede darfst du die beiden wörtlichen Teile nicht gedanklich zu einer unmarkierten Passage verbinden. Die belegte Anwendung setzt die einzelnen Teile in Anführungszeichen. Ein Beispiel lautet: „Der Text“, sagte sie, „ist verständlich.“
Verwechsle die Frage nach Anführungszeichen außerdem nicht mit Rechtschreibreform, Rechtschreibprogramme oder wissenschaftliches Schreiben. Diese Begriffe können bei einer weiteren Textprüfung wichtig sein, tragen aber nicht automatisch die Entscheidung über die deutsche Zeichenform. Ebenso beantwortet die Anführungszeichenregel keine gesonderten Fragen zu Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung oder Synonyme.

Der schnelle Prüfweg
- Schreibweise prüfen: Suche den Anfang und das Ende der markierten Passage. Für die hier verwendete deutsche Schulschreibschrift muss die Form „…“ sichtbar sein.
- Regel prüfen: Frage, ob der eingeschlossene Teil wörtlich wiedergegeben wird. Das kann eine direkte Rede, ein Gedanke, ein Zitat, eine Wortgruppe, ein Wort oder ein Wortteil sein.
- Beispielsätze prüfen: Vergleiche den eigenen Satz mit einem neutralen Muster wie: Sie sagte: „Wir beginnen jetzt.“ Bei einer unterbrochenen Rede prüfst du beide eingeschlossenen Teile.
- Verwechslung prüfen: Entscheide nicht allein nach Aussprache oder Umgangssprache. Entscheide auch nicht pauschal anhand einer anderen Zeichenform, denn die Quelle nennt weitere Formen für Textverarbeitung und grafisches Gewerbe.
- Rest prüfen: Wenn die Anführungszeichen stimmen, kontrolliere den übrigen Satz getrennt. Für Textformen und weitere sprachliche Fragen können eigene Regeln erforderlich sein.
So bleibt die Prüfung knapp und anwendbar: Zeichenform feststellen, wörtliche Wiedergabe erkennen, beide Begrenzungen kontrollieren, Beispielsatz vergleichen und mögliche Verwechslungen ausschließen. Wenn der Ausgangstext nicht vorliegt, formuliere keine Annahme über seinen Wortlaut, sondern prüfe die betreffende Passage direkt.
Quellen und Stand
- Duden | Anführungszeichen: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Anführungszeichen, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)