Französische Anführungszeichen: die richtige Schreibweise
Französiche Anführungszeichen: richtige Schreibweise
Richtig ist die Schreibweise „Französische Anführungszeichen“. Gemeint sind Anführungszeichen in französischer Form, die auch als Guillemets oder Chevrons bezeichnet werden.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die korrekte Schreibweise lautet im laufenden Text französische Anführungszeichen. Das Adjektiv „französische“ enthält nach dem „ö“ ein „s“ und endet vor dem Substantiv mit „ e“. Die Form „Französiche Anführungszeichen“ ist daher falsch geschrieben. Am Satzanfang wird „Französische“ großgeschrieben. Als Bezeichnung für die Zeichen selbst finden sich außerdem die Ausdrücke „Guillemets“ und „Chevrons“. Das DWDS führt „französische(s) Anführungszeichen“ als fachsprachliche Bezeichnung im Umfeld von „Chevron(s)“ und „Guillemet(s)“.
Bei der Frage nach der sichtbaren Zeichenform ist zwischen der Schreibweise des Ausdrucks und der Gestaltung der Zeichen zu unterscheiden. Die Schreibweise des Begriffs ist im laufenden Text französische Anführungszeichen. Für die deutsche Rechtschreibung ist zunächst entscheidend, dass der Ausdruck selbst korrekt geschrieben wird.
Anführungszeichen markieren nach der beschriebenen Regel den Anfang und das Ende einer wörtlich wiedergegebenen Passage. Das betrifft direkte Rede ebenso wie ein wörtliches Zitat. Ein kurzer Beispielsatz lautet: Im Bericht steht: „Die Sitzung beginnt.“ Die Zeichen stehen dabei vor und hinter der angeführten Passage.
Wer seine Rechtschreibung prüfen möchte, sollte deshalb zwei Fragen getrennt betrachten: Ist das Wort „französische“ richtig geschrieben, und werden die Anführungszeichen als Paar vor und nach der angeführten Passage gesetzt? Diese Trennung verhindert, dass die Schreibweise des Begriffs mit der typografischen Form der Zeichen verwechselt wird.

Welche Regel die Entscheidung trägt
Die tragende Regel betrifft Anführungszeichen als Satzzeichen. Nach der Duden-Darstellung stehen sie vor und hinter direkter oder wörtlicher Rede. Dieselbe Regel gilt für wörtlich wiedergegebene Sätze, Wortgruppen, Wörter oder Wortteile. Daraus folgt für die Anwendung: Beginnt eine wörtliche Passage, wird sie mit einem öffnenden Zeichen eingeleitet; endet sie, wird sie mit einem schließenden Zeichen abgeschlossen.
Richtig ist daher: Die Autorin schreibt: «Der Versuch war erfolgreich.» Falsch wäre in diesem Zusammenhang eine Form, bei der nur am Anfang oder nur am Ende ein Anführungszeichen steht. Die Regel entscheidet nicht über eine einzelne französische Form aus der Aussprache heraus, sondern über die Kennzeichnung der wörtlich wiedergegebenen Passage.
Auch eine unterbrochene direkte Rede bleibt anführungszeichenmäßig als angeführte Rede gekennzeichnet. Ein neutrales Beispiel ist: «Wir prüfen den Text», sagte die Lektorin, «und markieren die Belegstellen.» Die beiden Teile der Rede werden jeweils eingeschlossen. Die genaue Gestaltung kann dabei von der verwendeten Schreibschrift, Textverarbeitung oder typografischen Umgebung abhängen.
Die Duden-Quelle nennt für die Schulschreibschrift die sogenannten Gänsefüßchen als übliche Form. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass in der Textverarbeitung und im grafischen Gewerbe auch andere Formen verbreitet sind. Daraus darf keine zusätzliche Behauptung über eine allgemeine Pflicht zu einer einzigen Zeichenform abgeleitet werden. Für die konkrete Entscheidung ist deshalb die Aufgabe des Textes und die dort verlangte Zeichengestaltung zu prüfen.
Die Rechtschreibregeln helfen bei der Einordnung, während die Zeichensetzung die konkrete Funktion der Zeichen beschreibt. Mit der Kommasetzung ist die Frage nicht automatisch beantwortet, denn Komma und Anführungszeichen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ebenso sollte die Groß- und Kleinschreibung des Ausdrucks getrennt von der Form der Satzzeichen geprüft werden.
Richtig und falsch im Satz vergleichen
Bei der Prüfung sollte der Satzanfang zunächst getrennt von der eigentlichen Regel betrachtet werden. Am Satzanfang wird „Französische“ großgeschrieben, weil das Wort dort als erstes Wort des Satzes steht. Im laufenden Satz heißt es dagegen „französische Anführungszeichen“. Die Regel zu den Anführungszeichen betrifft die wörtlich wiedergegebene Passage. Beide Ebenen dürfen nicht vermischt werden.
| Richtig | Falsch | Begründung |
|---|---|---|
Französische Anführungszeichen markieren eine zitierte Passage. | Französiche Anführungszeichen markieren eine zitierte Passage. | Im Adjektiv steht „Französische“ mit „s“ nach dem „ö“. |
Die Notiz lautet: „Bitte prüfen.“ | Die Notiz lautet: „Bitte prüfen. | Die wörtlich wiedergegebene Passage wird vorn und hinten durch Anführungszeichen begrenzt. |
„Der Begriff ist erklärt“, steht im Text. | „Der Begriff ist erklärt“, steht im Text“ | Die angeführte Passage endet vor dem folgenden Text. |
Das erste Paar prüft die Schreibweise des Ausdrucks. Das zweite Paar prüft die Funktion der Anführungszeichen bei einem wörtlich wiedergegebenen Satz. Das dritte Paar zeigt den Abschluss einer angeführten Passage. Der Satzanfang und die eigentliche Regel bleiben dabei getrennte Prüfschritte.
