Konjugation denken: alle Formen mit Tabelle
Stammformen, die gemischte Beugung und die Rektion des Verbs
Konjugation denken gehört zu den gemischten Verben: denken, dachte, gedacht. Wie bei bringen wechselt der Stamm von nk zu ch, dennoch stehen die regelmäßigen Endungen -te und -t. Neben den Formen lohnt ein Blick auf die Rektion, denn das Verb verlangt je nach Bedeutung verschiedene Präpositionen: an etwas denken, über etwas nachdenken, von jemandem etwas denken. Diese Tabellen zeigen alle Formen und ordnen die Zweifelsfälle.
Konjugation denken: die Stammformen
Es handelt sich um denken, dachte, gedacht. Dabei verschiebt sich der Vokal von e nach a, gleichzeitig wandelt sich der Lautkomplex nk in ch um.
Obwohl dieser Doppelwechsel stattfindet, hat das Präteritum die Endung -te, während das Partizip auf -t endet. Genau diese Kombination finden wir ebenfalls bei Verben wie bringen, kennen, nennen, brennen und rennen.
Perfekt mit haben: ich habe gedacht. Mit sein geht das nicht.
Ableitungen beugen sich analog: nachdenken, bedenken, gedenken, umdenken, andenken. Trennbar verwendete Formen setzen das ge zwischen Präfix und Stamm: nachgedacht, umgedacht.
Formen im Präsens und Imperativ
Präsens: Ich denke, du denkst, er/sie/es denkt, wir denken, ihr denkt, sie denken.
Im Präsens ist die Beugung regelmäßig. Der Wechsel erscheint erst im Präteritum und im Partizip II.
Imperativ: denk oder denke, denkt, denken Sie. Ohne Vokalwechsel im Präsens ist das End-e im Singular freigestellt.

Vergangenheitszeiten: Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt
Präteritum: Ich dachte, du dachtest, er/sie/es dachte, wir dachten, ihr dachtet, sie dachten.
Perfekt: Ich habe gedacht, du hast gedacht, er/sie/es hat gedacht, wir haben gedacht, ihr habt gedacht, sie haben gedacht.
Plusquamperfekt: Ich hatte gedacht, du hattest gedacht, er/sie/es hatte gedacht, wir hatten gedacht, ihr hattet gedacht, sie hatten gedacht.
In der Standardsprache heißt es ich dachte, nicht ich denkte.
Futur und Konjunktiv
Futur I: Ich werde denken, du wirst denken, er/sie/es wird denken, wir werden denken, ihr werdet denken, sie werden denken.
Futur II: ich werde gedacht haben, du wirst gedacht haben, er wird gedacht haben.
Konjunktiv I: Ich denke, du denkest, er/sie/es denke. Diese Formen gehören in die indirekte Rede: Sie erklärt, dass er noch darüber nachdenke.
Konjunktiv II: ich dächte, du dächtest, er dächte. Durch den Umlaut lässt sich diese Form von der Vergangenheit trennen: dächte versus dachte.
Häufige Fehler und Zweifelsfälle
Dachte, nicht denkte: Dieser Wechsel ist zwingend. Die analog gebildete reguläre Variante ist inkorrekt.
Dachte oder dächte: Ohne Umlaut ist es das Präteritum, mit Umlaut der Konjunktiv II. Ich dachte, es sei erledigt gegenüber ich dächte nicht daran.
An oder über: An etwas denken heißt, etwas im Sinn zu haben, über etwas nachdenken heißt, etwas zu erwägen. Beide Präpositionen haben verschiedene Bedeutungen und sind nicht austauschbar.
Gedenken mit Genitiv: In der Standardsprache steht der Genitiv: Wir gedenken der Opfer. Im Sprachgebrauch kommt auch der Dativ vor.
Sich etwas denken kann heißen, sich etwas vorzustellen oder etwas zu vermuten: Das habe ich mir gedacht.

Wortfamilie und Verwendung
Zur Wortfamilie gehören der Gedanke, das Gedächtnis, das Andenken sowie die Adjektive bedenklich und nachdenklich. Das Gedächtnis ist eine Bildung zu gedacht, dem Partizip II von denken.
In wissenschaftlichen Arbeiten sollte die Formulierung zur Argumentation und zu den Vorgaben des Fachs passen. Statt „ich denke, dass“ kann, wenn die Daten den Schluss stützen, etwa „Die Daten sprechen dafür, dass“ stehen.
In Diskussionsteilen kann eine Einschätzung stehen, wenn sie als solche gekennzeichnet ist. Ob das passt, hängt von Fach, Textsorte und den jeweiligen Vorgaben ab. Der Leitfaden des Fachbereichs und die betreuende Person geben Orientierung.
Fazit: Konjugation denken auf einen Blick
Als Basis gelten denken, dachte und gedacht. Dieses Mischverb verbindet Stammveränderungen mit regelmäßigen Flexionsendungen.
Die Konjugation im Präsens folgt festen Mustern. Im Konjunktiv II tritt ein Umlaut auf: dächte statt dachte.
Die Tabelle bietet einen Überblick über die Konjugation von denken.
Weitere Vertreter dieser Kategorie bilden Konjugation bringen, Unregelmäßige Verben sowie Konjunktiv I und II.