Klomm oder klimmte: Die richtige Form
Wann klomm, wann klimmte: So entscheiden Sie richtig
Klomm oder klimmte: Beide Formen sind richtig, denn das Verb klimmen kann laut Duden sowohl stark als auch schwach gebeugt werden. Im Präteritum heißt es also klomm oder klimmte, wobei klomm im heutigen Sprachgebrauch deutlich häufiger vorkommt. Wer emporklimmen, hinaufklimmen oder ähnliche Zusammensetzungen im Präteritum verwenden möchte, kann sich für die stärkere oder die schwächere Form entscheiden, ohne einen Fehler zu machen. Da klimmen insgesamt selten in dieser Zeitform auftaucht, verunsichert die doppelte Möglichkeit viele Schreibende, auch wenn beide Varianten im Wörterbuch stehen. Was genau der Unterschied zwischen den beiden Formen ist, erfahren Sie im Folgenden.
Klomm oder klimmte: Die kurze Antwort
Die kurze Antwort lautet: Beide Formen sind korrekt. Klomm oder klimmte stehen im Duden gleichberechtigt als Präteritumformen von klimmen. Wer emporklettern oder sich mühsam nach oben bewegen ausdrücken möchte, kann grammatisch nichts falsch machen, egal für welche Variante man sich entscheidet. Im Alltag begegnet man allerdings deutlich häufiger klomm, weil sich die starke Beugung bei diesem Verb im Sprachgebrauch stärker durchgesetzt hat als die schwache Form klimmte. Für Texte, die besonders geläufig klingen sollen, empfiehlt sich daher meist klomm, während klimmte eher selten, aber ebenso zulässig bleibt. Beide Schreibweisen sind Teil des Standarddeutschen und werden von keinem Wörterbuch als falsch markiert.

Warum klimmen zwei Formen im Präteritum hat
Das Verb klimmen gehört zu einer kleinen Gruppe deutscher Verben, die im Lauf der Sprachgeschichte zwischen starker und schwacher Konjugation schwanken. Ursprünglich war klimmen ein starkes Verb, weshalb die Form klomm über den typischen Ablautwechsel von i zu o entsteht, ähnlich wie bei schwimmen und schwamm. Im Laufe der Zeit haben sich bei einigen dieser Verben zusätzlich schwache Formen etabliert, bei denen die Endung te angehängt wird, so wie bei den meisten regelmäßigen Verben im Deutschen. Deshalb existiert neben klomm auch klimmte als schwache Alternative. Da klimmen im heutigen Sprachgebrauch insgesamt selten verwendet wird und meist durch emporklettern oder hochklettern ersetzt wird, konnte sich bislang keine der beiden Formen vollständig durchsetzen. Der Duden führt daher beide Varianten als korrekt. Mehr zu unregelmäßigen Verben und weiteren Ausnahmen der deutschen Grammatik finden Sie in unseren Rechtschreibregeln.
Beispielsätze mit klomm und klimmte
In folgenden Sätzen zeigt sich, wie klomm oder klimmte im Kontext verwendet werden:
- Der Junge klomm mühsam über die Felswand, bis er den Gipfel erreichte.
- Die Katze klimmte vorsichtig von Ast zu Ast, um nicht abzustürzen.
- Nachdem er lange gesucht hatte, klomm der Bergsteiger schließlich über den letzten Vorsprung.
- Sie klimmte Stufe für Stufe die alte Leiter hinauf, obwohl das Holz morsch war.
Alle vier Sätze sind grammatisch einwandfrei, weil sowohl die starke als auch die schwache Präteritumform akzeptiert wird. In geschriebenen Texten wirkt klomm dabei etwas gewählter, während klimmte in mündlicher Sprache gelegentlich vorkommt, wenn Sprechende sich unsicher an die unregelmäßige Form erinnern und intuitiv die reguläre Endung anhängen.
Häufige Fehler
Ein verbreiteter Fehler besteht darin, klimmen mit klettern zu verwechseln und daraus eine Mischform wie klimmte oder klomm fälschlich als falsch einzustufen, obwohl beide Formen im Wörterbuch stehen. Manche Schreibende greifen zudem zur Form klimmt als Präteritum, was jedoch die Präsensform ist und daher nicht passt. Auch die Verwechslung mit klettern (kletterte, ist geklettert) führt gelegentlich zu Unsicherheit, weil klettern nur schwach gebeugt wird und deshalb kein klomm kennt. Wer sich unsicher ist, sollte bedenken, dass klomm im Alltag gebräuchlicher ist, klimmte aber ebenso richtig bleibt und in keinem Kontext beanstandet werden kann. Ein weiterer Stolperstein ist das Partizip Perfekt geklommen, das ausschließlich stark gebildet wird, obwohl das Präteritum wahlweise stark oder schwach sein darf.

So merkst du es dir
Eine einfache Eselsbrücke hilft, sich die beiden Formen zu merken: Wer klimmt wie ein Kletterprofi, für den passt die kurze, kräftige Form klomm, ähnlich wie bei schwamm oder kam. Wer sich dagegen lieber an die reguläre Beugung hält, kann sich merken, dass klimmte genauso gebildet wird wie die meisten schwachen Verben, indem einfach te an den Wortstamm angehängt wird. Wichtig ist vor allem, dass beide Varianten gleichwertig sind. Ein Fehler entsteht also nicht durch die Wahl von klomm statt klimmte oder umgekehrt, sondern erst dann, wenn eine völlig andere Form wie klimmt oder klimmerte im Präteritum verwendet wird. Wer diese Eselsbrücke verinnerlicht, muss beim Schreiben nicht mehr lange überlegen und kann beide Formen souverän einsetzen.
Fazit
Wer beim Schreiben zwischen klomm oder klimmte schwankt, kann beruhigt sein: Der Duden erlaubt beide Formen als Präteritum von klimmen, weil das Verb sowohl stark als auch schwach gebeugt werden darf. Im laufenden Text empfiehlt sich meist klomm, weil diese Form geläufiger klingt, doch auch klimmte ist niemals falsch und kann je nach Stilgefühl oder Textsorte bewusst gewählt werden. Wichtig ist nur, die Formen nicht mit dem Präsens klimmt oder mit dem eindeutig schwachen Verb klettern zu verwechseln. Wer sich bei diesen und ähnlichen Feinheiten der deutschen Grammatik unsicher fühlt, profitiert von einem professionellen Korrekturlesen, das solche Zweifelsfälle zuverlässig prüft und einheitlich im Text umsetzt. Damit ist die Duden-Regel zu klomm oder klimmte klar erklärt: Beide Varianten sind korrekt, wobei die starke Form im Alltag dominiert.
Damit ist bei „klomm oder klimmte“ die richtige Form erklärt: Schreibweise, Regel und Beispiele auf einen Blick.
Weitere sprachliche Zweifelsfälle: bewog oder bewegte, wog oder wägte und alle Rechtschreibregeln.