Deklination von Fremdwörtern: Regeln und Beispiele
Lateinische und griechische Formen, englische Wörter und ihre Beugung
Die Fremdwörter Deklination folgt keiner einheitlichen Regel. Herkunft und Gebrauch können Hinweise geben, maßgeblich sind jedoch die im Wörterbuch angegebenen Formen: das Lexikon, die Lexika; der Modus, die Modi. Andere Wörter sind stärker eingedeutscht: das Konto, die Konten. Bei manchen Wörtern führen Wörterbücher mehrere Formen. In wissenschaftlichen Arbeiten sollten Fachbegriffe daher in der jeweils passenden Form verwendet werden.
Lateinische Wörter und ihre Plurale
Bei vielen Begriffen auf -um ist der Plural wortabhängig: das Datum, die Daten; das Museum, die Museen; das Praktikum, die Praktika; das Kriterium, die Kriterien; das Zentrum, die Zentren.
Wörter auf -us bilden den Plural je nach Wort auf -i, mit einer anderen Endung oder unverändert: der Modus, die Modi; der Rhythmus, die Rhythmen; der Status, die Status mit langem u.
Bei vielen Wörtern auf -a lautet der Plural auf -en: die Firma, die Firmen; das Thema, die Themen; die Villa, die Villen.
Der Genitiv Singular ist ebenfalls wortabhängig: des Datums, des Modus, des Themas. Die Wörterbuchangabe zeigt die jeweils geltende Form.
Griechische Wörter
Bei einzelnen griechischen Wörtern auf -on lautet der Plural auf -a oder -en: das Lexikon, die Lexika; das Epitheton, die Epitheta; das Elektron, die Elektronen.
Bei einzelnen griechischen Wörtern lautet der Plural auf -en: die Basis, die Basen; die Krise, die Krisen; die These, die Thesen; die Analyse, die Analysen.
Bei einzelnen griechischen Wörtern auf -ma ist der Plural wortabhängig: das Thema, die Themen; das Schema, die Schemata oder Schemen; das Dogma, die Dogmen.
Für Schema führen Wörterbücher drei Möglichkeiten: Schemas, Schemata und Schemen. Die Wahl kann von Bedeutung und Fachgebiet abhängen; innerhalb derselben Verwendung sollte sie einheitlich bleiben.

Englische Wörter im Deutschen
Englische Wörter werden im Deutschen nach deutschen Mustern gebeugt. Häufig steht im Plural -s: das Team, die Teams; der Trend, die Trends; das Meeting, die Meetings.
Bei einigen Wörtern auf -er bleibt das Wort im Plural endungslos: der Computer, die Computer; der Manager, die Manager.
Das Geschlecht übernommener Wörter kann sich am deutschen Gegenstück orientieren: die E-Mail (die Post), das Meeting (das Treffen), der Job (der Beruf). Bei manchen Wörtern sind mehrere Genera gebräuchlich: der oder das Blog, der oder das Laptop.
Auch Verben werden im Deutschen gebeugt. Bei downloaden lauten Formen beispielsweise downloadete und downgeloadet; Wörterbücher können Varianten ausweisen.
Das Geschlecht übernommener Wörter
Lehnbegriffe erhalten im Deutschen ein Genus. Dabei können Bedeutung, ein deutsches Entsprechungswort, die Wortbildung und der Sprachgebrauch eine Rolle spielen.
Das passende deutsche Wort kann ein Anhaltspunkt sein: die E-Mail (wie die Post), das Meeting (wie das Treffen) sowie der Job (wie der Beruf).
Die Wortendung kann ebenfalls einen Hinweis geben: Viele Bildungen auf -ion, -tion und -tät sind feminin, auf -ment und -um neutral sowie auf -or und -ismus maskulin. Entscheidend ist die Wörterbuchangabe zum einzelnen Wort.
Gebrauch ist besonders wichtig, wenn mehrere Genera möglich sind. Wörterbücher führen solche Varianten etwa bei der oder das Blog sowie bei der oder das Laptop.
Häufige Fehler und typische Zweifelsfälle
Das Wort Datum wird im Plural von Datum zu Daten. Die Form „Datums“ ist dagegen der Genitiv Singular.
Stati: Falsch. Der Plural von Status lautet ebenfalls Status, nur mit langem u gesprochen. Auch Statusse ist falsch.
Praktika ist der Plural von Praktikum; die Form „Praktikas“ entspricht nicht der Standardform. Beim Wort Visum sind Visa und Visen als Pluralformen belegt.
Kriteriums ist nicht der Plural. Der Plural lautet Kriterien.
Der Apostroph im Plural: Man schreibt „die Teams“, nicht „die Team's“. Im deutschen Plural steht hier kein Apostroph.

Fachbegriffe in wissenschaftlichen Arbeiten richtig nutzen
Bei Kriterium, Datum, Praktikum, Modus, Curriculum und Kontinuum können besondere Flexionsformen auftreten. Die passende Form sollte jeweils im Wörterbuch geprüft werden.
Ein zweiter Punkt betrifft die Übereinstimmung. Daten ist ein Pluralwort; deshalb heißt es die Daten zeigen, nicht die Daten zeigt.
Bei übernommenen englischen Fachausdrücken ist eine einheitliche Schreib- und Flexionsweise sinnvoll. Die gewählte Variante sollte im gesamten Aufsatz beibehalten werden.
Ein vierter Hinweis: Gibt es ein deutsches Pendant, kann dessen Verwendung die Verständlichkeit verbessern. Beispielsweise: Zielsetzung statt Objective und Stichprobe statt Sample.
Fazit: Deklination von Fremdwörtern auf einen Blick
Viele Begriffe aus dem Lateinischen und Griechischen haben im Deutschen besondere Flexionsformen: das Datum, die Daten; das Lexikon, die Lexika; die Basis, die Basen.
Englische Wörter werden im Deutschen nach dem jeweiligen Wort und deutschen Flexionsmustern gebeugt. Ein Apostroph steht in Formen wie Teams nicht.
Die Regeln und Beispiele zur Deklination von Fremdwörtern zeigen, dass für einzelne Wörter die Wörterbuchangabe maßgeblich ist.
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