Wenn-dann-Komma einfach erklärt
Wenn dann Komma: Die Regel im Überblick
Stehen „wenn“ und „dann“ gemeinsam in einem Satz, trennt ein Komma den eingeleiteten Nebensatz vom folgenden Hauptsatz. Die Konstruktion lässt sich an Bedingung und Folge erkennen. Diese einfache Regel, oft als Wenn-dann-Komma bezeichnet, wird im Folgenden Schritt für Schritt erklärt.
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Kommaregeln: Merkzettel auf einer Seite
Das Komma bei wenn dann, und daneben ein Merkzettel: zehn Regeln für fast jedes Komma, jede mit einem Beispiel, in dem das Komma markiert ist. Dazu die vier Stellen ohne Komma und eine Schnellprobe über das Verb. Fürs Aufhängen oder für die Mappe gedacht.
Die Kernregel: Komma bei wenn und dann
Leitet wenn einen Nebensatz ein, steht zwischen ihm und dem folgenden Hauptsatz ein Komma. Beginnt dieser mit dann, ändert das nichts an der Kommaregel. Das Komma grenzt den Nebensatz vom Hauptsatz ab.
Der Nebensatz mit „wenn“ nennt meist die Bedingung, der Hauptsatz die Folge. Entscheidend für das Komma ist aber die Satzgrenze: Der Nebensatz wird vom Hauptsatz getrennt.
Die Grundform lautet: wenn Bedingung, dann Folge. Zum Beispiel: Wenn der Bus pünktlich kommt, dann beginnen wir die Sitzung. Das Komma steht nach dem Nebensatz.
Das Wort „dann“ kann in dieser Verbindung oft entfallen: Wenn der Bus pünktlich kommt, dann beginnen wir die Sitzung wird zu Wenn der Bus pünktlich kommt, beginnen wir die Sitzung. Das Komma bleibt, weil der Nebensatz weiterhin vor dem Hauptsatz steht.
Nicht das bloße gemeinsame Auftreten von „wenn“ und „dann“ entscheidet, sondern die Satzstruktur. Leitet „wenn“ einen Nebensatz ein, trennt das Komma ihn vom folgenden Hauptsatz.

Die Satzfunktion erkennst du hier
Bestimme zuerst den mit „wenn“ eingeleiteten Nebensatz. Der anschließende Hauptsatz wird durch ein Komma von ihm getrennt; er kann mit „dann“ beginnen.
Beispiel: Wenn die Unterlagen vollständig sind, dann prüfen wir den Antrag. Wenn die Unterlagen vollständig sind ist der Nebensatz. Dann prüfen wir den Antrag ist der Hauptsatz. Das Komma markiert die Satzgrenze.
Ein weiteres Beispiel: Wenn die Lampe wieder leuchtet, dann lesen wir weiter. Der Nebensatz nennt die Bedingung; der Hauptsatz beschreibt die Folge. Das Komma folgt auf leuchtet.
Für die Analyse können die Satzteile getrennt betrachtet werden: „wenn“ leitet den Nebensatz ein, „dann“ kann am Anfang des Hauptsatzes stehen. Das Komma steht zwischen diesen Satzteilen.
Der Satz kann auch ohne „dann“ formuliert werden: Wenn die Lampe wieder leuchtet, lesen wir weiter. Der durch „wenn“ eingeleitete Nebensatz wird weiterhin durch ein Komma vom Hauptsatz getrennt.
Beim Ausdruck und wenn, dann kann die vollständige Form so lauten: Hauptsatz, und wenn Nebensatz, dann Hauptsatz. Nicht nur die Wortfolge, sondern die Satzstruktur ist maßgeblich. Vor „und“ steht ein Komma, dazwischen keines. Ein weiteres Komma folgt nach dem Nebensatz vor „dann“.
Drei analysierte Beispielsätze
Beispiel 1: Wenn der Wind nachlässt, dann öffnen wir das Fenster. Der Abschnitt Wenn der Wind nachlässt ist der Nebensatz. Er nennt die Voraussetzung für das Öffnen. Dann öffnen wir das Fenster bildet den Hauptsatz und beschreibt die Folge. Das Komma steht an der Grenze zwischen beiden Satzteilen.
Beispiel 2: Wenn Mira den Schlüssel findet, dann schließt sie den Schrank auf. Der mit „wenn“ eingeleitete Nebensatz endet nach findet. Danach beginnt der Hauptsatz; deshalb steht dort das Komma.
