Konjugation mögen: alle Formen mit Tabelle
Stammformen, die Sonderstellung von möchte und der Ersatzinfinitiv
Die Konjugation mögen folgt dem Muster der Modalverben: mögen, mochte, gemocht. Im Singular verschwindet der Umlaut, und erste und dritte Person sind gleich: ich mag, er mag. Die bekannteste Form des Verbs ist allerdings gar keine Grundform, sondern der Konjunktiv II: möchte. Sie wird so selbstständig gebraucht, dass viele sie für ein eigenes Verb halten, und genau daraus entstehen die häufigsten Fehler bei der Vergangenheitsform.
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Konjugation: Merkzettel mit Endungen und Zeitformen
Die Konjugation des Verbs mögen auf dieser Seite, dort stehen sein, haben und werden, ein regelmäßiges und ein unregelmäßiges Verb durch alle Zeitformen, dazu die Endungen und die zwanzig häufigsten unregelmäßigen Verben samt Stammformen.
Konjugation mögen: die Stammformen
Die drei Stammformen lauten mögen, mochte, gemocht. Der Umlaut verschwindet in allen Vergangenheitsformen, und das Partizip trägt die Endung -t.
Wie alle Modalverben hat das Verb im Singular Präsens keine Endung in der ersten und dritten Person: ich mag, er mag. Diese Eigenheit stammt daher, dass die heutigen Präsensformen ursprünglich Vergangenheitsformen waren.
Das Perfekt wird mit haben gebildet: ich habe gemocht. Steht ein zweites Verb daneben, tritt der Ersatzinfinitiv ein: ich habe kommen mögen. Diese Form ist allerdings selten.
Das Verb hat zwei Bedeutungen: erstens Zuneigung (ich mag Kaffee), zweitens Einräumung (das mag stimmen). Beide teilen sich alle Formen.
Konjugation mögen: alle Formen in der Tabelle
| Person | Präsens | Präteritum | Perfekt | Plusquamperfekt |
|---|---|---|---|---|
| ich | mag | mochte | habe gemocht | hatte gemocht |
| du | magst | mochtest | hast gemocht | hattest gemocht |
| er/sie/es | mag | mochte | hat gemocht | hatte gemocht |
| wir | mögen | mochten | haben gemocht | hatten gemocht |
| ihr | mögt | mochtet | habt gemocht | hattet gemocht |
| sie/Sie | mögen | mochten | haben gemocht | hatten gemocht |
| Person | Futur I | Futur II | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | werde mögen | werde gemocht haben | möge | möchte |
| du | wirst mögen | wirst gemocht haben | mögest | möchtest |
| er/sie/es | wird mögen | wird gemocht haben | möge | möchte |
| wir | werden mögen | werden gemocht haben | mögen | möchten |
| ihr | werdet mögen | werdet gemocht haben | möget | möchtet |
| sie/Sie | werden mögen | werden gemocht haben | mögen | möchten |
Präsens und die Formen von möchte
Der Umlaut kehrt im Plural zurück, im Singular fehlt er. Diese Verteilung teilt das Verb mit können, müssen und dürfen.
Möchte ist der Konjunktiv II: ich möchte, du möchtest, er möchte, wir möchten, ihr möchtet, sie möchten. Er dient als Höflichkeitsform und hat sich vom übrigen Verb weitgehend gelöst.
Einen Imperativ bildet das Verb praktisch nicht. Die Form mag ist theoretisch möglich, begegnet aber nur in gehobenen Wendungen: Mag er kommen.

Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt
Für die Vergangenheit von möchte gibt es keine eigene Form. An dieser Stelle tritt ich wollte ein: Ich wollte einen Kaffee, nicht ich möchtete.
Futur und Konjunktiv
Futur I: Diese Form ist ungebräuchlich.
Konjunktiv I: Diese Formen gehören in die indirekte Rede und in Wünsche: Möge es gelingen.
Konjunktiv II: Formal ist das der Konjunktiv von mochte, im Gebrauch ist es ein eigenständiges Höflichkeitsverb.
Der Unterschied zwischen möge und möchte ist deutlich: Möge drückt einen Wunsch für andere aus, möchte einen eigenen Wunsch. Beide werden gelegentlich vertauscht.
Häufige Fehler und Zweifelsfälle
Möchtete gibt es nicht: Die Vergangenheit von möchte wird mit wollte gebildet. Ich wollte einen Kaffee ist die richtige Form, ich möchtete ist falsch.
Mag oder möchte: Ich mag Kaffee beschreibt eine dauerhafte Zuneigung, ich möchte einen Kaffee einen aktuellen Wunsch. Beide sind nicht austauschbar.
Gemocht oder mögen im Perfekt: Ohne zweites Verb steht das Partizip: Ich habe ihn gemocht. Mit zweitem Verb gilt der Ersatzinfinitiv: Ich habe es nicht sagen mögen.
Die einräumende Bedeutung: Das mag sein heißt möglicherweise trifft es zu. Diese Verwendung ist in Diskussionen häufig und wird von Lernenden oft nicht erkannt, weil sie mit Zuneigung nichts zu tun hat.
Verneinung: Ich mag nicht heißt umgangssprachlich sowohl ich habe keine Lust als auch ich esse das nicht gern. In geschriebenen Texten ist die genauere Formulierung besser, weil beide Lesarten möglich bleiben.

Wortfamilie und Verwendung
Zur Wortfamilie gehören die Macht, vermögen, das Vermögen und möglich. Der Zusammenhang wird über die Grundbedeutung sichtbar: Wer etwas mag, im alten Sinn vermag, der kann es.
Diese ältere Bedeutung ist in vermögen erhalten: Er vermag es nicht heißt er kann es nicht. Sie klingt heute gehoben und begegnet vor allem in geschriebener Sprache.
In Anfragen und Angeboten ist möchte die höfliche Standardform: Ich möchte Sie bitten. Wer stattdessen ich will schreibt, wirkt schroff, und wer ich würde gerne schreibt, wirkt unentschlossen.
Fazit: Konjugation mögen auf einen Blick
Die Stammformen lauten mögen, mochte, gemocht. Im Singular Präsens fehlt der Umlaut, erste und dritte Person sind gleich: ich mag, er mag.
Möchte ist der Konjunktiv II und wird eigenständig gebraucht. Eine Vergangenheitsform dazu gibt es nicht, dafür tritt wollte ein.
Die Einordnung „Konjugation mögen: alle Formen mit Tabelle“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.
Zur selben Verbgruppe gehören Modalverben, Konjunktiv I und II und Konjugation sehen.
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Stand: 23. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 23. Oktober). Konjugation mögen: alle Formen mit Tabelle. korrektur.de. https://korrektur.de/konjugation-moegen
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