Konjugation gehen: alle Formen mit Tabelle
Stammformen, das Perfekt mit sein und die häufigen Zusammensetzungen
Die Konjugation gehen ist unregelmäßig und einer der Einzelfälle des Deutschen: gehen, ging, gegangen. Die Formen lassen sich keiner Ablautreihe zuordnen, sie sind schlicht zu merken. Dafür ist das Präsens völlig regelmäßig, es gibt weder Umlaut noch Vokalwechsel. Das Perfekt steht immer mit sein, weil das Verb eine Ortsveränderung beschreibt, und diese Regel gilt auch für alle Zusammensetzungen. Diese Tabellen zeigen alle Formen.
Konjugation gehen: die Stammformen
Die drei Stammformen lauten gehen, ging, gegangen. Das Verb gehört zu den Einzelfällen, zusammen mit stehen, tun, sein und haben.
Im Präsens ist die Beugung vollständig regelmäßig: ich gehe, du gehst, er geht. Es gibt weder Umlaut noch Vokalwechsel, und genau deshalb überrascht das Präteritum ging viele.
Das Perfekt wird mit sein gebildet: ich bin gegangen. Das Verb beschreibt eine Ortsveränderung und gehört damit zur ersten Gruppe der sein-Verben.
Zusammensetzungen folgen derselben Beugung und ebenfalls dem Hilfsverb sein: ausgehen, eingehen, übergehen, vergehen, entgehen. Bei den trennbaren rutscht das ge- in die Mitte: ausgegangen, eingegangen.
Präsens und Imperativ
Präsens: ich gehe, du gehst, er geht, wir gehen, ihr geht, sie gehen.
Alle sechs Formen sind regelmäßig gebildet. Das Verb gehört zu den unregelmäßigen Verben, deren Präsens keine Besonderheit zeigt, und teilt diese Eigenschaft mit stehen und rufen.
Imperativ: geh oder gehe, geht, gehen Sie. Ohne Vokalwechsel im Präsens ist das End-e im Singular freigestellt.

Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt
Präteritum: ich ging, du gingst, er ging, wir gingen, ihr gingt, sie gingen.
Perfekt: ich bin gegangen, du bist gegangen, er ist gegangen, wir sind gegangen, ihr seid gegangen, sie sind gegangen.
Plusquamperfekt: ich war gegangen, du warst gegangen, er war gegangen, wir waren gegangen, ihr wart gegangen, sie waren gegangen.
Eine Form mit haben gibt es nicht. Auch bei Zusammensetzungen bleibt sein die Regel: Der Antrag ist eingegangen, die Frist ist vergangen.
Futur und Konjunktiv
Futur I: ich werde gehen, du wirst gehen, er wird gehen, wir werden gehen, ihr werdet gehen, sie werden gehen.
Futur II: ich werde gegangen sein, du wirst gegangen sein, er wird gegangen sein. Das Hilfsverb am Ende ist sein, nicht haben.
Konjunktiv I: ich gehe, du gehest, er gehe. Diese Formen gehören in die indirekte Rede: Er sagt, sie gehe morgen zur Prüfung.
Konjunktiv II: ich ginge, du gingest, er ginge. Die Form ist gebräuchlich: Es ginge auch einfacher.
Häufige Fehler und Zweifelsfälle
Immer mit sein: Es heißt ich bin gegangen, nie ich habe gegangen. Diese Regel gilt ausnahmslos, auch für alle Zusammensetzungen.
Ging, nicht gehte: Das Präteritum ist unregelmäßig. Die regelmäßige Form entsteht durch Analogie zum Präsens und ist falsch.
Es geht um: Die unpersönliche Wendung steht immer im Singular und mit dem Akkusativ: Es geht um die Frage. Die Formulierung es geht sich aus ist österreichisch.
Übergehen mit zwei Betonungen: Etwas übergehen heißt auslassen und ist untrennbar (er hat den Punkt übergangen). Zu etwas übergehen heißt wechseln und ist trennbar (er ist zum nächsten Punkt übergegangen).
Gehen und laufen: Standardsprachlich heißt gehen sich zu Fuß fortbewegen, laufen dagegen rennen. Regional wird laufen auch für normales Gehen verwendet, und in geschriebenen Texten ist die Unterscheidung ratsam.

Wortfamilie und Verwendung
Zur Wortfamilie gehören der Gang, der Ausgang, der Eingang, der Vorgang, die Vergangenheit und das Anliegen. Die Zahl der Ableitungen zeigt, wie zentral das Verb im Deutschen ist.
In wissenschaftlichen Arbeiten begegnen vor allem Vorgang und Vergangenheit. Vorgang meint einen Ablauf und ist in Methodenteilen gebräuchlich, wo eine Abfolge beschrieben wird.
Die Wendung es geht um ist im Deutschen sehr häufig und in Texten oft ersetzbar. Statt es geht um die Frage ist die Arbeit untersucht knapper und benennt zugleich, was geschieht.
Fazit: Konjugation gehen auf einen Blick
Die Stammformen lauten gehen, ging, gegangen. Das Präsens ist vollständig regelmäßig, das Präteritum lautet ging.
Das Perfekt steht immer mit sein, auch bei allen Zusammensetzungen. Der Konjunktiv II lautet ginge und ist gebräuchlich.
Im Zusammenhang „Konjugation gehen: alle Formen mit Tabelle“ werden die zentralen Punkte gebündelt.
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