Beispiel 3: Wenn der Text fertig ist, dann senden wir ihn ab. Hier drückt der erste Abschnitt eine Bedingung aus. Der zweite enthält die daraus folgende Handlung. Zwischen beiden Teilen steht ein Komma. Das Wort dann kann weggelassen werden: Wenn der Text fertig ist, senden wir ihn ab. Der Gehalt des Satzes bleibt derselbe.
Alle drei Fälle verwenden dieselbe Satzstruktur mit unterschiedlichen Inhalten. Im ersten Satz geht es um ein Fenster, im zweiten um einen Schrank und im dritten um einen Text. Für die Zeichensetzung wird geprüft, ob „wenn“ einen Nebensatz einleitet und danach der Hauptsatz folgt. Beginnt dieser Hauptsatz mit „dann“, steht das Komma zwischen dem Ende des Nebensatzes und diesem Hauptsatz.
Auch dieser Gedanke lässt sich entsprechend untersuchen: Wenn alle da sind, dann schließen wir die Tür. Wenn alle da sind bildet den Nebensatz und benennt die Bedingung. Dann schließen wir die Tür stellt den Hauptsatz dar, der die Folge zeigt. Nach dem Nebensatz kommt das Komma. In gleicher Art kann dann entfernt werden: Wenn alle da sind, schließen wir die Tür. Dadurch ändert sich die Aussage des Satzes nicht.
Was die Regel tatsächlich abdeckt
Die Regel gilt für Sätze, in denen „wenn“ einen Nebensatz einleitet und danach ein Hauptsatz folgt. Sie lässt sich nicht allein aus den Wörtern „wenn“ und „dann“ auf andere Satzmuster oder Konjunktionen übertragen.
Die Quelle erläutert die hier behandelte Verbindung. Für andere Satzmuster sind weitere grammatische Regeln maßgeblich.
Die Folge „und wenn, dann“ sollte als vollständige Form „Hauptsatz, und wenn Nebensatz, dann Hauptsatz“ geprüft werden. Vor „und“ steht ein Komma, dazwischen keines; ein weiteres Komma folgt nach dem Nebensatz vor „dann“.
Die Regel zu „und wenn, dann“ gilt nicht als allgemeine Regel für jede Verbindung mit „und“. Maßgeblich bleibt, ob und wo ein Nebensatz endet und ein Hauptsatz beginnt.
Falls ein Satz nicht eindeutig zur einfachen Form wenn Bedingung, dann Folge oder zur ausdrücklich genannten Form und wenn, dann passt, sollte die konkrete Satzstruktur anhand einer verlässlichen Grammatikquelle geprüft werden. Eine zusätzliche Ausnahme, ein besonderer Kasus oder eine weitere Bedeutung wird hier nicht behauptet, weil dafür kein direkter Beleg vorliegt.

So läuft der kurze Prüfablauf
Gehe die Struktur systematisch durch:
- Kennzeichne „wenn“ und lies den anschließenden Satzteil bis zur möglichen Trennstelle.
- Bestimme, ob „wenn“ einen Nebensatz einleitet. Die Quelle ordnet die Verbindung entsprechend ein.
- Identifiziere den nachfolgenden Hauptsatz. Beginnt er mit „dann“, liegt die beschriebene wenn-dann-Struktur vor.
- Platziere das Komma zwischen dem Ende des Nebensatzes und dem Anfang des Hauptsatzes mit „dann“.
- Teste, ob „dann“ weggelassen werden kann, ohne dass sich die Bedeutung des Satzes ändert. Diese Probe ist für die in der Quelle beschriebene Verbindung belegt.
- Steht zusätzlich „und“ vor „wenn“, kann die vollständige Form so lauten: Hauptsatz, und wenn Nebensatz, dann Hauptsatz. Vor „und“ steht verpflichtend ein Komma; dazwischen steht kein Komma. Ein weiteres Komma steht nach dem Nebensatz vor „dann“.
Lies den Satz zum Schluss vollständig und bestimme die Grenze zwischen Nebensatz und Hauptsatz. Beispiele sind: Wenn der Wind nachlässt, dann öffnen wir das Fenster; Wenn Mira den Schlüssel findet, dann schließt sie den Schrank auf und Wenn der Text fertig ist, dann senden wir ihn ab. Für andere Satzmuster hilft eine Grammatikquelle.
Empfohlene passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Spezialwerk: languagetool.org (languagetool.org/insights/de/beitrag/wenn-dann-komma/) (verifiziert am 2026-08-15)