Für Getrennt- und Zusammenschreibung ist der Ausdruck als Wortgruppe zu betrachten. Die Rechtschreibreform wird durch die hier belegte Regel nicht eigens zum Thema der Zeichenform gemacht. Bei Rechtschreibprogramme sollte die angeführte Passage zusätzlich selbst auf Anfang und Ende geprüft werden.
Typische Verwechslungen sicher vermeiden
Eine zentrale Stolperfalle liegt bereits im Wort „französische“. Die falsche Form „Französiche“ entsteht, wenn das „s“ übergangen wird. Die korrekte Form lässt sich nicht aus einer vermuteten Aussprache ableiten. Maßgeblich ist die belegte Schreibweise „französische(s) Anführungszeichen“. Wer unsicher ist, sollte das Wort in einer verlässlichen Wortinformation nachschlagen.
Eine zweite Stolperfalle ist die Gleichsetzung von Bezeichnung und Zeichenbild. „Französische Anführungszeichen“ benennt eine Form von Anführungszeichen. „Guillemets“ und „Chevrons“ sind weitere fachsprachliche beziehungsweise bedeutungsverwandte Bezeichnungen aus der Wörterbuchbeschreibung. Der Name allein legt jedoch nicht fest, wie jede Textverarbeitung die Zeichen optisch darstellt.
Eine dritte Verwechslung betrifft die Funktion. Anführungszeichen stehen bei wörtlicher Rede und bei Zitaten vor und hinter der wiedergegebenen Passage. Sie kennzeichnen damit den Anfang und das Ende des betreffenden Abschnitts. Ein Beispiel ist: Die Überschrift enthält das Zitat „Neue Wege“. Die Zeichen beziehen sich hier auf die wörtlich wiedergegebene Wortgruppe.
Aus Umgangssprache oder Aussprache sollte ebenfalls keine Variante der Schreibweise entwickelt werden. Die umgangssprachliche Bezeichnung „Gänsefüßchen“ ist in der Wörterbuchbeschreibung als umgangssprachlich ausgewiesen. Daraus folgt nicht, dass dieser Ausdruck die fachsprachlichen Bezeichnungen ersetzt. Ebenso erlaubt die Quelle keine Aussage darüber, welche Form besonders häufig verwendet wird. Eine Häufigkeit sollte daher nicht behauptet werden.
Beim wissenschaftlichen Schreiben ist besonders klar zwischen eigenem Satz und wörtlichem Zitat zu unterscheiden. Die Anführungszeichen beziehen sich auf die wörtlich wiedergegebene Stelle. Für Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung und Synonyme gelten jeweils eigene Prüfaufgaben. Sie ersetzen nicht die Prüfung der Anführungszeichen.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Der kurze Prüfweg für den eigenen Text
- Schreibweise prüfen: Lies den Ausdruck vollständig. Richtig ist „Französische Anführungszeichen“ mit „s“ in „französische“.
- Regel prüfen: Frage, ob eine direkte Rede oder ein wörtliches Zitat vorliegt. Die Quelle ordnet Anführungszeichen der Kennzeichnung wörtlich wiedergegebener Äußerungen, Gedanken, Sätze, Wortgruppen, Wörter oder Wortteile zu.
- Beispielsätze prüfen: Suche im eigenen Satz das öffnende und das schließende Zeichen. Ein Beispiel lautet: Der Text nennt «eine wichtige Beobachtung». Prüfe, ob die angeführte Wortgruppe an beiden Seiten erkennbar begrenzt ist.
- Verwechslung prüfen: Trenne die Schreibweise des Begriffs von der typografischen Form. „Französische“ ist die richtige Wortform; « und » sind eine mögliche sichtbare Darstellung der französischen Anführungszeichen.
- Textumgebung prüfen: Wenn eine Textverarbeitung oder ein grafischer Satz eine bestimmte Form verlangt, prüfe diese Vorgabe am konkreten Dokument. Die Quelle weist darauf hin, dass neben den in der Schulschreibschrift üblichen Gänsefüßchen auch andere Formen verbreitet sind.
Dieser Prüfweg verbindet Schreibweise, Regel, Beispielsatz und häufige Verwechslung in einer kurzen Kontrolle. Für weitere Textformen sollte die jeweilige Textfunktion berücksichtigt werden. Synonyme wie „Guillemets“ oder „Chevrons“ können beim Nachschlagen helfen, ändern aber nicht die korrekte Schreibweise des Ausdrucks. So bleibt die Entscheidung auf die belegten Angaben zu Anführungszeichen, wörtlicher Rede und Zitaten begrenzt.
Quellen und Stand
- Duden | Anführungszeichen: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Anführungszeichen, Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)